24 Hundertstel fehlten Toni Tremmel, hier in Kitzbühel im vergangenen Jahr, zuletzt auf den Cut.  Foto: Joe Klamar/AFP
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24 Hundertstel fehlten Toni Tremmel, hier in Kitzbühel im vergangenen Jahr, zuletzt auf den Cut.

Doppel-Weltcup in Österreich

Tremmel startet nach schwieriger Streckensuche in Flachau

  • vonHans-Peter Koller
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Die Suche nach einer Weltcupstrecke glich einer kleinen Odyssee, doch jetzt ist klar: Der alpine Abfahrer Toni Tremmel aus Rottach-Egern ist am Wochenende zweimal in Flachau gefordert.

Rottach-Egern/Flachau – Grundsätzlich gehörten die alpinen Weltcup-Veranstaltungen in Wengen zu den Fix-Terminen. Nicht aber so in diesem Winter. Aufgrund zu hoher Corona-Infektionszahlen wurden die Rennen in der Schweiz nach Österreich verlegt. Aber auch hier spielte die Pandemie den Verantwortlichen einen Streich. In Kitzbühel tauchte das Virus in einer Skilehrergruppe aus England auf. 17 mögliche Fälle der britischen Corona-Mutation machten eine neuerliche Absage notwendig. Dass der Alpinsport in Österreich einen hohen Stellenwert genießt, bewies Bundeskanzler Sebastian Kurz, der sich innerhalb der Alpenrepublik für eine weitere Verlegung stark machte. Und so werden an diesem Wochenende in Flachau zwei Weltcup-Slaloms ausgetragen.

Mit im bundesdeutschen Aufgebot ist der Rottacher Toni Tremmel. Am Samstag findet zunächst die Ersatzveranstaltung für Wengen statt, am Sonntag folgt, am gleichen Hang, der in Kitzbühel ausgefallene Weltcup-Slalom. Der Deutsche Skiverband (DSV) hat für beide Rennen ein großes Aufgebot von sechs Startern nominiert.

Die Vorbereitung am Jenner in Berchtesgaden bis zum Mittwoch zielte allerdings auf die erwarteten Verhältnisse in Kitzbühel ab. Eine mit Wasser getränkte und entsprechend eisige Piste. „In Flachau wird sich der Hang komplett anders präsentieren“, erklärt der DSV-Bundestrainer Christian Schwaiger „relativ flach und einfach.“

Die Beschaffenheit des Hanges im Salzburger Land ist für Toni Tremmel das eine, das anvisierte Ziel den Cut für den zweiten Durchgang zu schaffen, das andere. Der Technik-Spezialist des SC Rottach-Egern rückt der magischen Grenze der besten Dreißig des ersten Laufes immer näher. Zuletzt fehlten Tremmel minimale 24 Hundertstelsekunden (wir berichteten). Am Samstag startet der erste Durchgang um 9.30 Uhr. Am Sonntag um eine Stunde später.

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