Auf der Naturbahn ist Josef Limmer aus Rottach-Egern sportlich zuhause. Dabei können die Bedingungen, wie hier in Moskau, unterschiedlich sein.
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Auf der Naturbahn ist Josef Limmer aus Rottach-Egern sportlich zuhause. Dabei können die Bedingungen, wie hier in Moskau, unterschiedlich sein.

Arbeit statt Naturbahnrodeln

Josef Limmer setzt komplette Saison aus

  • Sebastian Schuch
    vonSebastian Schuch
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Naturbahnrodeln ist der Sport und die große Leidenschaft von Josef Limmer aus Rottach-Egern. Doch da der Koch coronabedingt viele Arbeitsausfälle zu verzeichnen hat, verzichtet er auf die komplette Weltcupsaison.

Rottach-Egern – Seit 2014 startet Josef Limmer aus Rottach-Egern im Weltcup der Naturbahnrodler. Doch in diesem Winter muss das deutsche Team auf den 22-Jährigen und seine seit 2005 gesammelte Erfahrung auf den Bahnen verzichten. Zu viele Arbeitsausfälle hatte der Koch das Jahr über zu verzeichnen und verzichtet deshalb auf die Saison. Im Gespräch mit der Heimatzeitung erklärt Limmer die Hintergründe und was er sich für den kommenden Winter vorgenommen hat.

Herr Limmer, vor Kurzem sind die Naturbahnrodler in die neue Weltcup-Saison gestartet. Allerdings ohne Sie. Haben Sie die ersten Rennen in Österreich verfolgt?

Ja, ich habe die beiden Weltcups im österreichischen Winterleiten ein wenig verfolgt, soweit es meine Arbeit zugelassen hat.

Wie sehr bedauern Sie es, dass Sie die Weltcup-Saison aussetzen müssen?

Ich bedauere es schon sehr, aber aufgrund der Lage in diesem Jahr geht es leider nicht anders.

Sie sind Koch und haben im Corona-Jahr 2020 viele Arbeitsausfälle zu verkraften. Wie blicken Sie auf 2020 zurück?

Ich bin kein Freund vieler Worte. Es war kurz gesagt kein tolles Jahr, aber man muss halt das Beste aus der Situation machen. Darum arbeite ich jetzt, weil ich die Möglichkeit dazu habe, und muss den Sport leider hinten anstehen lassen.

Wie lässt sich dieses Jahr mit einem „normalen“ Jahr vergleichen?

Man kann dieses Jahr mit keinem anderen vergleichen. Alles war und ist anders, aber ich nehme es, wie es ist. „Normal“ habe ich im Sommer gearbeitet und bin im Winter gerodelt. Heuer hätte ich im Sommer mehr Zeit gehabt, doch da rodelt es sich leider schlecht.

Wann haben Sie die Entscheidung getroffen, diese Saison zu pausieren?

Anfang August stand für mich fest, dass ich nicht an den Start gehen werde und mich auf meine Arbeit konzentriere.

Wie schwer war das mit Blick auf die anstehende Weltmeisterschaft Anfang Februar in Umhausen (Österreich)?

Es war nicht leicht, die Entscheidung zu treffen. Naturbahnrodeln ist mein Sport und wir sind ein tolles Team. Aber aufgrund der aktuellen Arbeitslage in diesem Jahr ging es leider nicht anders.

Wie hat sich die Entscheidung auf Ihr Training in den vergangenen Monaten ausgewirkt?

Fast gar nicht, Gott sei dank. Ich war zwar eingeschränkter, da zeitweise keine Fitnessstudios offen hatten, aber ich habe trotzdem versucht, mich fit zu halten.

Blicken wir voraus, hoffentlich in positivere Zeiten. Wie lauten Ihre Pläne für 2021?

Das kann ich kurz zusammenfassen: wieder Vollgas angreifen!

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