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Gruß von ganz oben: Simon Henseleit (Mitte) mit dem Zweiten Sasha Caterina (links) und dem Dritten Chris Ziehmer.

Triathlon

Simon Henseleit und seine ganz besondere Premiere in Ungarn

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Simon Henseleit sammelt heuer eine Top-Platzierung nach der anderen. In Ungarn gewann er einen Traditionstriathlon. Bevor er dort starten durfte, musste er allerdings erst einmal das Halbfinale überstehen.

Tiszaujvaros/Ungarn – Es ist nur ein kleines Wort. Doch es sagt viel darüber aus, wo Simon Henseleit noch hin möchte. Der Triathlet aus Steingaden berichtet in einem Blog im Internet von seinen Wettkämpfen. Der jüngste Beitrag handelt von seinem Start im ungarischen Tiszaujvaros, das nahe Budapest liegt. Ein Traditionsrennen. „Auch wenn ich noch nicht im Elite-Weltcup, sondern ,nur‘ beim Junioren-Europacup starten durfte, kann ich den Hype um das Rennen auf jeden Fall verstehen“, schreibt Henseleit. Und da ist es, das kleine Wort: „Noch“. Henseleit will sportlich hoch hinaus, sich mit den ganz Großen im Triathlon messen. Auf dem besten Weg dahin ist er. Denn in Ungarn gelang ihm sein erster Sieg in einem Junioren-Europacup.

Triathlon: Simon Henseleit erst in der Quali gefordert 

Der Modus des Wettkampfes ist ein ganz Besonderer. Denn bevor das Hauptrennen startet, müssen sich die Triathleten über ein Halbfinale qualifizieren. Bei den männlichen Junioren fand das Semifinale in drei Gruppen statt – die ersten neun jeder Gruppe sowie die drei Schnellsten der anderen Sportler sind beim Finale dabei.

Die Distanz im Halbfinale musste wegen drohenden Unwetters verkürzt werden. 250 Meter Schwimmen, sechs Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen standen an. Henseleit stieg als Vierter aus dem Wasser und radelte in der Spitzengruppe. „Nach einem Kilometer auf dem Rad fing es aber so stark zu regnen und hageln an, dass man fast die Hand vor Augen nicht sehen konnte“, sagt Henseleit. „Wir mussten äußerst vorsichtig fahren.“ Die Konkurrenz freilich auch – und so baute die Spitzengruppe ihren Vorsprung weiter aus. Der 19-Jährige schonte beim Laufen die Beine und qualifizierte sich als Achter für den Hauptlauf.

Triathlon: Simon Henseleit startet nicht optimal 

Dort standen 500 Meter Schwimmen, zwölf Kilometer Radfahren und 3,5 Kilometer Laufen auf dem Programm. „Etwas kürzer als eine normale Sprintdistanz“, sagt Henseleit. „Allerdings aus Tradition.“

Der Steingadener fühlte sich gut vorm Rennen. Das Schwimmen startete allerdings nicht optimal. „Ich fand mich mitten im Geprügel an der ersten Boje wieder und verlor wertvolle Sekunden auf die Führenden“, sagt er. Danach holte er wieder auf und stieg nach 6:31 Minuten aus dem Wasser – als 20. und mit 25 Sekunden Rückstand. Auf dem Rad fuhr er an die Spitze. Für die zwölf Kilometer benötigte er 18:12 Minuten – so schnell war kein anderer. 

Triathlon: Simon Henseleit als Führender zum Laufen 

Mit fünf Sekunden Vorsprung wechselte er als Führender auf die Laufstrecke. Dort fand Henseleit schnell seinen Rhythmus. Nach weiteren 11:07 Minuten – der viertbesten Zeit im Laufen – lief er als Erster über die Ziellinie. Mit einer Gesamtzeit von 37:03 Minuten verwies er Sasha Caterina (Schweiz/37:09 Minuten) auf Rang zwei. Dritter wurde der Deutsche Chris Ziehmer (37:15 Minuten).

„Mit dem Sieg bin ich mehr als zufrieden, da auch viele Athleten, gegen die ich bei der Junioren-WM starten werde, am Start standen“, sagt Henseleit. Der trainiert derzeit in Saarbrücken, ehe es zur Deutschen-Elite-Meisterschaft nach Berlin geht. Die steht am 3. und 4. August an – Henseleits nächste Chance, als Triathlet von sich reden zu machen.

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