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In der Besetzung (v.l.) Selina Steber, Sabine Hipp, Franziska Lindner, Ulrike Lachenmayer und Irina Tsishuk greifen die peitingerinnen nun nach der Krone Europas (Archivbild). 

Stockschießen

Peitings Frauen auf dem Weg an Europas Spitze - Modus verspricht Spannung

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An diesem Wochenende trifft sich in Südtirol die europäische Stocksport-Elite, um die Europa-Cup-Sieger zu ermitteln. Mit dabei ist auch das Frauenteam des TSV Peiting. Spannung bis zum Schluss verspricht ein besonderer Turniermodus.

Peiting – Mit dem Gewinn des Deutschen Pokals sind die Stockschützinnen des TSV Peiting in die Eis-Saison gestartet. Nun wartet der nächste Höhepunkt des Winters. An diesem Wochenende wird in Meran und Latsch der Europa-Cup für Vereinsmannschaften ausgespielt. 20 Mannschaften aus neun Nationen nehmen daran teil, und die Peitingerinnen gehören zum erweiterten Favoritenkreis.

„Das hat höchste Priorität“, sagt Christian Lindner, Stocksportchef beim TSV. „Der Europa-Cup ist der höchste internationale Wettkampf, den es im Winter für Vereinsmannschaften gibt.“ Gewonnen haben die Peitingerinnen den Wettbewerb noch nie. Über Platz drei sind sie bisher nicht hinaus gekommen. „Wir sind bestrebt, eine Medaille zu holen“, so Lindner. Die Männer des TSV standen schon zweimal ganz oben, das letzte Mal gewann Peiting 2017. Sie sind beim Männerturnier, das ebenfalls dieses Wochenende dort ausgetragen wird, aber nicht dabei. Die Qualifikation, die über die deutsche Meisterschaft im vergangenen Winter erfolgt war, hatten die Peitinger verpasst.

Die Europa-Cup-Finalrunde findet in Meran statt

Am Freitagabend findet in Naturns die Eröffnungsfeier des Frauenturniers statt. Das Peitinger Team reist bereits am Vormittag an. Ulrike Lachenmayer, Franziska Lindner, Selina Steber, Sabine Hipp und Irina Tsishuk, die in dieser Besetzung auch deutsche Meister wurden, sind in einem Wellness-Hotel untergebracht. „Wir haben von Vereinsseite alles getan, damit die Spielerinnen entspannen können“, sagt der Vorsitzende. Am Samstag beginnt die Gruppenphase. Gespielt wird in zwei Gruppen mit je zehn Mannschaften (Modus „Jeder-gegen-jeden“), die am Freitag ausgelost werden.

Am Sonntag werden in Bahnenspielen die Platzierungen ausgespielt. Der Erste der Gruppe A tritt auf Bahn eins gegen den Ersten der Gruppe B an. Der Zweite spielt gegen den Zweiten und so weiter. Der Sieger rückt jeweils eine Bahn auf, der Verlierer steigt eine ab. Es werden sechs Runden gespielt, die Mannschaften die dann auf den ersten beiden Bahnen stehen, ermitteln in zwei Spielen den Sieger. „Es ist also auch taktisch geprägt“, sagt Lindner. Der erste Platz nach der Vorrunde sei nicht unbedingt die beste Ausgangsposition. „Die coolen Teams werden Dritter oder Vierter in der Gruppe, um dann gegen einen vermeintlich leichteren Gegner besser in die Finalrunde zu starten“, erklärt er. Für die Halbfinals und das Finale steht dann ein Ortswechsel an. Denn die Sieger sollen im rund 30 Kilometer entfernten Meran, wo auch das Männerturnier stattfindet, ermittelt werden. „Vor großem Publikum und mit Livestream“, berichtet Lindner.

Europas Spitze ist im Stocksport eng zusammen

Der Peitinger Stocksportchef sagt, dass alle Teams in etwa gleich stark seien. „Man braucht auch Glück.“ Zum Favoritenkreis gehören für ihn die deutschen Teams aus Büblingshausen und Kühbach, aus Österreich Passail, Weiz und Vornholz sowie die Südtiroler aus Stegen. „Viele dieser Mannschaften sind angriffslustig“, sagt Lindner. „Das liegt uns, da wir eher eine defensivere Mannschaft sind.“ Titelverteidiger Seeham zählt Lindner nicht zu den Favoriten.

Die teilnehmenden Teams

Deutschland: RSV 1929 Büblingshausen, TSV Kühbach, TSV Massing 08, TSV Peiting. Italien: AEV Stegen, EV Lana Raika, EV Moritzing, EV Eppan Berg Raika, AESV Terlan. Österreich: ESV Union Passail, SSV ASKÖ Weiz Nord, ESV Union Vornholz, UEV Seeham. Schweiz: ESC Zug. Slowenien: DKNL Ledenko Maribor. Russland: Mahaon Moskau. Weißrussland: Real Brest. Frankreich: ESCO Caumont. Tschechien: Slavoi Stozice, SK Vcelna.

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