+
Hohe Sprünge, rasante Manöver, spritzender Dreck: Für die Zuschauer gab‘s viel zu sehen.

Valentin Kees (14) fährt der Motocross-Konkurrenz davon

  • schließen

Da knatterten die Motoren, da spritzte der Dreck: 1000 Zuschauer verfolgten das Motocross-Rennen in Reichling. Nachwuchspilot Valentin Kees drehte dabei richtig auf – und ließ die Konkurrenz alt aussehen.

Reichling – Die Wetteraussichten klangen nicht sehr verheißungsvoll. Am Rennwochenende meinte es Petrus dann aber doch gut mit den Motocross-Piloten und den Zuschauern in Reichling. Die paar Regentropfen konnten das Zweiradspektakel nicht ausbremsen. Das freute den veranstaltenden MSC Reichling, der neben 200 Startern aus ganz Südbayern auch über 1000 Zweiradfans an der Strecke begrüßen konnte.

Hohe Sprünge und ganz viel Staub: Fotos vom Motocross-Rennen in Reichling

„Das Wetter war für Motocross ideal“, sagte MSC-Vize Thomas Schelle strahlend. Nichts auszusetzen hatten die Fahrer auch an der neuen Strecke, die sich nach fast 20 Jahren etwas anders präsentierte. „Wir haben das Ganze einfach umgedreht“, erklärte Schelle. Die Fahrer mussten die Hindernisse und Sprünge damit genau von der anderen Richtung als in der Vergangenheit anfahren. „Sie waren alle damit sehr zufrieden“, berichtete Streckensprecher Reinhold Graf.

Nachwuchsfahrer Valentin Kees fährt der Konkurrenz davon

„Ich mach halt mein Zeug“: Youngster Valentin Kees im Interview.

Nicht nur für den Streckenumbau, auch beim Drumherum war der MSC, der am Rennwochenende 60 Helfer zum Einsatz brachte, ordentlich gefordert. Vor allem die Auflage, die neuralgischen Stellen der Strecken mit Bauzäunen zu sichern, brachte die Motorsportler nicht nur wegen der Arbeit in Wallung. „Das ist ein wahnsinniger Aufwand, der irgendwann nicht mehr zu stemmen ist“, sagte Schelle.

Für bessere Laune sorgte dagegen die Vorstellung von Nachwuchspilot Valentin Kees. Der 14-jährige Schwabniederhofener fuhr die Konkurrenz in Grund und Boden. „Ich mach halt mein Zeug“, meinte der schnelle Lokalmatador beim Interview lapidar. Zuvor begeisterte er wie seine Kontrahenten die Zuschauer mit Flugeinlagen und waghalsigen Manövern auf der Strecke.

Moto2-Profi Marcel Schrötter mischt sich unters Feld 

Unter die Piloten mischte sich auch wieder Marcel Schrötter, der normalerweise bei der Moto2 auf dem Rundkurs unterwegs ist. „Motocross ist mein Hobby und wenn ich Zeit habe, komme ich gerne“, erzählte der Motorrad-Profi aus Vilgertshofen. Schrötter, der für das Rennen extra aus Spanien eingeflogen kam, nutzte seinen Start als Trainingseinheit, in die Wertung floss das Ergebnis nicht mit ein.

Alle Teilnehmer mussten zwei Wertungsläufe in den verschiedenen Klassen absolvieren. Am Ende wurden die Punkte aus den beiden Ergebnisse addiert, um das Schlussklassement zu erhalten. Die Lokalmatadore wussten sich dabei durchaus im Vorderfeld zu platzieren. Praktisch in einer eigenen Liga fuhr Nachwuchspilot Valentin Kees, der die Klasse 3 und die MX 2 Jugend, in denen er alle Läufe gewann, beherrschte. Luca Harms (Apfeldorf) landete hinter Kees in der MX 2 auf Rang 2. Ebenfalls Zweiter wurde Korbinian Kees (MSC Reichling) in der Klasse 2. Lukas Socher (Peiting) belegte in der MX 2 Platz 8 und Max Grauer (Burggen) in der MX 1 Platz 14.

Auch interessant:

Der EC Peiting formt seinen Kader für die nächste Saison: Diese Spieler bleiben.

Beim Ammer-Trail-Run in Bad Bayersoien wurden dieses Jahr Top-Zeiten gelaufen.

Vier Aufstiege in fünf Jahren: Das haben die Böbinger Schützen geschafft.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare