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Ran ans Netz: Ab Montag darf wieder Tennis gespielt werden.

Tennisplätze dürfen öffnen - doch nicht jeder Verein ist schon soweit

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Ab Montag ist das Tennisspielen in Bayern wieder erlaubt. Die Vereine in der Region haben allerdings einiges zu erledigen, bis sie Sportler auf die Plätze lassen können.

Landkreis – Die Tennisspieler haben sehnlichst auf diese Nachricht gewartet: Ab kommenden Montag, 11. Mai, sind die Plätze für Freizeitsportler wieder geöffnet. Doch ein kleiner Aspekt trübt die Vorfreude. „Wir hatten jetzt acht Wochen schönes Wetter und durften nicht spielen“, sagt Werner Mathes, Vorsitzender des Tennisclubs Peiting. „Jetzt dürfen wir – und der Wetterbericht sagt Schnee und Regen.“ Fies ist das. Mathes hofft, dass es nicht wirklich richtig kalt wird. Denn die Peitinger haben bereits so gut wie alles vorbereitet, die Hygienevorgaben des Bayerischen Tennis-Verbands (BTV) umgesetzt. Da sind sie nicht die einzigen. Andere Vereine wiederum brauchen noch Vorbereitungszeit, wie eine Umfrage der „Schongauer Nachrichten“ unter mehreren Clubs ergab.

Kein Wunder, denn zusätzlich zum Herrichten der Plätze kommen in diesem Jahr weitere Aufgaben auf die Vereine zu. Sie müssen Vorkehrungen treffen, um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus gering zu halten. Der BTV hat Plakate mit Vorgaben herausgegeben. So dürfen sich die Sportler, aber auch Trainer und Schüler, beispielsweise nicht näher als 1,50 Meter kommen, Händeschütteln ist verboten. Duschen und Umkleidekabinen bleiben geschlossen. Nur Toiletten werden geöffnet. Pro Tennisplatz seien fünf Anwesende erlaubt.

SC Böbing braucht noch Zeit

Die aber werden zumindest beim SC Böbing in der kommenden Woche noch nicht zum Schläger greifen können. Der Sportclub richtet die Plätze selbst her – bisher durften die Mitglieder dafür aber nicht auf den Platz. „Wir konnten jetzt erst damit anfangen“, sagt Christian Lindinger, zweiter Abteilungsleiter der Sparte „Tennis“. Er hofft, dass in einer Woche die Bälle fliegen können.

Auch beim SV Hohenfurch stand am Freitag noch nicht fest, wann es wieder losgeht. „Wir müssen erst schauen, wie wir die Vorgaben umsetzen können“, sagt Coni Götz, Tennis-Abteilungsleiterin. Die Plätze hat der Verein heuer von einer Firma instandsetzen lassen. „Die müssen wir aber auch erst besichtigen, es hat ja wieder geregnet“, sagt Götz. In der nächsten Woche wisse der Verein dann mehr.

Bayersoien, Schongau und Peiting sind startklar

Der Tennisclub Bad Bayersoien ist da schon weiter. „Wir sind startklar“, sagt Vorsitzende Hanni Patrzek. Am Wochenende gebe es zwar noch ein paar Dinge zu erledigen, aber bis Montag sei alles fertig.

So sieht’s auch beim TC Schongau aus. Am Freitag wurden noch Aufgaben verteilt, damit rechtzeitig Seifenspender und Desinfektionsmittel bereitstehen sowie Bereiche des Platzes abgesperrt sind, die nicht genutzt werden dürfen. Zudem nutzt der Verein ein Internet-Buchungssystem, über das sich Interessierte anmelden können. „Damit sich nicht so viele Menschen gleichzeitig auf dem Platz tummeln“, sagt Mathias Beckstein, zweiter TC-Vorsitzender.

Auch beim TC Peiting liefen die Vorbereitungen am Freitag noch. Sechs Plätze waren bis mittags hergerichtet, zwei weitere sollten folgen. Ein Trainer achtet ab Montag als „Corona-Beauftragter“ darauf, dass Seife und Handtücher nicht leer werden sowie die Hygienevorschriften eingehalten werden. Um nachvollziehen zu können, wer wann mit wem gespielt hat, müssen sich alle Spieler in Listen eintragen. So kann jeder Betroffene informiert werden, falls bei einem Sportler das Virus nachgewiesen wird.

Die Peitinger Tennisspieler wollen von ihrem Glück, wieder Sport treiben zu können, zudem etwas abgeben. „Jedes Mitglied des TSV Peiting darf kostenlos bei uns spielen, solange es seinen Sport nicht ausüben kann“, sagt Mathes. „Wir hoffen, dass wir damit einigen helfen können.“

Mehr Sport aus der Region:

Lange mussten die Golfer auf den ersten Abschlag der Saison warten. Ab Montag dürfen sie wieder auf die Runde - unter bestimmten Auflagen.

Die coronabedingte Zwangspause trifft auch Moto2-Pilot Marcel Schrötter aus Vilgertshofen hart. Er vertreibt sich die Zeit mit Fahrradfahren und virtuellen Rennen.

Wie mit der Corona-Krise umgehen? Das hat sich auch Tischtennis-Profi Philipp Floritz aus Birkland gefragt. Und eine kreative Lösung gefunden.

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