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Schongau-Triathlon: Keine Hitzeschlacht, aber viele heiße Duelle

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Von: Roland Halmel

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Die Laufstrecke beim Schongau Triathlon führte einmal mehr durch die Schongauer Innenstadt.
Die Laufstrecke führte einmal mehr durch die Schongauer Innenstadt. © Roland Halmel

Die befürchtete Hitzeschlacht ist beim Schongau-Triathlon ausgeblieben. Dafür lieferten sich die Athleten heiße Duelle um den Sieg. Die Tri-Team-Männer landeten weit vorn.

Schongau – Die befürchtete Hitzeschlacht blieb aus. Bei besten Bedingungen gingen knapp 300 Ausdauersportler beim zehnten „Schongau Triathlon“ an den Start. Die Athleten aus der Region holten dabei einige gute Platzierungen. In der Regionalliga-Wertung landete das Männerteam der Gastgeber auf dem fünften Platz.

„Wir hatten Riesenglück mit dem Wetter“, sagte Wolfgang Ahrens, der Chef des Tri-Teams Schongau. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr, als Gewitter und Regen erst für Verschiebungen und dann für einen Rennabbruch sorgten, konnten die Ausdauersportler am Samstag bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen von gut 20 Grad und trockener Strecke ihre Bewerbe absolvieren. Angesichts der perfekten Umstände hätte sich der Veranstalter etwas mehr Starter und auch mehr Besucher gewünscht. „Bei den Teilnehmern war Corona noch zu merken, aber warum nicht mehr Leute in der Stadt sind, wissen wir auch nicht“, zeigte sich Ahrens etwas ratlos.

Jubel mit dem Heavy-Metal-Gruß: Ex-Tri-Team-Starterin Nina Koller gewann mit klarem Vorsprung den Bayern-Titel.
Jubel mit dem Heavy-Metal-Gruß: Ex-Tri-Team-Starterin Nina Koller gewann mit klarem Vorsprung den Bayern-Titel. © Roland Halmel

Dabei bekamen die Zuschauer absolute Top-Leistungen zu sehen. Im Regionalliga-Bewerb, in dem es auch um die bayerischen Einzel-Titel ging, lieferte sich ein Männertrio bis zum Schluss ein heißes Duell um den Titel. Am Ende hatte Stefan Betz (TG Schweinfurt) in 1:47:28 Stunden die Nase vorn. Er hatte schon vor ein paar Wochen im Sprint gewonnen. Knapp dahinter landeten Tim Frisch (La Cabrera Rothsee/ 1:47:39) und Lukas Stengel (Arriba Göppersdorf/1:47:45) auf den Plätzen zwei und drei.

Lukas Krämer zufrieden mit Platz sechs

Lokalmatador Lukas Krämer vom Tri-Team kam in 1:51:46 Stunden als Sechster ins Ziel. „Damit bin ich ganz zufrieden“, urteilte Krämer, der sich – als starker Radfahrer bekannt – in der zweiten Disziplin eine etwas besser harmonierende Verfolgergruppe gewünscht hätte. So konnte die Spitzengruppe, zu der auch sein Teamkollege Simon Langwieser gehörte, vor der Laufrunde ihren Vorsprung vergrößern. „Und beim Laufen brauche ich immer ein zwei Runden, um rein zu kommen“, sagte Krämer nach der olympischen Distanz über 1500 Meter Schwimmen, 37,5 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.

Auf der Laufrunde konnte Tri-Team-Athlet Langwieser seine gute zweite Position nach der Radstrecke nicht halten. Er musste einige Konkurrenten auf der 2,5-Kilometer-Runde durch die Schongauer Altstadt, die viermal zu durchlaufen war, vorbeiziehen lassen. Am Ende wurde er in 1:54:14 Stunden Vierzehnter. Das Männerteam der Schongauer, zu dem auch noch Lukas Jetzt, Max Filip und Jakob Landes gehörten, landete unter den 14 Regionalligaklubs auf dem fünften Rang. Den Sieg holte sich, wie schon beim bis dato letzten Schongau Triathlon, die enorm laufstarke Mannschaft des RSC Kempten.

