Hauptfeldwebel Stefan Wiesner beim Anflug auf die Zielscheibe beim Parachute-World-Cup in Rijeka
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Hier landet der spätere Gesamtsieger: Hauptfeldwebel Stefan Wiesner zeigte einmal mehr seine Extraklasse und gewann die Einzelwertung mit insgesamt drei Zentimetern Abweichung nach acht Runden.

FALLSCHIRM: World Cup

Stefan Wiesner und Robin Griesheimer siegen in Rijeka

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
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Erfolgreicher Saisonstart für die Fallschirmspringer aus Altenstadt: Beim World Cup in Rijeka holte die Bundeswehr-Sportfördergruppe mehrere Medaillen. Die Bedingungen waren recht anspruchsvoll.

Rijeka – Der Wettbewerb im kroatischen Rijeka ist seit Jahren fester Bestandteil des World-Cup-Kalenders. Und immer wieder stellen die Bedingungen dort die Zielspringer vor besondere Herausforderungen. Das Terrain einige Kilometer nordöstlich von Rijeka, auf dem gelandet wird, sorgt mit den Bergen und dem nahen Meer für spezielle Windverhältnisse. In diesem Jahr herrschten an den beiden Wettkampftagen überdies noch Regen und viele Windrichtungswechsel.

Dennoch wussten die Springer aus Deutschland und vor allem der Sportfördergruppe Altenstadt zu überzeugen. Mit fünf Medaillen (2 x Gold/2 x Silber/1 x Bronze) kehrten die Soldatinnen und Soldaten zurück. Der Trainer, Hauptfeldwebel Elischa Weber, sprach von einem „sensationellen Start in die Wettkampfsaison“.

Trainer Elischa Weber ist absolut zufrieden

Nachdem im vergangenen Jahr wegen Corona nur wenige Springen stattfanden und es keine Weltcup-Wertung gab, sind für heuer zumindest fünf World-Cups angesetzt. Austragungsorte sind Rijeka (Kroatien), Bled (Slowenien), Belluno (Italien), Thalgau (Österreich) und Locarno (Schweiz). Der im Juli in Deutschland vorgesehene Wettkampf in Zweibrücken ist schon aufs Jahr 2022 verschoben.

Silber in der Team-Wertung: die Mannschaft der Sportfördergruppe (links, mit Kai Erthel, Stefan Wiesner, Christian Kautzmann, Robin Griesheimer, Christoph Zahler). Gold und Bronze ging an Springer aus der Tschechischen Republik.

In Rijeka landete die Sportfördergruppe in der Mannschaftswertung mit einer Abweichung von 64 Zentimetern hinter dem Military-Team I der Tschechischen Republik (37) auf dem zweiten Platz. 19 Teams standen am Ende in der Ergebnisliste.

In der Einzelwertung zeigte einmal mehr Hauptfeldwebel Stefan Wiesner seine Extra-Klasse: Der mehrfache Weltmeister gewann mit einer Abweichung von nur drei Zentimetern nach acht Runden vor den beiden Tschechen Miloslav Kriz (4) und Jiri Gecnuk (5). Wiesner hatte in sechs Runden einen Nuller erreicht. Das heißt, er traf dabei den nur zwei Zentimeter durchmessenden elektronischen Zielpunkt ganz genau. Bei den Junioren holte sich Stabsunteroffizier Robin Griesheimer (18) die Goldmedaille. Mit ihm stand Stabsunteroffizier Nils Kammer (25) mit der Bronzemedaille auf dem Podest. Tatjana Gustke (21) gewann Silber bei den Frauen. In dieser Wertung war die Schweizerin Erica Franz mit einer Abweichung von zehn Zentimetern (vier Nuller) allen anderen voraus.

Stefan Wiesner gewinnt mit einer Abweichung von drei Zentimetern

Für die Neuen in der Sportfördergruppe bildete das Zielspringen in Rijeka „eine super Möglichkeit, ein bisschen Wettkampfluft zu schnuppern und das Erlernte aus den vorangegangenen Trainingseinheiten in Italien und Spanien umzusetzen“, so die Bundeswehr in einer Mitteilung. Obergefreiter Elias Kammer (44), Gefreiter Samuel Wallrath (53) und Gefreiter Mathias Demmler (42) gehören seit diesem Januar der Altenstadter Gruppe an.

Mit dem Werksteam des Fallschirm-Herstellers „Paratec“ war Gerhard Wagner (58) nach Kroatien gereist. Der Schongauer, derzeit auch Präsident der „Parachute World Cup Series“, hatte nach acht Runden eine Abweichung von zwölf Zentimetern (zwei Nuller) zu Buche stehen. In der Master-Wertung wurde er damit Siebter, in der Gesamtwertung nahm er den 19. Platz unter 82 Männern ein. In der Teamwertung landete die Paratec-Truppe auf dem zehnten Rang. Wagner war teamintern hinter Sascha Lasotta (10) Zweitbester beim World-Cup. Beide gehörten früher auch der Altenstadter Sportfördergruppe an.

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