In Sommertagen findet man Nico Hoffmann häufig auf dem Tegernsee. Der 49-Jährige surft seit mehr als 30 Jahren und hat auch das Foil-Surfen für sich entdeckt.
+
In Sommertagen findet man Nico Hoffmann häufig auf dem Tegernsee. Der 49-Jährige surft seit mehr als 30 Jahren und hat auch das Foil-Surfen für sich entdeckt.

Event am Tegernsee geplant

Einer der besten Foil-Surfer startet für den Yacht-Club Bad Wiessee

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
    schließen

Foil-Surfen geht nicht mehr nur zu den Trend-Sportarten auf dem Wasser, sondern ist ab 2024 auch olympisch. Einer der besten deutschen Foil-Surfer startet für den Yacht-Club Bad Wiessee.

Bad Wiessee – Man sieht sie, wenn die Temperaturen nicht gerade unter dem Gefrierpunkt liegen, oft früh morgens über den See flitzen. Scheinbar schwerelos schweben Surfer mit rasanter Geschwindigkeit knapp über dem Wasser. Foil-Surfen heißt diese spezielle Variante des Windsurfens, bei der sich das Board schon bei geringen Geschwindigkeiten aus dem Wasser abhebt. Einer der besten deutschen Foil-Surfer – und sogar weltweit – startet für den Yacht-Club Bad Wiessee: Nico Hoffmann.

Der 49-Jährige aus Bad Tölz, der mit 13 Jahren mit dem Windsurfen angefangen und das Foil-Surfen vor drei Jahren zusammen mit dem Yacht-Club und dem Sailingcenter Bad Wiessee als erste Surfschule nach Süddeutschland geholt hat, wurde beim Speed Kini im vergangenen Jahr Dritter. Beim Speed Kini, ähnlich einer der bayerischen Meisterschaft der Foil-Surfer, darf nur auf bayerischen Seen gefahren werden. Gewertet werden dann das Mittel aus der Höchstgeschwindigkeit sowie die schnellsten 500 Meter. Mit maximal 28,85 Knoten (53,43 Stundenkilometer) und 26,95 Knoten auf 500 Meter (49,91 km/h) brachte es Hoffmann auf durchschnittlich 27,90 Knoten (51,67 km/h). Platz drei beim Speed Kini, bei dem man so oft antreten konnte, wie man wollte und seine Daten per GPS-Tracker übermitteln konnte. Zehn Werte hatte Hoffmann abgegeben, „aber unterwegs war ich viel öfter“.

Ebenfalls über GPS-Daten wurde das Ergebnis der „Dunkerbeck Speed Challenge – Tribute To The Lüderitz“, quasi der Weltmeisterschaft, ermittelt. „Normalerweise ist die WM in Afrika vor Ort“, erklärt Hoffmann. Doch Corona machte das im vergangenen Jahr unmöglich. Durch die aktuelle Technik konnten die Titelkämpfe, bei denen der Bad Wiesseer Surfer Fünfter wurde, dennoch ausgetragen werden. „Der Yacht-Club Bad Wiessee hat schon immer Windsurfen unterstützt und bietet eine optimale Infrastruktur für den Sport. Dass nun mit Nico ein aktiver Regatta-Surfer für den Verein startet und das auch noch so erfolgreich, freut uns umso mehr“, erklärt Vorsitzender Peter Kathan.

Weitere Infos

sowie die gesamte Ergebnisliste der Regatta gibt es im Internet auf der Homepage des Yacht-Clubs auf www.ycbw.de.

Der Vorteil beim Foil-Surfen gegenüber dem normalen Windsurfen liegt darin, erklärt Hoffmann, dass weniger Wind vonnöten ist. „Dadurch ist das Surfen nicht so eingeschränkt und kehrt an den See daheim zurück“, sagt der 49-Jährige. Das sei mit ein Grund, dass die Sportart ab 2024 in Paris erstmals olympisch ist. Wie Yacht-Club-Vorsitzender Kathan bereits im Interview mit der Heimatzeitung angekündigt hat, ist heuer – auf Initiative Hoffmanns – erstmals eine Foil-Surf-Regatta am Tegernsee geplant. Diese soll, sofern es die Corona-Lage bis dahin erlaubt, am letzten Mai-Wochenende stattfinden.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare