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Sah kurz vor der Pause Rot: Benita Oberhofer. 

Handball

Tabellenführer für Herrschings Damen eine Nummer zu groß

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Der Tabellenführer war erwartungsgemäß eine Nummer zu groß: Die Handballdamen des TSV Herrsching verlieren zu Hause gegen den HT München mit 18:26.

HerrschingAm Ende nahm das Ergebnis die von allen erwartete Höhe an. Der bisher verlustpunktfreie Tabellenführer HT München behielt auch in Herrsching mit 26:18 (10:8) die Oberhand. „Was wollen wir da mehr?“, sagte Saskia Mantel und zog trotz der Niederlage, die am Ende um ein paar Tore zu hoch ausfiel, ein versöhnliches Fazit. Weder die Kapitänin noch irgendjemand sonst hatte erwartet, dass der TSV den unangefochtenen Spitzenreiter der Landesliga Süd ein Bein stellen könnte. Aber ärgern wollten die Herrschingerinnen den Aufstiegsfavoriten schon, was zumindest 40 Minuten lang gelang.

„Ich will nicht sagen, dass sie nervös geworden sind“, sagte Mantel. Der Branchenprimus musste sich jedoch jeden Treffer schwer verdienen, denn die Abwehr des TSV stand zumindest in der ersten Hälfte äußerst sicher. Und so wechselte die Führung ständig hin und her. Erst anderthalb Minuten vor dem Ende der ersten Hälfte konnte sich der Ranglistenerste zum ersten Mal mit zwei Toren absetzen. Zu diesem Zeitpunkt verlor der Tabellensechste Benita Oberhofer, die nach einem gegnerischen Gegenstoß einer Hachingerin zu nahe kam. „Das sah sehr blöd aus“, räumte Mantel ein. Folglich sah Oberhofer zu Recht die Rote Karte.

Ohne Oberhofer waren die Herrschingerinnen nur zu Zehnt und konnten nur noch die Anfangsphase der zweiten Hälfte ausgeglichen gestalten. Vor allem im Angriff wurde Oberhofer vermisst. Das Team vom Ammersee fand immer weniger Lücken in der massiven Verteidigung der Gäste. „Wie gegen eine Mauer“ sei ihre Mannschaft gegen den Spitzenreiter angelaufen, stellte Mantel fest. Dass die Hachingerinnen nicht gerade zimperlich mit ihren Kontrahentinnen verfuhren, verdeutlich die hohe Zahl von acht Siebenmetern für den TSV. „Das war schon grenzwertig“, beschwerte sich Mantel.

Den üblichen Rahmen sprengte auch die Vorstellung von Saskia Putzke, die elf Treffer erzielte, davon neun aus dem Feld. „Sie war überragend“, lobte Mantel die gegnerische Spielmacherin, die ihre Kolleginnen hervorragend einzusetzen wusste. Am Ende hatte sie jedoch ein Tor weniger auf dem Konto als Andrea Petsch. Die Nummer eins in der Torschützenliste netzte ein Dutzend Mal ein.  

Torschützen: Petsch 12/8, Nibbe 3, Mantel 2, Oberhofer 1

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