Erneut in der Bayernliga am Start: Thomas Ludwig und die SG Peiting-Schongau wollen heuer mehr Siege als in der vergangenen Saison holen.
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Erneut in der Bayernliga am Start: Thomas Ludwig und die SG Peiting-Schongau wollen heuer mehr Siege als in der vergangenen Saison holen.

KEGELN

Vorfreude trotz vieler Auflagen - Nun starten auch die Vereine in den bayerischen Ligen – SG bleibt bestehen

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Mit Verspätung starten jetzt auch die Kegler in den bayerischen Ligen in die Saison. Die ist jedoch keine gewöhnliche.

Landkreis – Die ersten Spiele in den unteren Ligen des „Kegelkreises Zugspitze“ sind in den vergangenen Tagen schon absolviert worden. Das Gros der Teams aus dem Landkreis und vor allem die höheren Spielklassen in Bayern starten nun am kommenden Wochenende in eine Spielzeit, die aufgrund von Corona eine besondere ist.

Die meisten Mannschaften schickt die SG Peiting-Schongau ins Rennen. Ein Frauen-Team, vier Männermannschaften sowie eine gemischte Truppe bietet die Spielgemeinschaft auf. Der Zusammenschluss der Peitinger und Schongauer Spieler war zunächst auf Probe angelegt. Das Projekt funktionierte, bei einer Sitzung kamen die Beteiligten zu folgendem Schluss: „Wir bleiben zusammen“, sagt Volker Hickisch von Blau-Weiß Peiting. Die erste Männer-Mannschaft der SG ist zugleich die höchstklassige im Landkreis; sie spielt wie im vergangenen Jahr in der Bayernliga.

Keine Mannschaft muss absteigen

Da wegen Corona besondere Bedingungen herrschen, konnten Vereine – ohne Nachteile befürchten zu müssen – Mannschaften für heuer vom Spielbetrieb abmelden. Für die SG kam eine derartige Pause nicht infrage, auch wenn über das Thema intern diskutiert wurde. „Wenn man ein Jahr aussetzt, dann kann ein Neuanfang schwierig werden“, sagt Hickisch. Die Frage ist unter anderem, ob dann alle Spieler bei der Stange bleiben. Die SG freut sich jedenfalls auf die Saison, das wird im Gespräch mit Hickisch klar. Da der Abstieg ausgesetzt ist, kann die Mannschaft recht beruhigt die Saison angehen. In der vergangenen, am Ende abgebrochenen Saison reichte es für die SG nur zum vorletzten Platz (4:28), wobei mehrere der Niederlagen sehr knapp ausfielen. Ein Aufstieg ist heuer in den bayerischen Ligen durchaus möglich.

Der Kader der ersten SG-Mannschaft umfasst acht Spieler. Da sind die „Schongauer“ Andreas Seiband, Thomas Feuchtinger, Marcus Wolf sowie die „Peitinger“ Ludwig Thomas, Christoph Sporer, Andreas Schlachtbauer, Thomas Schlachtbauer und Michael Schlachtbauer. Routinier Hickisch kann nicht eingreifen; ein Schlüsselbeinbruch, den er sich beim Mountainbiken zugezogen hat, zwingt ihn zum Aussetzen. Zuletzt hat die SG ein Testspiel bestritten, gegen den Landesligisten SG Steppach-Deuringen gab es einen 6:2-Erfolg (3345:3191 Holz). Thomas Feuchtinger (600 Holz) und Christoph Sporer (603) erzielten dabei ganz starke Resultate. Das erste Heimspiel – vorgesehen für Samstag, 10. Oktober – wurde auf Wunsch des Gegners, des BC Schretzheim, verlegt. Es soll nun am Samstag, 14. November, stattfinden.

Neun Mannschaften gehören der Bayernliga Süd an. Die SG-MBB Augsburg hat auf ihre Teilnahme verzichtet. Auch in anderen Ligen sind nicht alle Teams am Start, was nicht unbedingt an etwaigen Bedenken von Spielern liegen muss, sondern auch darin begründet sein kann, dass nötige Hygienekonzepte auf einzelnen Anlagen nicht umgesetzt werden können. Diverse Vorgaben, dazu zählt auch Stoßlüften, sorgen dafür, dass die Wettkämpfe nun deutlich länger dauern als bislang. Auf der Bahn in Schongau sind pro Team neben den Spielern und Betreuern nur fünf Zuschauer zugelassen, so Hickisch.

Zahlreiche Landkreisduelle in Landes- und Bezirksoberliga

In der Landesliga Süd der Frauen haben sich nur fünf Teams zum Spielbetrieb angemeldet, davon kommen aber drei aus dem Landkreis. Die SG Peiting-Schongau ist ebenso mit von der Partie wie der SKC Fortuna Penzberg (Heimspiele wegen Hallensanierung in Seeshaupt) und der SKC Frischauf Weilheim. Daneben treten noch die beiden Allgäuer Teams SKC Unterthingau und Goldener Kranz Durach an. Vollbesetzt mit zehn Klubs ist die Landesliga Süd der Männer. Dort spielt der SKC Gut Holz Eberfing als Aufsteiger; Saisonziel ist ein Mittelfeldplatz. „Jeder ist heiß. Es wird Zeit, dass es losgeht“, sagt SKC-Spieler Andreas Gattinger.

Die höchste Spielklasse in Oberbayern ist die Bezirksoberliga der Männer. In ihr treten in dieser Saison neun Mannschaften an, vier davon sind aus dem Landkreis. Der SKC Fortuna Penzberg hat in der vergangenen Spielzeit den dritten Platz belegt, der FC Seeshaupt wurde Vierter. Hinzu kommen noch Frischauf Weilheim und die SG Peiting-Schongau II. Der SKC Winhöring hat auf die Teilnahme verzichtet.

Schon längst im Spielbetrieb stehen die Teams in den Bundesligen. Sie haben Mitte September die Saison begonnen. In der 2. Bundesliga Süd der Frauen ist der FC Seeshaupt als Aufsteiger am Start. Nach einer Niederlage zum Start (2:6 gegen Gaisbach) gab es ein Unentschieden im ersten Heimkampf (4:4 gegen Weidenstetten). Am kommenden Sonntag, 11. Oktober, steht erneut ein Spiel auf eigener Anlage auf dem Programm. Gegner ist der SKV Bonndorf (Schwarzwald).

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