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Triathlet Simon Henseleit im Neoprenanzug, wie er im Wettkampf aus dem Wasser steigt.
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Im Wasser schnell, mit dem Rad noch schneller: Simon Henseleit führte das Rennen nach dem zweiten Wechsel an.

TRIATHLON

Triathlet Henseleit beim Saison-Start in bestechender Form

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Lange musste Triathlet Simon Henseleit auf den ersten Wettkampf warten. Doch der Steingadener hat nichts verlernt, wie sich in Österreich zeigte.

  • Triathlet Simon Henseleit hat seinen ersten Saison-Wettkampf bestritten
  • Der Steingadener zeigte in Österreich eine starke Leistung
  • Simon Henseleit war besser als der 70.3-Weltmeister

Steingaden/Wallsee – Es ist eine ungewohnte Situation für Simon Henseleit. Normalerweise weiß der Triathlet immer sehr genau, was ihn in den kommenden Wochen erwartet. Wann er wo welchen Wettkampf bestreitet. Mit der Corona-Pandemie hat sich das geändert. Seit vergangenem Herbst hatte der Steingadener keinen einzigen Lauf absolviert – abgesehen von virtuellen Vergleichen. Doch gemeinsam mit der Konkurrenz auf einer Strecke um die Top-Plätze zu buhlen, das hat Henseleit gefehlt. Am vergangenen Samstag bekam er dazu wieder die Gelegenheit. Endlich. Bei der österreichischen Staatsmeisterschaft in Wallsee an der Donau durfte er in der offenen Wertung des „Mostiman“ mit ran. Und zeigte dabei, dass er in der Zwangspause nichts verlernt hat. Henseleit wurde hinter dem norwegischen Profi Kristian Blummenfelt Zweiter. „Das hat mich selbst überrascht“, gibt der 20-Jährige zu. „Das Feld war top-besetzt.“ Mit Gustav Iden mischte sogar der Ironman-70.3-Weltmeister mit.

Simon Henseleit: Zweiter hinter norwegischem Profi

Weil Henseleits Trainer, Roland Knoll, auch österreichische Athleten betreut, durfte die deutsche Trainingsgruppe beim Wettkampf mitmischen. Vor sechs Wochen erfuhr der Steingadener davon. Während er sich zuvor fit hielt, ohne zu wissen, wann’s wieder losgeht, hatte er nun ein Ziel vor den Augen. „Ein Rennen ist einfach gut für den Fokus“, sagt er. „Klar macht Training Spaß, aber es ist nicht immer einfach. Und manchmal eben auch sehr hart.“

Simon Henseleit: Besser als der 70.3-Weltmeister

Dass er sich gut geschunden hat in den vergangenen Monaten, zeigte sich nun in Wallsee. Dort lief der Wettkampf aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln etwas anders als gewohnt ab. Gestartet wurde einzeln, alle zehn Sekunden ging ein Sportler ins Wasser. Auf dem Rad war das Windschattenfahren verboten, zudem mussten Überholvorgänge schnellstmöglich abgeschlossen sein. „Dadurch wusste ich nie so genau, wo ich gerade liege“, sagt Henseleit. „Aber da ich schon einige überholt hatte und mich keiner überholte, konnte ich mir denken, dass es ganz gut aussieht.“ Wie gut, das hörte er beim Wechsel vom Rad zum Laufen – da verkündete der Stadionsprecher, dass Simon Henseleit in Führung war. Beim Schwimmen war ihm mit 9:33 Minuten für 750 Meter die neuntbeste Zeit gelungen. Auf dem Rad legte er die 19 Kilometer in 27:02 Minuten zurück, ehe er die abschließenden fünf Kilometer in 16:02 Minuten lief. Der Norweger Blummenfelt war alles in allem eine knappe Minute schneller und gewann mit einer Gesamtzeit von 54:02 Minuten. Mit 54:43 Minuten holte Henseleit Silber. Dritter wurde Alois Knabl (54:48 Minuten), der damit österreichischer Staatsmeister wurde. Weltmeister Iden landete auf Rang zehn.

Für Henseleit, dessen Schwester Franca ebenfalls eine erfolgreiche Triathletin ist, war das starke Ergebnis „die Bestätigung, die ich gerade gebraucht habe. So sehe ich, dass es richtig ist, was ich mache.“ Den Schwung will er nun gleich wieder mit ins Training nehmen. Denn die Situation hat sich auch nach dem erfolgreichen Wochenende nicht wirklich verändert. Wann der nächste Start möglich ist, ist offen. „Ich werde einfach weiter trainieren, mich fit und bereit halten“, sagt Henseleit. „Und versuchen, konkurrenzfähig zu bleiben.“ Dass er weiß, wie’s geht, hat er sich und allen anderen ja gerade erst bewiesen.

Auch das ist interessant: Taekwondo-Kämpfer Manfred Stadtmüller holt Gold, und zwar bei einem Wettkampf mit Live-Streams. Bei den Fußballern des SV Hohenfurch hat sich was auf der Trainerposition getan. Ein Duo soll den Klassenerhalt sichern. Bei der EA Schongau sind die Kaderplanungen für die Eishockey-Saison schon weit fortgeschritten.

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