David Wieczorek von den WWK Volleys Herrsching im Angriff am Netz.
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Pluspunkte gesammelt: David Wieczorek zeigte am Wochenende gegen Unterhaching eine saubere Leistung.

Volleyball-Bundesliga

Hohe Hürde im Fernduell: WWK Volleys Herrsching müssen im Kampf um Platz vier beim Team der Stunde in Düren ran

  • vonDirk Schiffner
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Zwei formstarke Teams treffen heute Abend in der Volleyball-Bundesliga aufeinander: Die Powervolleys Düren empfangen die WWK Volleys Herrsching. Eine Siegesserie wird reißen.

Herrsching – Englische Woche in der Volleyball-Bundesliga: Die WWK Volleys Herrsching müssen heute Abend, 19 Uhr (live bei sporttotal.tv), bei den Powervolleys Düren ran. Die Gastgeber sind die Mannschaft der Stunde im Oberhaus. Die letzten fünf Spiele konnte das Team von Trainer Rafal Murczkiewicz allesamt gewinnen, dabei gaben die Powervolleys keinen einzigen Satz ab. Aber auch die Herrschinger Bilanz kann sich sehen lassen. Im gleichen Zeitraum gewann die Mannschaft von Coach Max Hauser vier ihrer fünf Partien.

Déjà-vu in der Volleyball-Bundesliga für Düren und Herrsching

Diese beiden Bilanzen erinnern stark an das Hinspiel – beziehungsweise das damalige Vorfeld. Auch Anfang Dezember trafen beide Teams nach jeweils derselben Anzahl Siege aufeinander. Während die Herrschinger Serie mit dem 1:3 endete, bauten die Powervolleys ihre Bilanz auf insgesamt neun Siege in Folge aus. Erst die Berlin Recycling Volleys stoppten den Lauf. Mit den Hauptstädtern balgt sich Düren auch um den zweiten Platz.

Die WWK Volleys spielen hierbei das Zünglein an der Waage. Denn gegen beide Teams, die derzeit 43 Punkte auf der Haben-Seite verbuchen, muss Herrsching noch spielen. Der Vorteil liegt aber aufseiten der Westfalen, die Berlin auf der Zielgeraden noch überflügeln können. Die Hauptstädter haben nur noch das Spiel gegen die WWK Volleys am 6. März vor der Brust, Düren tritt am letzten Spieltag bei Schlusslicht TSV Unterhaching an. Und eben heute gegen Herrsching.

WWK Volleys Herrsching wollen „mutig spielen“ - und auf Gevert aufpassen

Beim 1:3 aus Sicht der Ammerseer im Hinspiel machte einmal mehr Dürens Sebastian Gevert den Unterschied. „Ihn müssen wir in den Griff kriegen“, so Max Hauser. Der 32-jährige Diagonalangreifer ist mit 282 Punkten der Topscorer der Liga. 39 davon erzielte der Chilene mit deutschen Wurzeln von der Aufschlaglinie. Daher hofft Hauser auf eine stabile Annahme. Der Herrschinger Chefcoach und sein Trainerteam haben einen Matchplan ausgeheckt, mit dem sie die Powervolleys überraschen wollen. „Wir müssen mutig spielen“, sagt Hauser.

Personell hat er mal wieder die Qual der Wahl, alle Spieler sind fit und einsatzbereit. Zuletzt durften mit Iven Ferch, Jonas Kaminski und David Wieczorek einige Spieler ran, die in der laufenden Saison noch nicht so oft oder nur unregelmäßig zum Einsatz gekommen waren. Und alle wussten durchaus zu überzeugen, was es Hauser bei der Suche nach der perfekten Aufstellung nicht leichter macht.

Sechskampf um die Play-off-Plätze in der Volleyball-Bundesliga tobt

Hinter Spitzenreiter VfB Friedrichshafen und den punktgleichen Verfolgern Berlin und Düren tobt der Sechskampf um die verbleibenden fünf Play-off-Plätze. Wobei den Herrschinger das Viertelfinale schon nicht mehr zu nehmen ist. Für die WWK Volleys geht es im Fernduell mit der SVG Lüneburg um Platz vier und das Heimrecht im Play-off-Viertelfinale.

Die Chancen stehen so schlecht nicht für die Ammerseer. Die Nordlichter müssen morgen in Bühl ran, danach noch zweimal gegen Friedrichshafen. Allerdings befand sich der Tabellenführer vom Bodensee zuletzt nach einigen Corona-Fällen in Trainerstab und Spielerkader in Quarantäne. Es bleibt wohl spannend bis zum Schluss.

ds

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