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Hohenpeißenberg mit „zu vielen individuellen Fehlern"

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Hohenpeißenberg - Das Fußballjahr 2013/14 hatte Höhen und Tiefen, Gewinner und Verlierer – in einer Serie nehmen wir die Auf- und Absteiger der abgelaufenen Spielzeit nochmal genau unter die Lupe. Heute: Kreisklassen-Absteiger TSV Hohenpeißenberg.

Frust und Trauer verspürten die Hohenpeißenberger Fußballer nach dem Abstieg aus der Kreisklasse schon, aber einen Schuldigen habe laut Trainer Thomas Jocher keiner gesucht. Denn der Misserfolg ließ sich anhand mehrerer Faktoren deutlich erklären. „Das Hauptmanko

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waren sehr viele individuelle Fehler in der Abwehr, die wir über die komplette Saison nicht abstellen konnten“, bedauert Jocher, dessen Mannschaft satte 65 Gegentore kassierte, das sind fast drei pro Partie und definitiv zu viele. Hinzu käme, dass die Mannschaft sehr jung sei, in den zwei Spielzeiten zuvor vom Erfolg verwöhnt war und mit dem Druck im Abstiegskampf nicht wirklich zurechtgekommen sei. Und zu guter Letzt fehlten auch die Tore von Thomas Jerouszek, der vor der Saison nach Peißenberg zurückgewechselt ist. „Als Ausrede lasse ich das aber nicht gelten“, betont Jocher ausdrücklich.

Insbesondere in der Hinrunde fehlte es den Hohenpeißenbergern an der Stabilität im Defensiv-Bereich. Ein Grund dafür war der verletzungsbedingte Ausfall von Stammtorhüter Andreas Krönauer. „Ohne ihn haben wir gleich sieben Spiele in Folge verloren“, so Jocher, der in Krönauer einen sehr wichtigen Rückhalt für den Abwehrverbund sieht. „Er strahlt viel Sicherheit aus und kann auch mal einen Sieg festhalten.“ Genau das fehlte der Mannschaft ohne den Schlussmann in der Hinrunde, in der man mit nur neun mageren Pünktchen als Tabellenletzter bereits zur Saisonhalbzeit mit dem Rücken zur Wand stand.

Doch zum Rückrundenauftakt, der noch vor der Winterpause gespielt wurde, keimte wieder Hoffnung auf. Zwei Siege in Folge erbrachten den langersehnten Anschluss an die Nichtabstiegsränge. Mit nur zwei Punkten Rückstand war man wieder voll im Geschäft. Zudem meldete sich Krönauer wieder fit, und das viertägige Trainingslager in Manerba am Gardasee sei laut Jocher sowohl sportlich als auch menschlich ein voller Erfolg gewesen.

Erfolgreich begann auch der Auftakt ins Frühjahr. Hohenpeißenberg startete eine Serie, blieb fünf Spiele in Folge ungeschlagen. Allerdings verbuchte man in diesen Wochen auch drei Unentschieden, die einem bekanntlich nicht wirklich weiterhelfen. Und so kämpfte man ständig an der Schwelle der Nichtabstiegs- und Abstiegsrelegationsplätze. Auf einen wichtigen Sieg folgte ein ums andere Mal eine deutliche Niederlage. Das kostete die Spieler viel Kraft und Nerven, die am Ende im „Endspiel“ um den direkten Klassenerhalt gegen den TSV Rott vor allem im mentalen Bereich entscheidend gefehlt haben. Es folgte die Relegation gegen den FV Walleshausen. Obwohl man das Relegationsrückspiel mit 2:1 gewann, konnte die 1:3-Hinspielniederlage auf heimischem Rasen nicht mehr wettgemacht werden – der Abstieg war damit besiegelt.

Trotz der aus Jochers Sicht sehr schwachen Bilanz seiner allerersten Saison als Herrentrainer sitzt er fest im Sattel und möchte zur neuen Saison wieder voll angreifen. „Die Hohenpeißenberger Vorstandschaft hat schon mehrfach betont, dass sie mich unbedingt als Trainer behalten wollen.“ Und auch die Spieler seien sich einig, dass es am Training definitiv nicht lag. Jocher genießt also die volle Rückendeckung.

Damit es mit dem direkten Wiederaufstieg klappt, möchte Jocher die richtigen Schlüsse ziehen und entsprechende Änderungen vornehmen. „Ich werde in manchen Dingen härter durchgreifen, in der Ansprache konsequenter werden.“ Schließlich stünde ihm – vorausgesetzt, es sind alle Akteure fit – ein 18-Mann-Kader zur Verfügung. Ein hohes Maß an Disziplin sei hierbei gefragt. „Wer nicht mitzieht, darf sich auch nicht wundern, in der zweiten Mannschaft zu spielen.“ Der Kampf um die Stammplätze beginnt für die Hohenpeißenberger Fußballer am 8. August. Mit einem dreitägigen Trainingslager „Dahoam.“

Johannes Schelle

Die ersten beiden Folgen der Serie finden Sie hier:

Altenstadt: Neuanfang mit neuem Coach

Bernbeuren: Meister der Zahlen

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