Torfehler passieren Anton Tremmel nur noch selten. Doch ein solcher kostete ihn einen Spitzenplatz beim Europacup in Val Cenis. Foto: Peter Kornatz
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Torfehler passieren Anton Tremmel nur noch selten. Doch ein solcher kostete ihn einen Spitzenplatz beim Europacup in Val Cenis.

14. beim Europacup in Val Cenis

Tremmels Generalprobe gelingt trotz Torfehler

  • vonHans-Peter Koller
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Ein Innenski-Fehler verhindert ein absolutes Top-Ergebnis von Anton Tremmel im Slalom in Val Cenis. Der Blick richtet sich nun auf den Weltcup in Adelboden.

Rottach-Egern/Val Cenis – Die Generalprobe, die Toni Tremmel bei zwei Europacup-Rennen in Frankreich ablieferte, hat geklappt. Nun aber geht es an die Kür. Der Rottacher startet zum dritten Mal in diesem Winter in einem Weltcup-Slalom. Das erklärte Ziel für diesen Sonntag in Adelboden ist es, in die Punkteränge zu fahren. Zu allererst also, im ersten Durchgang den Cut zu schaffen, eine Zeit unter den besten 30.

„Der Anton Tremmel und der Fabian Himmelsbach haben sich über gute Leistungen bei den Europacups für einen Weltcup-Start in der Schweiz empfohlen“, erklärt der Bundestrainer Christian Schwaiger, warum er das Kontingent an Fahrern aufstockt. Der Rottacher für seinen Teil konnte noch einem achten Platz im Auftaktrennen (wir berichteten) noch einen 14. Rang hinzufügen.

Nach dem ersten Durchgang sah es für Tremmel mit Platz fünf und exakt einer Sekunde Rückstand auf die Spitzenzeit sogar noch erfreulicher aus. Im zweiten Lauf aber patzte der 26-Jährige im Mittelteil durch einen Innenski-Fehler. Akrobatisch erreichte er noch das nächste Tor, aber das Tempo war weg. Dass Tremmel seine Europacup-Punkte auf 85 schraubte und sich hier in der Zwischenwertung auf Platz acht verbesserte ist angenehm, aber nicht sein erklärtes Ziel. Er will sich im Weltcup beweisen, wo er im Vorjahr dreimal in die Punkteränge fuhr.

Tremmel will im Weltcup in zweiten Durchgang

Festzustellen ist auf jeden Fall, dass der Rottacher, der seit dem Jahr 2018 für 13 Weltcup-Slalom nominiert wurde, nur noch selten an Torfehlern scheitert. Exakt liegt es fast ein ganzes Jahr zurück, dass Tremmel vorzeitig ausgeschieden ist. Den Slalomhang in Adelboden kennt der Sportsoldat gut. Im Januar 2019, als Tremmel noch mit der hohen Startnummer 70 auf die Strecke ging, fehlte ihm exakt eine Sekunde auf den Cut, der nur den besten 30 die Teilnahme am zweiten Durchgang ermöglicht. Im Vorwinter trug der 26-Jährige die etwas aussichtsreichere Startnummer 53. Hier aber schied er aus. Seither ist ihm das nicht mehr geschehen.

Der Weltcup ist ohne einen Zwischenstopp in Adelboden nicht denkbar. Im Corona-Winter werden am Chuenisbärgli im Berner Oberland sogar zwei Riesenslaloms an Freitag und Samstag ausgetragen, ehe am Sonntag der Slalom folgt. Die Startrangliste des ersten Slalomdurchganges ist zwar noch nicht veröffentlicht, aber gemäß seinen FIS-Punkten wird Tremmel rund um Platz 40 ins Rennen gehen. Eine auf den Cut des besten 30 bezogene gute Ausgangsposition. Aber die hatte Tremmel auch im Dezember bei den Weltcup-Slaloms in Alta Badia und in Madonna Di Campiglio. Hier aber gelang es ihm nicht, sich für den zweiten Durchgang zu empfehlen. Auffällig war eine jeweils schwache erste Zwischenzeit.

Im Slalom liegen Erfolg und Misserfolg eng beisammen. Zwischen einer engen Linie und einem Einfädler beträgt der Abstand nur wenige Zentimeter. Da bleibt zu hoffen, dass Tremmel an diesem Sonntag den goldenen Mittelweg findet und auch um 13.30 Uhr, wenn der zweite Durchgang startet, noch im Rennen ist.

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