+
Da scheiden sich die Geister: Nicht nur auf dem Feld, wie hier im Januar 2019 zwischen Peiting (weiß) und Penzberg, gehen die Meinungen über Futsal auseinander.

Futsal-Hallenmeisterschaft

Keine Lust auf Budenzauber - Teilnehmerzahl an Hallenmeisterschaft drastisch gesunken

Das Fußball-Jahr neigt sich seinem Ende zu. Höchste Zeit, die Hallenschuhe auszupacken – schließlich ist Winterzeit gleich Hallenfußball-Zeit. Die Begeisterung darüber hält sich bei den Kickern in der Region aber in Grenzen. Viele Fußballer pfeifen auf den Budenzauber – und machen lieber Winterpause.

Landkreis – 41 zu 144: Ein Resultat, das mehr nach Basketball-Ergebnis anmutet – tatsächlich aber Spiegelbild einer Entwicklung ist, die Fußball-Verantwortliche im Kreis Zugspitze ins Grübeln bringt. 41 zu 144 – so verhalten sich nämlich die Teilnehmerzahlen an der „Zugspitzmeisterschaft“ im Hallenfußball, vergleicht man die Jahre 2019 und 2007 miteinander.

Es fällt auf: Das Interesse an der Zugspitz-Meisterschaft ist innerhalb von zwölf Jahren um 70 Prozent zurückgegangen – Fußball in der Halle ist aus der Mode gekommen. Dabei hatte der Bayerische Fußballverband doch so große Visionen rund um den Hallenfußball. Attraktiver, schneller und ungefährlicher sollte er werden. Das sollte Vereine und Zuschauer wieder in die Hallen locken. Deshalb gab’s den großen Umbruch: weg vom zweikampfbetonten Fußball mit Rundumbande, hin zum technisch geprägten Futsal. 

Fußballer in der Region wollen nach langer Saison im Winter „einfach ihre Ruhe haben“

Eine Umstellung, die in der Region bislang auf wenig Gegenliebe stößt. Für Heinz Eckl, Spielleiter im Kreis Zugspitze, liegt das Problem auf der Hand: „Der Futsal ist es.“ Und das, obwohl diese Art des Hallenfußballs für ihn die bessere ist, weil das Verletzungsrisiko deutlich geringer sei, so Eckl, da Fouls wesentlich strenger bestraft werden. Bei einer gewissen Anzahl pro Mannschaft gibt es einen Strafkick für das gegnerische Team vom Zehn-Meter-Punkt. Von diesen Argumenten lassen sich die Fußballer im Kreis Zugspitze aber nicht überzeugen: „Die wollen im Winter einfach ihre Ruhe haben.“

Wer sich nach einer Kräfte raubenden Freiluftrunde im Winter in der Halle austoben will, kann sich auch bei kleineren Gaudi-Turnieren austoben. „Die laufen ganz gut“, berichtet Spielleiter Eckl. Der Spaß-Faktor spielt eine große Rolle, und den meisten gibt’s eben dort, „wo es eine Rundumbande gibt – ganz so wie in früheren Zeiten. Was den Futsal betrifft, setzt Eckl seine Hoffnungen auf den Nachwuchs. Kommende Generationen würden mit dieser Variante des Hallenfußballs aufwachsen.

Auch Austragungsorte vergeblich gesucht

Den Spielleiter plagt neben der geringen Beteiligung noch ein anderes Problem: Zu wenige Vereine wollen ein Futsal-Turnier um die Zugspitzmeisterschaft ausrichten. In der Spielgruppe West wird auch dieses Jahr wieder in Peiting und Utting gespielt. „Mehr Vereine haben sich leider nicht angeboten“, bedauert Eckl. Die gleiche Situation herrscht in der Gruppe Mitte: Dort wird seit vielen Jahren nur in Penzberg und Huglfing gespielt.

von Max Edinger

Spielgruppe Mitte 

Gruppe 1 (Samstag, 7. Dezember, 12.45 Uhr, Zweifachhalle Huglfing) 

ASC Geretsried, FC Megas Alex Garmisch-Partenkirchen, VTA Garmisch-Partenkirchen, ASV Eglfing, FC Mittenwald, SV Ohlstadt, TuS Holzkirchen, SC Huglfing.

Gruppe 2 (Samstag, 14. Dezember, 12.45 Uhr, Wellenbadhalle Penzberg) 

FC Penzberg, ESV Penzberg, DJK Penzberg, SpVgg Maxkron, SSV Marnbach-Deutenhausen, MTV Dießen, TSV Murnau, SV Münsing-A.

Die vier Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Gruppenfinale am Samstag, 21. Dezember, in Penzberg.

Spielgruppe West 

Gruppe 1 (Samstag, 30. November, 12 Uhr, Sporthalle Utting) 

SV Raisting, SV Fuchstal, SpVgg Schwabbruck, FC Penzing, FC Kosova Schongau, FT Jahn Landsberg

Gruppe 2 (Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr, Sporthalle Peiting) 

TSV Schongau, VfL Denklingen, TSV Peiting, Türk Gücü Schongau, TSV Hohenpeißenberg, TSV Altenstadt.

Die vier Erstplatzierten jeder Gruppe qualifizieren sich für das Gruppenfinale am Samstag, 28. Dezember, in Peiting.

Lesen Sie außerdem:

Die Peitingerin Theda Smith-Eberle steht für den Titel „Amateure des Jahres“ zur Wahl. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare