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Im Finallauf versagen Fischer die Nerven: Skicrosser Vierter bei Junioren-WM - Traum von der Profi-Karriere

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Von: Robert M. Frank

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Könnte sich bald im Weltcup etablieren: Skicrosser Florian Fischer vom SC Starnberg.
Könnte sich bald im Weltcup etablieren: Skicrosser Florian Fischer vom SC Starnberg. © Privat

Skicrosser Florian Fischer vom SC Starnberg ist gestern von der Junioren-WM aus Krasnojarsk zurückgekehrt. Nun darf der Gräfelfinger auf eine Profi-Karriere hoffen.

Starnberg/Gräfelfing – Florian Fischer hat nach seinem vierten Platz bei der Junioren-WM im Skicross in den vergangenen Tagen zunächst etwas niedergeschlagen gewirkt. Einen Podestplatz hatte sich der 20-jährige Gräfelfinger, der beim Ski-Club Starnberg aktiv ist, bei der Veranstaltung im russischen Krasnojarsk eigentlich vorgenommen, war jedoch im Finallauf der besten Vier gescheitert.

„Es war schon eine große Enttäuschung“, sagte er gestern nach seiner Rückkehr im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Im Finale habe ich meine Nerven leider nicht unter Kontrolle gehabt.“

Florian Fischer liefert im Skicross-Europacup gute Leistungen ab

Im Vergleich zu den vorausgegangenen „Heats“, den Durchgängen im Skicross mit vier gleichzeitig in einem Parcours startenden Skiläufern, erwischte Fischer im entscheidenden Lauf einen schlechten Start und fuhr der Konkurrenz von Beginn an hinterher. Aus Sicht von Heli Herdt, Sportlicher Leiter Skicross im Deutschen Skiverband (DSV), ist dieser Patzer im entscheidenden Finallauf zwar ärgerlich, aber kein großes Drama. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Fischer zusammen mit seiner Trainingsgruppe eine ordentliche Saison abgeliefert hatte. 

Wegen der Corona-Pandemie mussten alle Sportler mit weniger Rennen auskommen als normal. Und Nachwuchstalente wie Fischer hatten bei Europacup-Rennen zudem in diesem Winter auch noch die Bürde, dass an diesem Wettbewerb nicht selten auch Topfahrer teilnahmen, nachdem Weltcup-Veranstaltungen ausgefallen waren.

Fischer zufrieden mit Saison - Jetzt träumt er von einer Profi-Karriere

Diese geballte Erfahrung der Routiniers war für jüngere Skifahrer oftmals in jener Sportart, in der Taktik und Abgebrühtheit eine Rolle spielen, eine zu hohe Hürde. „Es war für alle nicht ganz einfach. Dafür hat sich die Mannschaft um Florian tapfer geschlagen“, befindet Herdt.

Fischer sieht das ähnlich: „Die Saison lief insgesamt ganz gut, und es waren vernünftige Ergebnisse dabei. Ich bin weitestgehend zufrieden.“ Das Skicross-Talent vom SC Starnberg hatte neben seinem Junioren-WM-Rennen bei seinen sieben Europacup-Starts einmal Mitte März im italienischen Passo San Pellegrino eine Top-Ten-Platzierung belegt. 

Masse ist Macht.

Florian Fischer muss noch an Gewicht zulegen.

Herdt prophezeit Fischer jedenfalls eine aussichtsreiche Zukunft für seine Sportart. „Er hat sich gut entwickelt und kann sich in zwei bis drei Jahren im Weltcup etablieren. Ein guter Teamplayer“, lobt der DSV-Verantwortliche aus Krailling.

In puncto Gewicht muss sich Fischer noch steigern, wie er selbst weiß. Derzeit wiegt er 85 Kilogramm, vor dem ersten Schneetag der kommenden Saison möchte er 90 auf die Waage bringen. „Masse ist Macht“, sagt Fischer.

Zurück an die Arbeit nach Bad Endorf - und fit machen für die neue Saison

Zunächst geht es für den Bundespolizisten wieder nach Bad Endorf zurück an die Arbeit. Dort wird er nicht minder hart an seiner Fitness feilen wie in der abgelaufenen Saison beim Training in den Bergen.

Dass sich der leidenschaftliche Fußballer die nötige Fitness für die kommende Wintersaison im Sport zusammen mit seinen alten Freunden bei seinem ehemaligen Fußballverein TV Stockdorf holt, schließt der Wintersportler hingegen aus. Fischer erklärt: „Dazu fehlt mir leider die Zeit, und ich bin ja oft gar nicht zu Hause.“

rmf

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