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Fehlende Gewinnermentalität kreidete Trainer Max Hauser seinen Volleyballern zuletzt an.

Volleyball-Bundesliga

WWK Volleys Herrsching winkt wieder Marathon-Match

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Schlag auf Schlag geht es für die Bundesliga-Volleyballer des TSV Herrsching. Heute Abend, 18.10 Uhr, spielt die Mannschaft von Trainer Max Hauser bei den SWD Powervolleys Düren.

Herrsching– Die etwas kuriose Startzeit hat einen guten Grund. Der Spartensender Sport1 überträgt die Partie zwischen dem Tabellen-Fünften und -Siebten live im Free-TV. „Unsere Siegquote bei TV-Live-Spielen ist, glaube ich, ganz gut“, scherzt Hauser im Vorfeld. Genauer gesagt liegt sie bei 100 Prozent. Vor knapp sieben Monaten übertrug Sport1 das zweite Viertelfinal-Playoff-Spiel der Herrschinger gegen die Alpenvolleys Haching, welches die Ammerseer nach großem Kampf mit 3:2 gewannen und ein entscheidendes drittes Match erzwangen.

Dass der TSV Herrsching Marathon-Matches mag, hat er in der noch jungen Saison bereits bewiesen. Dreimal schon ging es über die volle Distanz. Und auch die Duelle zwischen Herrsching und Düren gingen in den vergangenen Jahren stets über fünf Sätze. Besonders in Erinnerung ist den WWK Volleys noch der Pokal-Coup 2016 in Düren (3:2), einige Wochen später setzte es eine 2:3-Heimschlappe für Herrsching. In der Spielzeit 2017/2018 siegte Düren daheim 3:2, Herrsching im Rückspiel mit 3:2. Und auch in der Saison 2018/2019 ging es zweimal in den Tie-Break. Zweimal lagen die Herrschinger bereits mit 0:2 Sätzen zurück, zeigte jedoch Moral und drehte die Partien jeweils noch zu seinen Gunsten und gewann mit 3:2.

Bei keiner anderen Partie ist der Anteil an deutschen Spielern so groß wie bei diesem Match. Im Herrschinger Kader tummeln sich sieben, bei den Powervolleys sogar zehn Deutsche. Der Star im Dürener Team ist aber ein Chilene. Vor Diagonalangreifer Sebastián Gevert hat Hauser großen Respekt. Im Vorjahr war er mit 428 Punkten der Topscorer der Bundesliga, kein anderer Spieler erzielte mehr Asse (47). „Wenn er die Aufschläge trifft, müssen wir uns den Helm aufziehen“, meint Hauser. Umso mehr muss die Herrschinger Annahme stehen, um den 31-Jährigen, der in seiner Vita schon Meistertitel in Portugal, Tschechien und Belgien stehen hat, nicht in Fahrt kommen zu lassen. Der erfahrenste Spieler im Dürener Kader ist aber Björn Andrae. Der 38-jährige Außenangreifer ist mehrfacher Deutscher Meister und Pokalsieger, dreifacher Volleyballer des Jahres und hat 280 Länderspiele auf dem Buckel.

Nicht nur Hauser ist gespannt, wie die Reaktion der Mannschaft nach der 0:3-Heimniederlage gegen die Berlin Recycling Volleys aussieht. Da hatte Hauser doch recht energisch die fehlende Gewinner-Mentalität seines Teams angeprangert. Die Körpersprache und die Galligkeit waren mit fortdauernder Spielzeit abhanden gekommen. Zudem „müssen wir schlauer spielen“, so Hauser.

In Düren hatte man unterdessen in den vergangenen Tagen ein anderes Problem. Wegen Magen-Darm-Problemen haben zum Wochenanfang bis zu fünf Spieler passen müssen. „Ich hoffe, dass wir das verkraften können und bis Donnerstag wieder bei voller Stärke sind“, sagte Trainer Stefan Falter.

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