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Rebensburg erobert Rotes Trikot zurück

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Viktoria Rebensburg ist zurück: Nach zweiwöchiger Zwangspause gewinnt die Kreutherin bei ihrem Comeback gleich den Riesenslalom am Kronplatz. © Peter Kornatz

Nach zweiwöchiger Zwangspause gewinnt Viktoria Rebensburg überlegen  den Riesenslalom am Kronplatz und holt sich das Rote Trikot zurück.

Kronplatz – Viktoria Rebensburg hat in den vergangenen beiden Wochen mehr Zeit auf der Couch verbracht als anderswo. Aber davon war gestern beim Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz in Südtirol nichts zu sehen. Die 28-jährige Kreutherin meldete sich nach ihrer hartnäckigen Viruserkrankung mit einem Sieg zurück. „Es ist cool zu wissen, dass ich schnell bin“, sagt Rebensburg nach ihrem dritten Weltcup-Sieg in diesem Winter.

Nach dem ersten Durchgang war die Kreutherin noch Dritte. Aber Rebensburgs große Stärke ist es ja, im zweiten Durchgang noch einmal draufzupacken. Auch dieses Mal. Sie haute auf der eisigen Piste einen Traumlauf raus und gewann am Ende mit drei Hundertstelsekunden Vorsprung auf die Norwegerin Ragnhild Mowinckel.

„Ich bin super happy“, meint Rebensburg, die sich mit dem Triumph das Rote Trikot der Führenden im Riesenslalom-Weltcup zurückholte. Das hatte zuvor Mikaela Shiffrin getragen. Doch die US-Amerikanerin, die den Gesamtweltcup mit großem Vorsprung vor Rebensburg anführt, schied am Kronplatz nach einem Fahrfehler im ersten Durchgang aus.

Die vergangenen Wochen waren nicht einfach für die Kreutherin. „Daheim zu liegen, anstatt Rennen zu fahren oder zu trainieren, war anstrengend“, sagt Rebensburg. „Vor allem den Weltcup in Cortina d’Ampezzo wäre ich gerne gefahren.“ Im Nachhinein sieht Rebensburg aber ein, dass es die richtige Entscheidung war, geduldig zu bleiben. „Lieber 100 Prozent auskurieren, als halbfit an den Start gehen und die Erkrankung verschleppen“, meint sie. „Es stehen ja noch ein paar wichtige Rennen an.“

Genau 19 Tage sind es noch bis zum olympischen Riesenslalom in Pyeongchang (Südkorea). Spätestens seit gestern weiß Rebensburg, dass eine weitere olympische Medaille nach Gold in Vancouver 2010 und Bronze in Sotschi 2014 drin ist. „Es gibt aber noch viel zu tun“, sagt sie. Deswegen ist Rebensburg auch am Kronplatz geblieben, um am heutigen Mittwoch und am morgigen Donnerstag noch einmal auf der Rennpiste zu trainieren. „Ich muss ein paar Tage aufholen“, sagt sie. „Aber ich muss auch schauen, dass ich die richtige Balance aus Training und Regeneration finde.“ 

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