+
Mit knapp 300 km/h über den Asphalt: Auf seiner neuen Kalex-Maschine will Marcel Schrötter in der Moto2 auch 2019 angreifen und wieder aufs Podest fahren.

Auftakt der Moto2-Weltmeisterschaft

Marcel Schrötter startet in neue Saison und teilt sich die Box mit einem ehemaligen Weltmeister

Am kommenden Wochenende beginnt die neue Moto2-Weltmeisterschaft. Mit dabei ist der Vilgertshofener Marcel Schrötter - im Team mit einem ehemaligen Weltmeister. 

Vilgertshofen/Katar – Die Vorbereitungszeit war stressig für Marcel Schrötter. Zunächst fanden im Februar Testfahrten auf der Rennstrecke im spanischen Jerez statt. Anschließend ging es nach Zürich zur Teamvorstellung seines Rennstalls: der deutschen Mannschaft Dynavolt Intact GP. Kurz besuchte der 26-Jährige seine Familie zuhause, ehe am vergangenen Wochenende in Katar die letzten Tests vor dem Start der Rennserie abgehalten wurden.

Der Vilgertshofener geht in seine achte Moto2-Saison, der weltweit zweithöchsten Motorradrennklasse. Zum dritten Mal in Folge startet er für den deutschen Rennstall. Auf seiner Kalex-Maschine feierte er in der vergangenen Saison sein bisher bestes Abschneiden in der Moto2-WM. Er landete auf Rang acht der Gesamtwertung und fuhr seinen ersten Podestplatz in der Moto2 ein. Dementsprechend ambitioniert gehen er und sein Team auch in die neue Saison.

Marcel Schrötter startet in die neue Saison - im Team mit einem ehemaligen Weltmeister

Zudem hat Schrötter einen neuen Teamkollegen an seine Seite bekommen. Mit dem ehemaligen Weltmeister Thomas Lüthi (Schweiz) wird sich Schrötter in dieser Saison die Box teilen. 2005 gewann Lüthi den Titel in der mittleren der drei Motorradklassen. Nach einem Jahr auf der großen Bühne der MotoGP kehrt der 32-Jährige nun in die Moto2 zurück. „Es ist eine gute Kombination und wir kommen sehr gut miteinander aus. Für mich ist es interessant zu sehen, wie Tom in der Box arbeitet. Da kann ich mir mit Sicherheit auch ein paar Punkte abschauen oder kann vergleichen, was macht er oder was mache ich besser“, sagt Schrötter über seinen Teamkollegen.

Neue Ära in der Moto2

Vor der Saison wurden die beiden Piloten mit neuen Bikes ausgestattet. Die 2019er-Kalex-Rennmaschinen mit den 765ccm Dreizylinder Triumph-Motoren und der Magneti Marelli-Elektronik sollen das deutsche Team in die Weltspitze bringen. Damit beginnt in der Moto2 eine neue Ära. Nach neun Jahren mit den Honda-CBR 600RR-Einheitsmotoren sind die Motorräder nun mit Triumph-Motoren besetzt.

Der abschließende Test vor dem WM-Auftakt verlief vielversprechend für die Dynavolt Intact-Crew. Lüthi fuhr in den drei Tagen auf dem „Losail International Circuit“ nahe Doha insgesamt die zweitschnellste Zeit. Er lag 0,224 Sekunden hinter dem Briten Sam Lowes (1:58,439 Minuten). Schrötter beendete den Test als Gesamtfünfter. Mit 1:58,787 Minuten fuhr er seine beste Runde in der letzten Session, die er außerdem gewann. „Rückblickend auf die vergangenen drei Tage muss ich sagen, dass es ein sehr guter Test war. Wir sind Schritt für Schritt vorwärtsgekommen und auch der Spitze immer näher gerückt. Wir haben uns wirklich ständig verbessert, ohne dabei irgendwelche verrückten Dinge zu machen“, so Schrötter.

WM-Auftakt am Sonntag in Katar

Der WM-Auftakt wird als Nachtrennen ebenfalls auf dem „Losail International Circuit“ stattfinden. Rennbeginn ist am Sonntag, 10. März, um 16.20 Uhr deutscher Zeit. Das Qualifying auf der 5,380 Kilometer langen Strecke wird tags zuvor ab 16.25 Uhr ausgetragen. Zu sehen sind alle Rennen auf Servus TV sowie auf der Streaming-Plattform DAZN.

von Phillip Plesch

Das könnte Sie auch interessieren:

Verpatzte WM-Generalprobe lässt Nagl kalt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Skilanglauf: Youngster Korbinian Heiland hat ein hohes Ziel
In der Heimat ist Schnee Mangelware, deswegen muss Skilangläufer Korbinian Heiland ins Ausland ausweichen. Dort ist er recht erfolgreich - und hat nun die WM-Norm im …
Skilanglauf: Youngster Korbinian Heiland hat ein hohes Ziel
Hohenpeißenberg noch sieglos, aber zuversichtlich
Als Nachrücker doch noch in die Verbandsliga Südwest aufgestiegen, laufen die Tischtennis-Herren des TSV Hohenpeißenberg der Musik bislang hinterher. Den Klassenerhalt …
Hohenpeißenberg noch sieglos, aber zuversichtlich
Verticallauf im Teutoburger Wald: Konrad Vogl trotzt dem Schlamm
Zum Saisoneinstand zog es Ultraläufer Konrad Vogl in den Teutoburger Wald: Beim „Hünenburger Verticallauf“ ging es vor allem darum, Höhenmeter zu sammeln. Das machte …
Verticallauf im Teutoburger Wald: Konrad Vogl trotzt dem Schlamm
Peitings Frauen stark, Peitings Männer schwach
Peitings Eisstockschützen sind bekannt für Top-Ergebnisse. Die Frauen lieferten ein solches auch wieder in der Bundesliga. Die Männer aber steckten tief im Abstiegskampf.
Peitings Frauen stark, Peitings Männer schwach

Kommentare