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Alles Daumendrücken hat nicht gereicht: Im Stüberl am Sonnenbichl in Bad Wiessee verfolgte der Fanclub den zweiten Durchgang des Olympia-Riesenslaloms. Auch Fernsehteams des BR (l.) und von Eurosport waren dabei.
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Viktoria Rebensburg legte eine starke Aufholjagd hin, musste sich aber mit Blech zufriedengeben.
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Alles Daumendrücken hat nicht gereicht: Im Stüberl am Sonnenbichl in Bad Wiessee verfolgte der Fanclub den zweiten Durchgang des Olympia-Riesenslaloms. Auch Fernsehteams des BR (l.) und von Eurosport waren dabei.
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Alles Daumendrücken hat nicht gereicht: Im Stüberl am Sonnenbichl in Bad Wiessee verfolgte der Fanclub den zweiten Durchgang des Olympia-Riesenslaloms. Auch Fernsehteams des BR (l.) und von Eurosport waren dabei.
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Doris Aumann ist Vorsitzende des Fanclubs und hat das Public Viewing organisiert.
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Alles Daumendrücken hat nicht gereicht: Im Stüberl am Sonnenbichl in Bad Wiessee verfolgte der Fanclub den zweiten Durchgang des Olympia-Riesenslaloms. Auch Fernsehteams des BR (l.) und von Eurosport waren dabei.
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Alles Daumendrücken hat nicht gereicht: Im Stüberl am Sonnenbichl in Bad Wiessee verfolgte der Fanclub den zweiten Durchgang des Olympia-Riesenslaloms. Auch Fernsehteams des BR (l.) und von Eurosport waren dabei.
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Alles Daumendrücken hat nicht gereicht: Im Stüberl am Sonnenbichl in Bad Wiessee verfolgte der Fanclub den zweiten Durchgang des Olympia-Riesenslaloms. Auch Fernsehteams des BR (l.) und von Eurosport waren dabei.

Olympische Winterspiele 2018

Nur Blech für Viktoria Rebensburg

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Nach einem Patzer im ersten Lauf und einer starken Aufholjagd im zweiten Durchgang wird Viktoria Rebensburg im Riesenslalom undankbare Vierte. Ihr Fanclub hat am Sonnenbichl bis zum Schluss an eine Medaille geglaubt.

Pyeongchang / Bad Wiessee – Es gehört zu den Eigenheiten der Olympischen Spiele, dass der letzte Platz gefühlt nicht der schlechteste ist. Vierter werden ist nämlich noch schlimmer. In jedem anderen Wettkampf ist der vierte Platz ein herausragendes Ergebnis. Bei Olympia und Weltmeisterschaften auch. Aber vor allem ist der vierte Platz der erste, für den es keine Medaille gibt. Gold, Silber, Bronze – und dann kommt Blech, Leder, Holz oder wie man es auch nennen mag. Ein Athlet muss diesen vierten Platz belegen. Beim olympischen Riesenslalom in Pyeongchang war es Viktoria Rebensburg.

Nach Gold in Vancouver 2010 und Bronze in Sotschi 2014 holte die Kreutherin dieses Mal Blech, Leder, Holz. Also irgendwie nichts. Zwölf Hundertstelsekunden fehlten Rebensburg am Ende auf die Italienerin Federica Brignone. Verloren hatte sie die Medaille im ersten Lauf, als sie eine Bodenwelle falsch einschätzte, viel Zeit liegen ließ und nur als Achte ins Ziel kam. Im zweiten Durchgang folgte eine Achterbahnfahrt der Gefühle – und Rebensburgs Fanclub fuhr zu Hause vor dem Bildschirm mit auf und ab.

„Eigentlich war die Stimmung gut. Die meisten haben gedacht, dass Vicky wieder einen ihrer berüchtigten zweiten Läufe zeigt“, sagt Doris Aumann. Die Vorsitzende des Fanclubs hatte sich mit rund 30 anderen Mitgliedern – unter ihnen Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider – zum Public Viewing im Sonnenbichl-Stüberl in Bad Wiessee getroffen. „Als Vicky im zweiten Lauf dann wieder und wieder einen Platz nach vorne gerutscht ist, haben wir an die Medaille geglaubt“, sagt Aumann. Rebensburg hatte einen starken zweiten Lauf gezeigt, am Ende fuhr sie die drittbeste Zeit. Keine der Medaillengewinnerinnen war schneller, auch Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (USA) nicht.

Aber der verpatzte erste Lauf hatte Rebensburg zu viel Zeit gekostet. Als die Norwegerin Ragnhild Mowinckel die Kreutherin von der Spitze verdrängte, war klar, dass es nicht für eine Medaille reicht. Dass es am Ende der undankbare vierte Platz wurde, lag daran, dass die nach dem ersten Durchgang führende Südtirolerin Manuela Mölgg im zweiten Lauf patzte und aus den Medaillenrängen fiel. „Wir hätten es Mölgg gegönnt“, sagt Aumann. Auf Rebensburg bezogen heißt das: Lieber Fünfte als Vierte – so verrückt sind die Olympischen Spiele.

Zwei Chancen auf eine Einzelmedaille hat Rebensburg noch. In der Nacht auf Samstag startet die Kreutherin im Super-G, für die Nacht auf Mittwoch ist die Abfahrt geplant. Los geht’s jeweils um drei Uhr. Ein Public Viewing wird es dann nicht mehr geben. „Um die Zeit schauen sich das die meisten lieber zuhause auf dem Sofa an“, sagt Aumann. Die Daumen aus der Heimat werden aber genauso fest gedrückt.

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