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Christine Göttfried ist begeistere Skibobfahrerin und organisiert zum zweiten Mal das Rennen am Hirschberg.

„Jeder soll Spaß haben“

Inklusions-Skicup am Hirschberg

  • Julia Pawlovsky
    VonJulia Pawlovsky
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Zum zweiten Mal findet am Samstag der Göttfried-Inklusions-Cup an den Hirschbergliften in Kreuth statt. Bei dem Riesenslalom gehen Skifahrer mit und ohne Behinderung gemeinsam an den Start.

Kreuth – „Es ist mir ein großes Anliegen, dass die Menschen mit Behinderung mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken“, sagt Christine Göttfried. Die 45-Jährige kam mit mit einer Behinderung (Tetraspastik) zur Welt und ist seit 1999 Behindertenbeauftragte der Gemeinde Kreuth. Doch nicht nur die Menschen mit Behinderung liegen Göttfried am Herzen. Die Berge und vor allem der Schnee sind ihre große Leidenschaft. Selbst begeisterte Monoski-Fahrerin, brachte sie im vergangenen Jahr mit dem 1. Göttfried-Inklusions-Skicup beides zusammen: Dabei bestritten Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam ein Rennen. Am Samstag, 20. Januar, folgt nun zusammen mit dem SC Kreuth an den Hirschbergliften die zweite Auflage.

„Jeder soll Spaß und Freude mitbringen“, sagt Göttfried. Ihr ist vor allem wichtig, mehr Bewusstsein für das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen. Aber es geht auch um dem sportlichen Aspekt: Am Hirschberg wird ab 10 Uhr ein Riesenslalom gefahren. Neben den verschiedenen Altersklassen (Schüler bis Senioren) werden die Starter auch nach dem Grad ihre Behinderung eingeteilt. So gibt es blinde Fahrer oder Monoskifahrer wie Göttfried. Diese erhalten je nach Behinderungsgrad eine zeitliche Gutschrift gegenüber den anderen Startern. Zur Anwendung kommt das RHC-KREK-System (Realistic Handicap Competition und Kreative Renn Ergebnis Kontrolle) oder kurz Handicap System. Mit dem Faktorsystem sollen verschiedene Behinderungsklassen in den Kategorien Blind, Stehend oder Sitzend möglichst gerecht gewertet und ein Sieger in jeder Kategorie ermittelt werden.

Die Nachfrage ist groß: „Wir hatten bis gestern 60 Anmeldungen“, sagt Göttfried. 15 davon haben eine Behinderung. „Es wäre schön, wenn auch ein paar Zuschauer kommen, weil das für die Behinderten ein extra Ansporn ist.“ Fürs Publikum ist ein großes Rahmenprogramm geboten. „Es gibt eine Tombola, Musik, Essen und eine Party“, sagt die 45-Jährige. Als prominenter Schirmherr fungiert Georg Kreiter, Mitglied und Aktivsprecher des Deutschen Para Skiteams Alpin. „Er war sofort dabei“, sagt Göttfried begeistert. Vor Ort sein kann der 32-Jährige allerdings nicht. „Er hat selbst ein Weltcup-Rennen“, erklärt die Kreutherin. „Aber er hat eine Videobotschaft geschickt, die wir am Samstag auf der großen Leinwand zeigen.“ Es ist also alles bereit für einen schönen, gemeinsamen Tag.

Eine Anmeldung

ist noch am Mittwoch bis 19  Uhr möglich per Mail an info@sc-kreuth.de.

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