Lokalmatadorin: Lucy Margreiter aus dem Ski-Club Starnberg, hier bei der DM vor zwei Jahren, will am Wochenende in Bischofswiesen wieder an den Start gehen.
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Lokalmatadorin: Lucy Margreiter aus dem Ski-Club Starnberg, hier bei der DM vor zwei Jahren, will am Wochenende in Bischofswiesen wieder an den Start gehen.

Event am Wochenende

Heim-DM mit etlichen WM-Helden: Ski-Club Starnberg veranstaltet Titelkämpfe in Slalom und Riesenslalom

Der Ski-Club Starnberg veranstaltet die Deutschen Meisterschaften in Slalom und Riesenslalom. Das Event ist groß aufgezogen, lässt aber für 2022 noch Luft nach oben.

Starnberg – Der Drei-Jahres-Plan steht schon seit 2019. Damals bekam der Ski-Club Starnberg den Zuschlag, die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Ski Alpin dreimal hintereinander auszurichten – zumindest in den technischen Disziplinen Slalom und Riesenslalom.

Nach der erfolgreichen Premiere 2019 schwärmte SCS-Vorsitzender Helge von Hirschhausen: „Es war wirklich ein großartiges Skifest. Fast wie Olympische Spiele, nur in klein.“ 2020 machte Corona der Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung. An diesem Wochenende kann die DM wieder stattfinden – mit dem SC Starnberg als Veranstalter.

SC Starnberg als Veranstalter der Ski-DM am Götschen bei Bischofswiesen

Freilich fahren die besten deutschen Techniker nicht den Schlossberg hinunter. Die Meisterschaften sind ausgelagert nach Bischofswiesen bei Berchtesgaden ins Skigebiet Götschen.

Den Auftakt macht am Freitag (ab 16.30 Uhr) der Teamwettbewerb nationaler Verbandsmannschaften. Gute Chancen rechnet sich beispielsweise der Skiverband München aus. Für den Sieger hat der Deutsche Skiverband (DSV) ein Preisgeld ausgelobt. Am Samstag und Sonntag (jeweils ab 8.30 Uhr) folgen die Slalom- und Riesenslalom-Wettkämpfe bei Männern und Frauen.

Zahlreiche WM-Helden am Start: Weidle, Baumann, Straßer, Dürr, Luitz und mehr

Von Hirschhausen fiebert regelrecht auf das Sport-Wochenende hin. „Es war unsere Idee, die Meisterschaften größer aufzuziehen“, sagt er. Früher seien die Topläufer den nationalen Titelkämpfen gerne mal ferngeblieben.

Bereit für das Event: Helge von Hirschhausen, Vorsitzender des Ski-Club Starnberg.

Damit rechnet er heuer nicht. Ganz im Gegenteil: Klub-Aushängeschild Kira Weidle will im Riesenslalom an den Start gehen und damit ihre Komfortzone Speed-Disziplinen verlassen. Auch zahlreiche WM-Teilnehmer und -Medaillengewinner wie Romed Baumann, Linus Straßer, Stefan Luitz und Lena Dürr sind gemeldet.

Ski Alpin: So sehen Sie die Deutsche Meisterschaft in Slalom und Riesenslalom

Es scheint sich also bezahlt zu machen, dass der Ski-Club Starnberg viel investiert, um der Veranstaltung zu mehr Renommee zu verhelfen. Auch wenn Fans coronabedingt heuer nicht dabei sein können, geht es trotzdem unter anderem um teure Pokale und Sachpreise für die Besten.

Außerdem sollen die Wettbewerbe am Wochenende live auf fünf verschiedenen Kanälen im Internet teils mit angesehenen Kommentatoren gestreamt werden: auf br24.de, eurosport.de, sportdeutschland.tv, skideutschland.de und kicker.de.

Ziel wäre, dass wir 2022 auch die Speed-Wettbewerbe bekommen.

Helge von Hirschhausen, Vorsitzender des Ski-Club Starnberg

Um die hohen Kosten für die Ausrichtung stemmen zu können, ist der SC Starnberg auf Sponsoren wie das lokale Starnberger Brauhaus angewiesen. Hauptsponsor der Veranstaltung ist das Software-Unternehmen Teamviewer, dem von Hirschhausen großen Dank ausspricht.

Die Starnberger Teilnehmer werden am Wochenende vermutlich nicht um die Siege mitfahren können. Vielleicht ist es aber nächstes Jahr bereits so weit, wenn der Verein die Titelkämpfe ein drittes Mal in Folge veranstaltet.

SC Starnberg hofft bei Ski-DM 2022 wieder auf Zuschauer

Von Hirschhausen hat da nämlich eine Idee: „Ziel wäre, dass wir auch die Speed-Wettbewerbe bekommen.“ Mit Kira Weidle käme die Topfavoritin dann aus dem Ski-Club Starnberg. Von Hirschhausen hält es durchaus für möglich, dass das klappt, schließlich habe sich sein Verein einen gewissen Ruf erarbeitet. „Wir kriegen viele Komplimente dafür, wie wir Rennen ausrichten“, sagt der Vorsitzende.

Unabhängig davon, ob dieser Plan aufgeht, soll 2022 die vorerst letzte Deutsche Meisterschaft mit dem SCS als Ausrichter sein. „Dann haben wir es dreimal hintereinander gemacht, und dann ist auch gut“, so von Hirschhausen. Eine Hoffnung hat er bereits jetzt für nächstes Jahr: dass Zuschauer wieder dabei sein dürfen.

mg

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