1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Schongau

„Mein Körper war wie abgeriegelt“: Dämpfer für Simon Henseleit in Ungarn

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Diesmal reichte es nicht fürs Podest: Für Simon Henseleit war beim Europacup in Ungarn im Halbfinale Schluss.
Diesmal reichte es nicht fürs Podest: Für Simon Henseleit war beim Europacup in Ungarn im Halbfinale Schluss. Das Foto zeigt ihn bei seinem Sieg beim Wettkampf Mitte Juni in Heilbronn. © hep Triathlon Heilbronn

Zuletzt schaffte Simon Henseleit starke Ergebnisse in Serie. Beim Premium-Europacup in Ungarn hatte der Steingadener dagegen Probleme und verpasste eine wichtige Marke.

Tiszaujvaros – Bis dato verband Simon Henseleit mit dem Wettkampfort Tiszaujvaros stets erfreuliche Erinnerungen. 2019 gewann er in der Juniorenklasse seinen ersten Europacup-Wettbewerb, 2021 glänzte er als Sechster im Elitefeld der Männer und sicherte sich so das Startrecht für die U23-Weltmeisterschaft. In diesem Jahr jedoch lief es für Henseleit in Ungarn nicht nach Wunsch.

Beim Premium-Europacup-Rennen verpasste der 22-Jährige im Sprint das Finale der besten 30 Athleten. Henseleit hatte eigenem Bekunden nach „einen ziemlich gebrauchten Tag und fand einfach nicht ins Rennen hinein“. Am Ende stand für den Steingadener der 37. Platz unter 87 Athleten zu Buche.

Wahrlich nicht das Ergebnis, das sich Henseleit vorab erträumt hatte. Allerdings ist es auch so, dass auf dem Top-Niveau, auf dem sich der amtierende Supersprint-Europameister der U23-Klasse bewegt, kleinste körperliche Schwächen sofort bemerkbar machen. Henseleit hatte zu Beginn der Woche mit einer gewissen Müdigkeit zu kämpfen. Auch die kurzen lockeren Einheiten in den zwei Tagen unmittelbar vor dem Semifinale „fühlten sich immer nach Arbeit und Überwindung an“, berichtete der Drittplatzierte des Europacups in Kitzbühel. Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Wettkampf bestanden dennoch.

Simon Henseleit muss sich mit Platz 37 begnügen

Zu absolvieren hatten die Athleten sowohl im Halbfinale als auch am Tag darauf im Finale jeweils 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen. Henseleit mischte in seinem Heat lange unter den Besten mit. Nach dem Schwimmen, das er in 8:58 Minuten absolviert hatte, befand er sich auf dem Rad in einer acht Athleten umfassenden Verfolgergruppe der Spitze. Nach rund acht Kilometer hatten Henseleit und seine Mitstreiter die vorderen acht Athleten eingeholt. Der Rest des Radfahrens auf der sehr flachen Strecke „war ziemlich entspannt, und keiner wollte mehr wirklich die Führung übernehmen“, so Henseleit. Nach 27:35 Minuten auf dem Bike wechselte er als Erster der Spitzengruppe auf die Laufstrecke.

Nach gut einem Kilometer hatte sich eine acht Mann starke Führungsgruppe herausgebildet, in der Henseleit mitlief. „Ideal eigentlich“, so der 22-Jährige. Denn die ersten neun qualifizierten sich direkt fürs Finale. Aus den drei Semifinal-Heats kamen noch drei „Zeitschnellste“ hinzu. Allerdings bekam Henseleit bald Probleme. „Ich fand einfach keinen lockeren Schritt und merkte, wie mein Puls immer höher ging und meine Beine langsam dicht machten“, berichtete er.

Auf der Laufstrecke treten plötzlich Probleme auf

Nach rund drei Kilometern musste er die anderen ziehen lassen. „In diesem Moment wusste ich auch eigentlich schon, dass das Finale damit gelaufen war.“ Henseleit wollte und kämpfte – doch die Wende gelang nicht mehr: „Mein Körper war wie abgeriegelt und ich konnte mich einfach nicht mehr ausbelasten.“ Nach einer Laufzeit von 15:10 Minuten und mit einer Gesamtzeit von 53:11 Minuten überquerte er als Dreizehnter die Ziellinie. Der Abstand zum neunten Rang betrug 32 Sekunden.

Henseleit hofft nun, dass er sich schnell erholen kann, denn der nächste größere Wettkampf steht demnächst an. Am kommenden Sonntag, 24. Juli, nimmt er am Weltcup-Rennen in Pontevedra teil. An der spanischen Atlantikküste haben die Teilnehmer eine olympische Distanz (1500 Meter Schwimmen/40 Kilometer Radfahren/10 Kilometer Laufen) zu absolvieren. Henseleit ist einer von insgesamt fünf deutschen Männern. Unter ihnen befindet sich auch Olympia-Teilnehmer Jonas Schomburg.

Auch interessant

Kommentare