Nur nicht entmutigen lassen: Marinus Sennhofer hat in der zurückliegenden Saison gezeigt, dass er das Zeug hat, sich zu etablieren.
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Nur nicht entmutigen lassen: Marinus Sennhofer hat in der zurückliegenden Saison gezeigt, dass er das Zeug hat, sich zu etablieren.

Marinus Sennhofer zieht trotz holpriger Situationen ein positives Fazit

Sennhofer hat eine schwierige Saison gut überstanden

  • vonHeidi Siefert
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Gerade für Nachwuchssportler war der Corona-Winter 2020/21 schwierig. Marinus Sennhofer vom SC Kreuth hatte da noch Glück im Unglück - und sich für weitere Kaderjahre empfohlen.

Kreuth – Nach dem Winter ist vor dem Winter. Und so steckt Marinus Sennhofer gerade mitten in den Vorbereitungen auf die neue Saison. Parallel zu seinem dreimonatigen Ausbildungsblock an der Sportschule der Bundespolizei in Bad Endorf, der zwischen Saisonende und Start des Sommertrainings im Mittelpunkt steht, geht es für den Kreuther C-Kader-Athleten dieser Tage bereits intensiv ans Material-Testen für die kommende Saison. Und der Götschen in Berchtesgaden bietet dazu beste Bedingungen ohne lange Anreise.

„Man sieht schon, was da an Arbeit dran hängt“ sagt Mama Stephanie Sennhofer und meint damit nicht unbedingt den Aufwand, akribisch Ski für Ski auszuprobieren, um zu sehen, was optimal für den jungen Athleten ist. Die Burschen müssten fleißig bleiben. Von Jahr zu Jahr dran bleiben und sich nicht entmutigen lassen, wenn die großen Sprünge ausbleiben. Und wenn sie nicht mehr nur unter weitgehend Gleichaltrigen bestehen, sondern es auch mit Routiniers aufnehmen müssen.

Ein langer Weg, den gerade Sennhofers sieben Jahre älterer Skiverband-Oberland-Kollege Toni Tremmel vom SC Rottach-Egern vorangeht und an dem der Youngster sieht, welches Durchhaltevermögen es braucht. Manches sei „ein bissl holprig gewesen“ und nicht alles so gut gelaufen, wie er es sich erträumte, doch insgesamt hat er allen Grund, ein positives Fazit nach einer schwierigen Saison zu ziehen.

Ein großes Plus war es, weder von Verletzungen, noch von Corona geplagt gewesen zu sein und trotz aller Unwägbarkeiten und Einschränkungen seinen Sport weitgehend normal betreiben zu können. Zu den Highlights dieser etwas anderen Saison im engen Dunstkreis der Kader-Athleten waren Sennhofers Podestplatz als Zweiter im FIS-Super G am Götschen Ende Januar und das eindrucksvolle Erlebnis beim Weltcup in Garmisch auf der Kandahar als Vorläufer in Super G und Abfahrt antreten zu dürfen. „Schon cool“, schwärmte der junge Mann, der selbstbewusst erstmals die 2,18 Meter langen Abfahrtslatten angeschnallt hatte und einfach eine freche Linie fuhr.

Ohnehin schlägt sein Herz für die Speed-Disziplinen. Begonnen hatte die Saison für Sennhofer am 1. Dezember mit einem Slalom im finnischen Suomu, wo Deutsche, Finnen und Esten in einen schwierigen Winter starteten. Platz sechs für den Oberlandler, der in der Folge in allen Disziplinen antrat. Vornehmlich in Deutschland und dabei selbstverständlich auch beim einzigen Rennwochenende am heimischen Sonnenbichl, wo er mit den Plätzen elf und acht überzeugte. Doch nicht nur auf der Piste lief es. Über die Wahl zum Merkur-Nachwuchssportler des Jahres freute sich Sennhofer besonders. Eine schönere Abrundung der Saison hätte es kaum geben können.

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