Hygiene im Fokus: Inmitten der Pandemie eine Großveranstaltung zu organisieren, stellte für den Ski-Club Starnberg eine besondere Herausforderung dar. Auch am Berg hielten sich die Helfer an die Regeln.
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Hygiene im Fokus: Inmitten der Pandemie eine Großveranstaltung zu organisieren, stellte für den Ski-Club Starnberg eine besondere Herausforderung dar. Auch am Berg hielten sich die Helfer an die Regeln.

Fazit der Titelkämpfe

Lohnender Kraftakt für den SC Starnberg: Mehr als 80 Helfer sorgen für reibungslosen Ablauf der Ski-DM

Organisation und Durchführung der Alpinen Ski-DM in den Technik-Disziplinen waren für den SC Starnberg eine Herausforderung. Besonders wegen Corona. Umso größer war das Lob.

Starnberg – Der Kraftakt hat sich für den Ski-Club Starnberg gelohnt. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte der Verein als Ausrichter der Internationalen Deutschen Meisterschaften in den Technik-Disziplinen Slalom und Riesenslalom alle Hände voll zu tun. Anstrengender aber zugleich schöner Höhepunkt der Arbeiten: die Durchführung der Titelkämpfe am vorigen Wochenende.

„Es ist uns gelungen, auch in schwierigen Zeiten eine Deutsche Meisterschaft auszurichten, die allen Beteiligten als ein echtes Skifest in Erinnerung bleiben wird“, resümiert SCS-Vorsitzender Helge von Hirschhausen. „Ich habe vonseiten der Aktiven und der Verantwortlichen des Deutschen Skiverbands ganz viel Lob für die Organisation und auch für den Verein bekommen.“

Nur mit Corona-Test aufs Gelände: Mehr als 80 Helfer und Ärztin im Einsatz

Eine besondere Herausforderung für die mehr als 80 Helfer bestand darin, zu überwachen, dass niemand ohne Corona-Testung das Skigelände Götschen nahe Berchtesgaden betritt. Dr. Viktoria von Schönfeldt und ihr Team des Testzentrums vor Ort hätten insgesamt über 300 Antigen-Tests abgenommen – davon sei kein einziger positiv gewesen, teilt der Ski-Club Starnberg mit.

Deutsche Meisterschaften mit besonderen Bedingungen: Dr. Viktoria von Schönfeldt und ihr Team nahmen am Götschen über 300 Corona-Tests ab.

„Alle hatten großes Verständnis, es gab keine Diskussionen, und wir mussten auch niemandem, der keine Maske aufsetzen wollte, den Zutritt verweigern“, sagt von Schönfeldt. Die Biochemikerin und Mikrobiologin der Ludwig-Maximilians-Universität München kümmerte sich mit ihrem Team auch unter anderem um das Testen der anwesenden Berichterstatter.

Keine Zuschauer bei Deutscher Meisterschaft - dafür erstmals Livestream

Denn wenngleich vor Ort keine Zuschauer zugelassen waren, konnten viele Interessierte die Deutschen Meisterschaften heuer erstmals über diverse Video-Kanäle im Internet verfolgen; darunter Eurosport, Sportdeutschland und der Bayerische Rundfunk mit Weltcup-Kommentatoren, Zwischenzeiten und Grafiken. Der SC Starnberg habe „dank des Sponsorings der Firma Teamviewer mit einer TV-Produktionsfirma das Unmögliche möglich“ gemacht, lautet das Fazit des Vereins.

Auch sportlich verkaufte sich der SCS insbesondere mit seinen Nachwuchskräften wie Pauline Fischer – Achte im Slalom und Zweite der dortigen U18-Wertung – teuer. Ganz vorne konnten in den Einzelläufen allerdings keine Lokalmatadore mitmischen. Dafür durfte sich Ole Schmetzer als Teil der Mannschaft „Skiverband München I“ über Bronze im Teamwettbewerb freuen.

Alpindirektor Wolfgang Maier: „Perfekt organisiertes Skifest“ des SC Starnberg

„Diese DM ist extrem wichtig für unsere Nachwuchskader, die dringend Rennpraxis brauchen und sich mit den Topfahrerinnen und -fahrern aus dem Weltcup messen können“, sagt DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier aus Gauting. „Umso mehr freut es mich, dass der SC Starnberg daraus wieder ein perfekt organisiertes Skifest gemacht hat. Die Arrivierten haben in allen Disziplinen Druck bekommen von den Jungen, das ist das sportlich erfreuliche Fazit aus Sicht des DSV und seiner Trainer.“

mg

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