Der Bolide für die neue Saison: Wie im Vorjahr sitzt Christian Engelhart auch heuer wieder bei den ADAC GT Masters im Cockpit eines Porsche 911 GT3 R – diesmal allerdings für das Rennteam „KÜS Team75 Bernhard“.
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Der Bolide für die neue Saison: Wie im Vorjahr sitzt Christian Engelhart auch heuer wieder bei den ADAC GT Masters im Cockpit eines Porsche 911 GT3 R – diesmal allerdings für das Rennteam „KÜS Team75 Bernhard“.

Ziele mit dem neuen Team

Engelhart auf Mission Titelverteidigung: Starnberger Rennfahrer startet in die Saison der Supersportwagen

  • Michael Baumgärtner
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Christian Engelhart will der erste Fahrer werden, der seinen Titel in der Rennserie ADAC GT Masters verteidigt. Der Starnberger versucht das mit einem neuen Team.

Starnberg – Christian Engelhart hat Blut geleckt. Nach mehreren vergeblichen Anläufen gewann der 34-jährige Rennsport-Profi aus Starnberg im vergangenen Jahr erstmals die ADAC GT Masters. Vor der Saison war er ins neu gegründete Porsche-Team des Münchner Rennstalls „SSR Performance“ gewechselt, mit dem er zusammen mit seinem Partner Michael Ammermüller auf Anhieb die Titel in der Fahrer- und Teamwertung holte.

Am 16. Mai beginnt in Oschersleben die neue Rennsaison, und Engelhart hat ein ehrgeiziges Ziel: Der Starnberger will den Titel verteidigen. „Ich wäre der erste Fahrer, der das schafft“, sagt er.

ADAC GT Masters: Christian Engelhart will die Titelverteidigung - mit neuem Team

Da wirkt es doch etwas kurios, dass Engelhart im Winter den Rennstall wechselte. Er verließ „SSR Performance“ und schloss sich dem „KÜS Team75 Bernhard“ an, das im Vorjahr nur Rang neun in der sogenannten Liga der Supersportwagen belegt hatte. „Das hat sich einfach so ergeben“, sagt Engelhart.

Im Winter habe er viele Gespräche geführt, „und dann hatte ich die Möglichkeit, mit Thomas Preining zu fahren“. Zusammen mit dem österreichischen Porsche-Profi die Mission Titelverteidigung anzugehen, „war für mich die attraktivste Entscheidung“, erklärt der 34-Jährige.

ADAC GT Masters: Neues Team, bekanntes Auto für Engelhart

Groß umstellen muss sich Engelhart nicht, denn wie schon im so erfolgreichen vergangenen Jahr sitzt er in einem Porsche 911 GT3 R. Technische Veränderungen am Auto gab es so gut wie keine, „und auch die Reifen von Pirelli sind die gleichen wie letzte Saison“. Die Testfahrten vergangene Woche auf dem Hockenheimring jedenfalls verliefen bereits vielversprechend. „Es hat schon alles top funktioniert, auch wenn wir dann die Tests wegen Schneefalls abbrechen mussten“, erzählt Engelhart.

Neuer Teampartner: Christian Engelhart (l.) fährt zusammen mit dem Österreicher Thomas Preining.

Die offiziellen Testfahrten der Masters, bei denen 30 GT-Fahrzeuge von acht unterschiedlichen Herstellern am Start sein werden, finden am 20. und 21. April in Oschersleben statt. Diese will Engelhart nutzen, um seine neue Mannschaft und vor allem auch seinen neuen Partner Preining noch besser kennenzulernen.

Schon dieses Wochenende steht die GT-World-Challenge Europe an

Zuvor aber steht für den Starnberger bereits das erste Rennen in der GT-World-Challenge Europe – quasi die Europameisterschaft der Supersportwagen – auf dem Programm. An diesem Sonntag, 18. April, bestreitet er mit seiner italienischen Mannschaft von Dinamic Motorsport das Langstreckenrennen von Monza. Im Vorjahr belegte Engelhart mit seinen beiden Mitstreitern Sven Müller und Matteo Cairoli in der Endurance-Wertung den dritten Rang.

Heuer will er mit Klaus Bachler und Cairoli „wieder um den Sieg mitfahren“. Zudem nimmt er erstmals auch den gesamten Sprint-Cup der GT-World-Challenge Europe mit. Da teilt er sich das Cockpit mit Adrien de Leener (Belgien).

Neben seinen sportlichen Ambitionen wünscht sich Christian Engelhart vor allem, dass die Rennen endlich bald wieder mit Zuschauern vonstattengehen können. „Durch die Hygienemaßnahmen wegen Corona gibt es schon enorm viele Einschränkungen“, sagt er. Vor vollen Tribünen zu fahren, sei schon ein ganz anderes Gefühl. „Und auch die Atmosphäre im Fahrerlager fehlt einfach.“

mib

Renntermine

ADAC GT Masters

16. Mai: Oschersleben

13. Juni: Spielberg/Österreich

11. Juli: Zandvoort/Niederlande

8. August: Nürburgring

12. September: Nürburgring

3. Oktober: Sachsenring

24. Oktober: Hockenheim

Alle Rennen werden live in voller Länge vom TV-Sender RTL Nitro übertragen.

GT-World-Challenge Europe, Endurance (Langstrecke)

18. April: 3 Stunden von Monza/Italien

30. Mai: 1000 km Le Castellet/Frankreich

29. Juli - 1. August: 24 Stunden von Spa/Belgien

5. September: 3 Stunden vom Nürburgring

10. Oktober: 3 Stunden von Barcelona/Spanien

GT-World-Challenge Europe, Sprintwertung

9. Mai: Magny-Cours/Frankreich

20. Juni: Zandvoort/Niederlande

4. Juli: Misano/Italien

29. August: Brands Hatch/Großbritannien

26. September: Valencia/Spanien

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