Bessere Ergebnisse hatte sich Marinus Sennhofer in Garmisch erhofft.
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Bessere Ergebnisse hatte sich Marinus Sennhofer in Garmisch erhofft.

Marinus Sennhofer fuhr in Garmisch gegen WM-Starter

Sennhofer mit ordentlichen Plätzen bei Deutscher Meisterschaft

  • vonHeidi Siefert
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Marinus Sennhofer sammelte bei den Deutschen Meisterschaften der alpinen Skifahrer in Garmisch wertvolle Erfahrung. Auch, weil er sich mit WM-Startern messen musste.

Kreuth/Garmisch-Partenkirchen – Bremste im Vorjahr Corona Deutschlands beste Skifahrer aus, bevor sie ihre Meister küren konnten, traten sie am Wochenende nun an gleicher Stelle mit einjähriger Verzögerung zu den Titelkämpfen in den Speed-Disziplinen an. Mit dabei: der Kreuther Marinus Sennhofer, der sich in Garmisch-Partenkirchen im Kreis der Großen durchaus in Szene setzen konnte.

Nachdem er in den Vorwochen an der Kandahar bereits als Weltcup-Vorläufer und Aktiver bei FIS-Rennen startete (wir berichteten), ging es für den Nachwuchskader-Athleten nun das dritte Wochenende in Folge ins Werdenfelser Land. Dort wurde er bei den Deutschen Meisterschaften Neunter und Achter in der Abfahrt, im Super-G Zehnter und Fünfter in der Kombination. „Ergebnistechnisch nicht besonders gut, aber es war schon cool“, resümiert der Oberlandler seine ersten offiziellen Abfahrtsrennen, die im oberen Bereich der Weltcup-Strecke ausgetragen wurden. Trotz frühlingshaften Wetters unter besten Bedingungen. „Die Piste war perfekt, richtig schön zu fahren“, schwärmte Sennhofer, der mit Startnummer 54 in die beiden Abfahrten ging, mit denen das Rennwochenende am Samstag eröffnet wurde.

Schon in den Trainings am Freitag, die in der Startreihenfolge der Rennen gefahren wurden, fuhr der 18-Jährige auf die Plätze 24 und 25, was er auch am Samstag im Wettkampf bestätigte. Am Morgen wurden zunächst die internationalen deutschen Meisterschaften ausgefahren, die WM-Starter Dominik Schwaiger für sich entschied. Marinus Sennhofer wurde 24. im Gesamtklassement. Als neuntschnellster Deutscher beendete er seine Abfahrts-Premiere mit einer Top-Ten-Platzierung. Ein paar Stunden später folgte die zweite Abfahrt um die Titel in der Juniorenwertung. Schnellster war der Garmischer Simon Jocher (24), Sennhofer unterstrich als 23. und achtbester Deutscher seine Leistung.

Sennhofer bereitet sich auf Heimrennen am Sonnenbichl vor

Dabei standen die Ergebnisse für den Youngster nicht im Vordergrund. Vielmehr ging es darum, Erfahrung zu sammeln. „Es ist nicht so einfach, Vollgas zu fahren, die Geschwindigkeit richtig einzuschätzen“ beschreibt er das Herantasten an die neue Disziplin: „Man versucht, die ideale Linie zu finden und vor allem die Schlüsselstellen gut zu meistern, die meist vor Flachstücken liegen und in denen man möglichst nicht durch Fehler Geschwindigkeit einbüßen darf.“

Renntag zwei stand im Zeichen von Super-G und Kombination. Auch hier starteten etliche Athleten, die direkt von der WM in Cortina gekommen waren. Wie Schwaiger, der vor Lukas Zippert (Schweiz) und Otmar Striedinger (Österreich) gewann. Jocher wurde Vierter, Stefan Luitz Sechster. Sennhofer war im schwierig gesetzten Lauf 26. und damit Elfter in der Nationenwertung. Im Kombinations-Slalom fuhr sich der junge Kreuther mit seinem technisch sauberen Fahrstil auf Platz 13, womit er in der Wertung der Deutschen Meisterschaft Fünfter wurde. Der Titel ging an Jocher, den Fünften der WM-Kombi.

Im abschließenden FIS-Super-G wurde Sennhofer 23. Direkt von Garmisch fuhr er für drei Trainingstage nach Berchtesgaden. Danach gibt es das einzige Heimspiel der Saison: Am Christa-Kinshofer-Skizentrum am Wiesseer Sonnenbichl werden FIS-Rennen ausgetragen.  

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