1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Schongau

Simon Henseleit beherrscht das Eliminator-Format: Podestplatz in Kitzbühel

Erstellt:

Kommentare

Lächeln im Ziel: Simon Henseleit beim Interview nach seinem Sieg im Halbfinale. In den Finalläufen mischte der Steingadener ebenfalls vorn mit.
Lächeln im Ziel: Simon Henseleit beim Interview nach seinem Sieg im Halbfinale. In den Finalläufen mischte der Steingadener ebenfalls vorn mit. © Screenshot/Sportdeutschland-tv

Erstmals gab es im Europa-Cup der Triathleten ein Eliminator-Format. Simon Henseleit zeigte, dass er damit gut zurecht kommt und landete in Kitzbühel unter den Besten.

Kitzbühel – Die Erinnerungen an seinen jüngsten Auftritt in Kitzbühel waren nicht die allerbesten: Bei der EM 2021 im Sprint hatte Simon Henseleit mit dem B-Finale vorlieb nehmen müssen. So sprang für den Steingadener nur ein Platz jenseits der Top-30 heraus. Die Enttäuschung von damals beeinflusste ihn beim jetzigen Europacup-Start in Tirol keineswegs negativ – im Gegenteil.

Henseleit war „heiß auf den Wettkampf“, wie er im Vorfeld bekundete. Am Ende stand der 22-Jährige als Gesamtdritter der Elite-Männer sogar auf dem Podest. Ein Resultat, über das sich Henseleit absolut freute. Für ihn war es nach Rang fünf in der Super-League bei den „Arena Games“ in London und dem Sieg bei der Sprint-EM in der U23-Klasse in Polen die dritte Top-Platzierung in Serie bei einem internationalen Auftritt.

Simon Henseleit überzeugt mit Platz drei

Der Weg zum Podestrang in Kitzbühel war beschwerlich. „Drei Rennen machten es wirklich hart“, so Henseleit auf „Instagram“. Das Finale der besten 30 Athleten wurde – erstmals im Europacup – in einem „Eliminator“-Format ausgetragen. Aus zwei Runden blieben zehn Athleten übrig, die dann in einer finalen Runde den Sieger ermittelten. Zu absolvieren waren jeweils 250 Meter Schwimmen, 8 Kilometer Radfahren und 1,5 Kilometer Laufen. Die drei Finals gingen binnen 70 Minuten über die Bühne.

Am Tag zuvor standen drei Halbfinal-Heats (500 Meter Schwimmen/12 Kilometer Radfahren/3 Kilometer Laufen) mit insgesamt 67 Männern auf dem Programm. Henseleit zeigt dort schon starke Form – er gewann den dritten Heat mit 33:18 Minuten. Die Sieger der anderen beiden Heats waren deutlich langsamer.

Das „Eliminator“-Format war auch für Henseleit neu. In der Super-League hat er zumindest so etwas Ähnliches schon erlebt. Bei den „Arena Games“ war das Finale in drei Mini-Triathlons aufgeteilt. „Ich hoffe, die Kenntnisse von dort kommen mir zugute“, so Henseleit in Kitzbühel.

Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Schongau-Newsletter. Und in unserem Weilheim-Penzberg-Newsletter.

In den ersten beiden Finalrunden agierte der Steingadener jedenfalls sehr geschickt. Den ersten Heat beendete er als Dritter (16:37), den zweiten Heat als Neunter (16:42), wobei er aufgrund des Vorsprungs auf die Verfolger auf der Zielgeraden sicher sein konnte, in die dritte Runde einzuziehen.

Simon Henseleit gewinnt seinen Halbfinallauf

Im Finale kam Henseleit an siebter Position aus dem Wasser. Auf dem Rad waren schnell alle zehn Athleten wieder beisammen. Ein Sturz des US-Amerikaners Davis Bove und ein erfolgreicher Ausreißversuch des Tschechen Radim Grebki kennzeichneten das Radfahren. Die Entscheidung fiel, wie vorher auch, beim Laufen. Henseleit gehörte von Beginn an zu den Besten, noch vor der Wendemarke hatte er die dritte Position erobert. Die brachte er nach 16:48 Minuten sicher ins Ziel.

Auch interessant

Kommentare