Vom kräftigen Wellengang ließ sich der Deutsche Touring Yacht-Club nicht unterkriegen.
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Vom kräftigen Wellengang ließ sich der Deutsche Touring Yacht-Club vor Warnemünde nicht unterkriegen.

MYC Fünfter an der Ostsee

Durchschnaufen am vorletzten Spieltag: DTYC darf wieder vom Klassenerhalt in der Segel-Bundesliga träumen

  • VonChristian Heinrich
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Für die drei Segel-Teams vom Starnberger See lief es ordentlich am vorletzten Bundesliga-Spieltag. Eine Crew schöpft wieder neue Hoffnung, eine kommt immer besser in Fahrt.

Starnberg/Tutzing – Der Deutsche Touring Yacht-Club befindet sich wieder unter den Lebenden. Der siebte Platz, den Julian Stückl, Tobias Bolduan, Jakob Achterberg und Theresa Löffler am vorletzten Spieltag der Segel-Bundesliga in Warnemünde herausgefahren haben, lässt den Tutzingern alle Möglichkeiten für das Finale in Berlin offen. Nur noch vier Punkte beträgt der Rückstand des DTYC zum gesicherten Mittelfeld, nachdem es zuvor noch deren 13 gewesen waren.

„Sie werden es schaffen“, sagt Micki Liebl. Der Manager des Münchner Yacht-Clubs ist überzeugt, dass der Tabellenvorletzte am letzten Spieltag noch den Kopf aus der Schlinge ziehen wird. Liebl kann dem Törn auf dem Wannsee in aller Seelenruhe entgegensehen. An der Ostsee machten Manuel Wunderle, Sebastian Frenzer, Julius Neszvecsko und Jannik Pöhlmann den Klassenerhalt mit einem staken fünften Rang so gut wie klar.

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„Uns kann nur rechnerisch noch was passieren“, sagt Liebl. Aktuell logiert sein Team auf dem zehnten Gesamtplatz und ist 14 Punkte von der Abstiegszone entfernt. Statt nach hinten können die Starnberger ihre Augen sogar nach vorne richten.

Ebenso wie der Bayerische Yacht-Club, der in Warnemünde nicht über den 13. Rang hinauskam und sich als Tabellenachter in Reichweite des MYC befindet. Sechs Punkte beträgt der Unterschied zwischen den beiden Nachbarn aus der Kreisstadt.

Dass sein Team diesen Rückstand aufholen kann, steht für Liebl außer Zweifel. „Sie haben mir schon angekündigt, dass sie in Berlin noch einen raushauen werden“, berichtet der MYC-Manager. Er ist schon gespannt, wie sich sein Quartett, das in der Bundeshauptstadt erneut in derselben Besetzung antreten wird, dann schlägt.

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Dem Tabellenzehnten ist einiges zuzutrauen. Zwar führt kein Weg daran vorbei, dass die Profis von ONEKiel in Berlin die Meisterschaftsschale in Empfang nehmen, da ihr Vorsprung auf Platz zwei mit 16 Punkten nahezu monströs ist. Doch die Crew von der Possenhofener Straße bildet zurzeit das wohl stärkste Nachwuchsteam in der Liga. „Das sind vier, die miteinander harmonieren“, schwärmt Liebl. „Wenn man einen rausnehmen und durch einen anderen ersetzen würde, wäre es schon nicht mehr das Team.“

Vollkommen fehlerfrei war der Auftritt des MYC an der Ostsee nicht. Micki Liebl ärgerte sich über die schwache Mini-Serie (5/4/5), die sich seine Burschen zwischendurch leisteten. Interessanterweise benötigte das Team aber keinerlei Input von außen, um das Problem zu beheben. „Sie analysieren sehr gut“, so der Teamchef.

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Deshalb bereiteten ihnen auch Wind und Welle vor Warnemünde keinerlei Schwierigkeiten, die naturgemäß die Segler von den Binnengewässern an den Rand des Wahnsinns treiben können. Liebl: „Alle Manöver funktionieren perfekt.“

Im zehnten Flight feierte der Münchner Yacht-Club dann noch seinen kleinen inoffiziellen Triumph. Da die vier bayerischen Vereine aktuell nichts bei der Vergabe der Deutschen Meisterschaft mitzureden haben, einigten sie sich darauf, das zehnte Rennen, in dem sie zufälligerweise alle aufeinandertrafen, als weiß-blaue Titelkämpfe zu werten.

Erster wurde der MYC, Zweiter der Bayerische Yacht-Club, Dritter der Deutsche Touring Yacht-Club und Vierter der Chiemsee Yacht-Club. Liebl über seine Crew: „Das hat sie sich nicht nehmen lassen.“

hch

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