Sportliche Aushängeschilder unter sich: Isolde Holderied als Vertreterin der „ADAC Stiftung Sport“, die seit 2019 auch Valentin Kees fördert.
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Sportliche Aushängeschilder unter sich: Isolde Holderied als Vertreterin der „ADAC Stiftung Sport“, die seit 2019 auch Valentin Kees fördert.

Motorsport

Valentin Kees hat bei der ADAC Stiftung Sport beste Voraussetzungen und eine besondere Förderin

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Von der „ADAC Stiftung Sport“ erhalten Nachwuchssportler im deutschen Motorsport Förderung und Unterstützung. Zu den wenigen Auserwählten zählt Valentin Kees.

Schwabniederhofen – Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, Motocross-Champion Ken Roczen, DTM-Sieger René Rast und der Weilheimer Motocrossfahrer Max Nagl: Sie alle wurden von der „ADAC Stiftung Sport“ gefördert. Seit 2019 gehört auch Valentin Kees aus Schwabniederhofen dem Förderkader der Stiftung an. Der 15-jährige Motocrossfahrer hat dabei namhafte Unterstützung aus der Region. Denn die zweimalige Rallye-Weltmeisterin Isolde Holderied aus Bad Bayersoien sitzt im fünfköpfigen Stiftungsrat.

„Das ist ein großes Highlight, das ist schon cool, wenn man da drin ist“, sagt Valentin Kees. „Für Valentin ist das eine große Auszeichnung“, sagt die 53-jährige Holderied. „In der Außenwirkung ist es was Besonderes, denn es zeigt, dass er einer der Besten ist.“ Seit über 20 Jahren unterstützt die „ADAC Stiftung Sport“ in ganz Deutschland Talente im Motorsportnachwuchs, um ihnen den Weg zum Profi-Dasein zu ebnen. Nur 29 Fahrer aus insgesamt neun Disziplinen werden 2020 von der Stiftung gefördert. Valentin Kees ist einer von sechs Motocrossfahrern.

Kees überzeugte bereits in der Vergangenheit

Vergangenes Jahr beendete der Schwabniederhofener den ADAC MX Junior Cup 85 auf dem vierten Gesamtrang. Diese Saison, die aufgrund der Corona-Pandemie fürs Erste bis September ausgesetzt ist, wollte er in der 125er Klasse an den Start gehen und neben dem ADAC Junior Cup auch die Europäische Meisterschaft mitfahren.

„Er hat sämtliche Voraussetzungen“, sagt Holderied. „Neben dem Talent hat er den nötigen Ehrgeiz, um in den Spitzensport zu kommen.“ Das zählt auch zu den Bedingungen, um von der Stiftung gefördert zu werden. Wer seinen Sport nur als Hobby betreibt, kann nicht auf die Unterstützung der Stiftung zählen. „In Gesprächen hört man die Ernsthaftigkeit von Fahrern schnell raus“, berichtet die ehemalige Rallye-Weltmeisterin. Wer ganz nach oben will, müsse alles andere hinten anstellen. Bevor die Nachwuchsfahrer aber bei der Stiftung vorstellig werden und dann auch einen Test zu absolvieren haben, müssen sie erst einmal gesichtet werden. Dafür hat die Stiftung für jede Disziplin Spezialisten, die sich nach Talenten umschauen. Zudem kann jeder ADAC-Regionalclub Fahrer melden, die dann überprüft werden.

Unterstützung in diversen Bereichen

Haben es die Talente in den Förderkader geschafft, dürfen sie sich über eine umfangreiche Förderung freuen. Höchstens fünf Jahre erhält ein Fahrer Unterstützung von der Stiftung, drei Jahre davon wird er auch finanziell gefördert, denn „Motorsport ist sehr teuer“, weiß Holderied. Neben dem finanziellen Aspekt gehören beispielsweise Leistungsdiagnostiken, Hilfe bei der Sponsorensuche, Ernährungstipps, mentales Training und Medienschulungen zu den Leistungen der gemeinnützigen Stiftung, die ihr Geld aus Spenden bezieht.

Kees, der für den MSC Reichling startet, erhält von der Stiftung zudem Unterstützung für Trainingslager bei Max Nagl, einem seiner Vorbilder. Der Weilheimer Motocrossfahrer, der einst selbst von der Stiftung gefördert wurde, hat sich im belgischen Lommel ein Trainingszentrum errichtet. Dort gibt er sein Wissen an ausgewählte Nachwuchsfahrer weiter. Von morgens bis abends wird trainiert – im Fitnessraum und auf der Rennstrecke, berichtet Kees.

Hauptaufgabe im Rallye-Sport

Denn die Motocrossfahrer müssen noch etwas fitter sein als die Rallye-Fahrer, so Isolde Holderied. Sie gehört seit 2014 dem Stiftungsrat an. „Mir liegt das sehr am Herzen“, sagt sie. „Bei mir ging es auch so los.“ Durch ihren ehrenamtlichen Job in der Stiftung habe sie nun die Möglichkeit, weiterzuhelfen. Dabei liegt ihre Hauptaufgabe im Rallye-Sport, den sie über so viele Jahre erfolgreich betrieben hat. Ihr Interesse für Motocross und Valentin Kees rührt aus der räumlichen Nähe. Denn zwischen Kees Wohnort, Schwabniederhofen und Bad Bayersoien, wo Holderied lebt, liegen nur gut 20 Kilometer.

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