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Erste Olympia-Erfahrung: Christoph Lechner holt in Lillihammer einen 13. und einen 16. Platz.

Snowboard Freestyle

Erste Olympia-Erfahrung

Waakirchen/Lillehammer – Christoph Lechner hat bei den Olympischen Jugend-Winterspielen viele Erfahrungen gesammelt. Unter anderem traf er in Lillehammer Skistar Lindsey Vonn.

„Es waren viele Tage, und jeder Tag war ziemlich cool.“ So fasst Christoph Lechner seine Zeit als Nachwuchs-Olympionike zusammen. Beeindruckend waren die olympischen Jugend-Winterspiele in Lillehammer (Norwegen) auf jeden Fall. Für einen Top-Ten-Platz reichte es zwar dieses Mal noch nicht, trotzdem lieferte der 15-jährige Freestyler eine grundsolide Leistung ab, mit der er sehr zufrieden ist.

Der Waakirchner startete zunächst in der Halfpipe. „Ich habe da schon was dazu gelernt“, sagt Lechner. „Aber meinen Trainingsrückstand gegenüber den anderen konnte ich einfach nicht mehr aufholen.“ Trotzdem schaffte er in drei Durchgängen jeweils seinen Run und sammelte erste Olympia-Erfahrungen. Zudem hat er gelernt, seine Nervosität in den Griff zu bekommen. „Vor dem ersten Run war ich schon sehr aufgeregt“, gibt Lechner zu. „Doch der lief ganz gut, und von da an war ich dann ganz cool.“

Diese Coolness konnte er gleich beim zweiten Wettkampf zeigen. Im Slopestyle schaffte der Waakirchner einen starken 13. Platz und das, obwohl er im ersten Durchgang gestürzt war. „Mir hat ein bisschen der Schwung für die große Schanze gefehlt, deshalb konnte ich den Sprung nicht stehen.“ Doch davon ließ sich Lechner nicht aus der Ruhe bringen und überzeugte stattdessen beim zweiten Versuch seine Trainer wie auch die Punktrichter. Besonders gefreut hat ihn, dass er einen Trick, den er gerade erst in Norwegen gelernt hatte, einbauen und stehen konnte. Beide Freestyle-Wettkämpfe gewann letztlich der US-Amerikaner Jake Pates. „Der fuhr einfach in einer anderen Liga“, sagt Lechner.

Der Höhepunkt in Norwegen war für den Nachwuchs-Snowboarder aber die Eröffnungszeremonie. „Die fand bei der Skisprungschanze statt“, erzählt er. „Alle Athleten sind ins Stadion eingelaufen, wo wir uns dann in der Mitte die Feier verfolgten haben.“ Schon vom ersten Tag an konnte Lechner so Kontakte zu den anderen Sportlern aus Deutschland und dem Rest der Welt knüpfen. „Ich hatte anfangs hauptsächlich mit den Deutschen und den Österreichern zu tun“, erzählt der Waakirchner. „Doch am Schluss habe ich sogar mit einem Amerikaner meine Jacke getauscht.“

Möglichkeiten, sich kennenzulernen, bot das olympische Dorf genügend. Denn das Angebot an Festlichkeiten oder Workshops war groß. „In den Workshops konnte man zum Beispiel seine Beweglichkeit testen oder auch einfach nur Trampolin springen oder Slacklinen“, berichtet Lechner. „Besonders cool war, dass einmal sogar die Skifahrerin Lindsey Vonn vorbeigeschaut und sich mit uns unterhalten hat.“

Eine Pause gönnt sich der junge Sportler nach seinem bisherigen Karriere-Höhepunkt aber nicht. Nach der Abschlussfeier ging es zurück nach Hause. Gleich am nächsten Tag musste Lechner wieder ins Christophorus Sport-Gymnasium in Berchtesgaden. Tags darauf standen im österreichischen Kühtai die deutschen Jugendmeisterschaften in der Halfpipe an, bei denen Lechner Dritter wurde. „Fertig bin ich erst nach den Osterferien“, sagt Lechner. Die Sommerpause hat er sich dann aber auch redlich verdient.

Sofia Eham

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