Beachtliches Ergebnis: die Tri-Team-Männer (v.l.) Lucas Jetzt, Lukas Krämer, Simon Langwieser, Maximilian Filipp und Jakob Landes belegten in der Regionalliga-Wertung als Team den fünften Rang.
Beachtliches Ergebnis: die Tri-Team-Männer (v.l.) Lucas Jetzt, Lukas Krämer, Simon Langwieser, Maximilian Filipp und Jakob Landes belegten in der Regionalliga-Wertung als Team den fünften Rang. © Roland Halmel

Eine Klasse für sich war bei den Damen Nina Koller. Die ehemalige Starterin fürs Tri-Team-Frauenteam sicherte sich mit über fünf Minuten Vorsprung den bayerischen Meistertitel. „Ich habe die Flucht nach vorne angetreten“, sagte die Athletin des TSV Bad Reichenhall, die nach 2:05:19 Stunden im Ziel ankam. Die weiteren Podestplätze belegten Theresa Wild (La Cabrera Rothsee/2:10:23) und Kristina Seidel (Mali Crew/2:11:01).

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Vor der olympischen Distanz war Koller schon in der Sprintstaffel als Schwimmerin im Einsatz – und auch das erfolgreich. Mit Andreas Saal und Norbert Löw holte sie auch dort den ersten Platz. Allerdings waren nur drei Staffeln im Einsatz. Mehr los war beim Einzelrennen über die olympische Distanz mit 89 Startern. Den Sieg sicherte sich in souveräner Manier Veit Hönle („racextract racing team“) in 1:51:49 Stunden. „Ich habe meine Linie durchziehen können“, sagte Hönle nach seinem Start-Ziel-Sieg. Nachdem er bereits mit großem Vorsprung aus dem 20,8 Grad warmen Lech gestiegen war, kam ihm sein schärfster Verfolger, Tim Rieder (PSV Tübingen), auf der etwas geänderten und auch im Vergleich zu früher kürzeren Radstrecke deutlich näher. Vor der Laufstrecke war er auf wenigen Sekunden am Führenden dran. Hönle war in der Altstadt aber nicht mehr zu bremsen, sodass er als Erster über die Ziellinie am Ballenhaus lief.

Da heißt es richtig reintreten: Der Anstieg am Frauentor-Berg forderte den Athletinnen und Athleten einiges ab. Das
Da heißt es richtig reintreten in die Pedale: Der Anstieg am Frauentor-Berg forderte den Athletinnen und Athleten einiges ab. Das Foto zeigt eine Radgruppe mit Tri-Team-Starter Lukas Krämer (links). © Roland Halmel

„Die Stimmung war toll“, urteilte der Sieger, der erstmals in Schongau am Start war. Rieder (Post SV Tübingen) wurde Zweiter in 1:54,52 vor Nikolaus Heinloth (Post SV Weilheim), der als Dritter in 1:58,13 Stunden eine starke Leistung ablieferte. „Beim Schwimmen lief es nicht so gut, aber das Laufen auf der sehr selektiven Strecke hat gepasst“, strahlte Heinloth.

Bei den Frauen hatte einmal mehr Seriensiegerin Sigrid Mutscheller (SG Niederwangen/2:04:56) die Nase vorn. Anna Bader (Tri-Team Schongau/2:23,01) wurde Fünfte.

Beim Sprint über 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen siegte bei den Herren Dennis Melloh (Kölner Triathlon Team) in 1:08,29 Stunden. Dominic Wimmer (Post SV Weilheim/1:13:38) wurde Siebter. Den Damensprint entschied Kimberly Giesenberg (Tri-Sport Lübeck) in 1:23,37 Stunden für sich.

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