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Zauberfußball vom weiblichen David Alaba

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Die Siegermannschaft von „Innsbrooklyn United“ mit der Torschützenkönigin (20 Treffer) und besten Spielerin des Turniers, Niki Billa (Vo., 2. vo. re.). © Roland Halmel

Peiting - Viele Teams aus Nah und Fern, Frauen-Fußball auf hohem Niveau: Das war beim Hallenturnier der Peitinger Damen geboten. Eine Österreichische Nationalspielerin schießt dabei „Innsbrooklyn United“ zum Turniersieg.

Seit über drei Jahrzehnten gibt es inzwischen das internationale Hallenfußballturnier der Peitinger-Fußball-Frauen. So prominent besetzt wie bei der 35. Auflage jetzt war es jedoch selten. „Das ist doch der weibliche David Alaba Österreichs“, raunte ein Zuschauer seinem Nebenmann beim Finale zu.

In der Tat hat Niki Billa, die beim Innsbrucker Team spielte, in ihrer Heimat einen Namen im Fußball wie der Bayernprofi. Schließlich ist sie im Vorjahr Torschützenkönigin der ersten Liga in der Alpenrepublik geworden. Und dass dies nicht von ungefähr kam, hat die 18-jährige österreichische Nationalspielerin jetzt auch in Peiting gezeigt: Mit 20 Treffern wurde Billa Torschützenkönigin und zudem zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

Auch dem Finale gegen Skyblue Neu-Isenburg aus der Hessischen Verbandsliga, das Billas Team von „Innsbrooklyn United“ klar mit 6:2 gewann, drückte sie ihren Stempel auf. „Ich habe ja schon viele Endspiele gesehen, aber so einen Spitzenfußball noch nie“, schwärmte danach Peitings Bürgermeister Michael Asam bei der Siegerehrung. „Das war wirklich hohes Niveau“, pflichtete ihm Hubert Strobel, Abteilungsvize der Peitinger Fußballer, bei.

Zu diesem Top-Niveau reichte es bei den Gastgeberinnen, die zwei Teams ins Rennen schickten, nicht. Die Mannschaft Peiting-Rot mit Spielerinnen hauptsächlich aus der ersten Mannschaft, landete auf Platz 15, und Mannschaft Blau, die sich vor allem aus der zweiten Garnitur rekrutierte, belegte Platz 19.

„Wir wären natürlich gerne ein bisschen besser platziert gewesen“, räumte danach Peitings Trainer David Stegherr ein. „Spaß hat es allen aber trotzdem gemacht“, ergänzte der Trainer, der mit vielen ganz jungen Spielerinnen auflief. „Die waren vielleicht noch ein bissl nervös.“

Vor allem am Finaltag war die Tribüne gut gefüllt. Gleiches galt auch für den Saal bei der traditionellen Player-Party in der Zechenschenke, in dem es zwischen den beiden Turniertagen bis in die Morgenstunden rund ging. „Das hat man den Mannschaften aber nicht angemerkt“, sagte Asam schmunzelnd.

Grund zum Strahlen hatte Turnierchefin Theda Smith-Eberle, die mit ihrem Helferteam trotz einer Ausweitung des Teilnehmerfelds von 16 auf 20 Teams für einen weitgehend reibungslosen Ablauf sorgte. „Es gab kleine Unebenheiten, weil einige Mannschaften ihre Platzierungsspiele vorziehen wollten“, erklärte Smith-Eberle. Die Resonanz auf das Turnier war im Vorfeld so groß, dass sie sogar einige Interessenten abweisen musste. „Vielleicht sind die Mädels froh, statt Futsal mal wieder Hallenfußball zu spielen“, erklärte die sich das steigenden Interesse.

Stark vertreten waren diesmal auch die Fußballerinnen aus dem Landkreis. Mit der SG Böbing/Uffing (Platz 14), dem SC Huglfing (Platz 10) und dem TSV Peißenberg waren gleich drei Nachbarvereine vertreten.

Letzteres Team aus der A-Klasse schoss ergebnistechnisch den Vogel ab: Die Peißenbergerinnen düpierten zahlreiche höherklassige Teams und landeten auf dem starken dritten Platz. Freuen durfte sich am Ende auch Christina Nägele von Salamander Türkheim, die zur besten Torfrau gewählt wurde. Der SC Pöcking-Possenhofenwurde mit dem Fairnesspreis ausgezeichnet.

Roland Halmel

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