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Ein überaus starker erster Lauf und ein guter zweiter bescherten der Schwedin Charlotta Saefvenberg den Sieg.
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Reichlich Applaus der Zuschauer gab es bei der aufwendig inszenierten Siegerehrung. Insgesamt war der Besucherzuspruch jedoch eher mäßig.
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Mit einem „Flat Spin 5 Grab“ begeisterte der Bayrischzeller Slopestyler Emil Rothbauer (SC Miesbach) die Zuschauer in der Pause zwischen den beiden Durchgängen.
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Schirmherrin der EC-Slaloms: Christa Kinshofer beglückwünschte die Preisträger des Gewinnspiels.
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Die Besten: Auch mit Sachpreisen wurden die zehn schnellsten Ski-Rennläuferinnen des Europacup-Slaloms am Samstagabend belohnt.
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Der Fackellauf der Ski-Kinder der Trainingsgruppe Sonnenbichl beendete eindrucksvoll das Rahmenprogramm zum diesjährigen Europacup am Samstag.

Europacup-Slalom der Damen

Sonnenbichl nicht vom Glück gesegnet

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In Abwesenheit der deutschen Slalom-Elite gewinnt die Schwedin Charlotta Saefvenberg den Europacup-Slalom am Sonnenbichl. Bei der fünften Auflage fehlten diesmal auch Fahrerinnen aus dem Landkreis. Dafür gab es wieder ein Lob für die Organisation.

Bad Wiessee – Nicht gerade vom Glück gesegnet waren die Veranstalter des Europacup-Slaloms der Damen am Samstag auf dem Sonnenbichl-Hang in Bad Wiessee. Die Diskrepanz war auch zu offensichtlich: „Ausgezeichnet“, sagt der Schlierseer Anderl Ertl, Nachwuchs-Trainer im Deutschen Skiverband, seien die Pistenbedingungen gewesen. Eher mäßig hingegen die sportliche Qualität der angetretenen Fahrerinnen. Was auch auf die Zuschauerzahlen zutrifft: Die Veranstalter hätten mehr verdient gehabt. Gewonnen hat den Slalom letztlich die Schwedin Charlotta Saefvenberg, vor der Norwegerin Kristina Gjelsten Haugen und der Italienerin Roberta Midali – alle drei Jahrgang 1994.

In Abwesenheit der kompletten deutschen Slalomelite erreichte die 25-jährige Andrea Filser (Wildsteig) auf Rang 17 als beste Deutsche das Ziel. Pech hatte die junge Franziska Berger (SC Lenggries) – die einzige Starterin des Skiverbands Oberland (SVO). Sie schied schon im ersten Durchgang aus, nachdem sie ein Tor verfehlt hatte: „Ich habe mir gedacht, ich habe hier sowieso nichts zu verlieren, also habe ich Vollgas gegeben.“ Anfangs ging ihr Konzept auf. „Doch im Steilhang ist meine Linie dann etwas zu gerade geworden, und ich habe das nächste Tor nicht mehr erwischt.“

Auch wenn sich im zweiten Durchgang der Nebel etwas verzogen hatte und die Sicht kurzzeitig besser geworden war, setzte ein Favoritensterben ein. Von den sieben Top-Fahrerinnen des ersten Laufs konnte lediglich die spätere Siegerin Saefvenberg ihre Position behaupten. Am meisten profitierte davon die letztlich drittplatzierte Italienerin Roberta Midali. Sie war auf Rang 22 gelegen, als ihr im zweiten mit einem furiosen Lauf die Bestzeit und der Sprung aufs Stockerl gelangen.

„Ich kann mir das auch nicht erklären, denn die Piste ist durch den leichten Regen sogar noch besser und vor allem schneller geworden“, rätselte Ertl, der wegen einiger deutscher Nachwuchstalente an den Sonnenbichl gekommen war. Insgesamt lobte er den Einsatz des Wasserbalkens bei der Pistenpräparierung: „Da hat es in der Nacht gefroren und so für eine richtig harte Unterlage auf dem Hang gesorgt.“ Auch die beiden FIS-Delegierten Marco Gut und Janez Flere hatten nur Lob für die Organisation der fünf Tegernseer Tal Vereine aus Ostin, Tegernsee, Rottach-Egern und Bad Wiessee parat.

Dass kaum deutsche Qualität auf dem Hang zu bewundern war, war ebenfalls Pech und hatte mit dem Wind bei Olympia in Südkorea zu tun. Wäre dort der Damen-Slalom nicht um ein paar Tage verschoben worden, wären tatsächlich alle deutschen Slalom-Spezialistinnen in Wiessee an den Start gegangen. Letzteres hatten sogar die Veranstalter in der Hektik vor dem Rennen übersehen. „Erst als bei uns das Hotel angerufen hat und uns mitteilte, dass noch einige der gebuchten Betten leer seien, wurde uns bewusst, dass die ja noch in Pyeongchang sind“, sagte EC-Managerin Steffi Sennhofer.

Warum dann nicht einige junge Rennläuferinnen aus der Region eine Chance erhalten hatten, erklärte Ertl: „Die meisten, die hierfür in Frage gekommen wären, sind entweder verletzt, oder kommen wie Lea Klein erst aus einer längeren Verletzungspause heraus.“ Die ganz jungen Athletinnen hingegen, die gerade erst ihre ersten Rennen auf internationalem Parkett bestreiten, „sind leistungsmäßig noch zu weit weg. Sie hätten ja mit sehr hohen Startnummern ins Rennen gehen müssen. Dafür ist aber der Sonnenbichl mit Europa-Cup-Präparierung noch zu schwer.“

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