+
Zufrieden mit ihrer Fahrt war Viktoria Rebensburg nach dem Abfahtsrennen von Åre. 

Kreutherin Elfte bei WM-Abfahrt

Rebensburg erste Gratulantin bei Vonns Abschiedsshow

  • schließen

Bei der WM-Abfahrt war Viktoria Rebensburg nicht die Erste, dafür aber beim Überbringen der Glückwünsche an Lindsey Vonn. Am Ende wird die Kreutherin in Åre Elfte.

Åre – Der größte Moment in Viktoria Rebensburgs WM-Abfahrt war nicht ein besonders gelungener Schwung, ein waghalsiger Sprung oder die Zieleinfahrt. Der größte Moment am Sonntagmittag in Åre war eine Verbeugung und eine Umarmung. Die Kreutherin war die Erste, die Lindsey Vonn (USA) nach ihrem letzten Skirennen gratulierte. Zunächst zu einer gelungenen Fahrt und dann zu einer großen Karriere. Am Ende aber auch zu Bronze. Vonn holte in ihrem allerletzten Rennen noch einmal eine Medaille. Rebensburg ging beim Sieg der Slowenin Ilka Stuhec leer aus, die 29-Jährige wurde Elfte.

Hängen blieb aber der Moment, als sie vor Vonn im Schnee auf die Knie ging und sich verbeugte. Eine schöne Geste. „Lindsey ist eine der größten Skifahrerinnen aller Zeiten und es war für mich eine Ehre, einen Teil meiner Karriere mit ihr bestreiten zu dürfen“, sagte Rebensburg schon vor der WM und hatte der 34-Jährigen einen „guten Abschluss“ gewünscht. Den hat die US-Amerikanerin mit Bronze in der Abfahrt gefunden. Es war ihre elfte Medaille bei einem Großereignis. Dazu kommen sagenhafte 82 Weltcup-Siege.

Rebensburg war in Åre als Erste auf die Strecke gegangen. Vonn startete kurz darauf mit Startnummer drei und war 33 Hundertstel schneller als die Kreutherin. Es folgten dann noch neun weitere Athletinnen, die Rebensburgs Zeit unterboten. Die 29-Jährige hatte an diesem Tag einfach keine Chance auf eine Medaille. „Ich bin eigentlich mit meiner Fahrt im Großen und Ganzen echt zufrieden“, sagte sie. Es reichte trotzdem nicht für eine Top-Platzierung.

Manch einer mag insgeheim vielleicht aufgeatmet haben, als Rebensburg auf Rang fünf durchgereicht wurde. Denn da war klar, dass sich ihr Pech aus dem Super-G, als sie die Bronzemedaille um historische zwei Hundertstelsekunden verpasste, nicht wiederholen würde. Am Ende hatte Rebensburg als Elfte 0,82 Sekunden Rückstand auf Siegerin Stuhec. Die Slowenin verteidigte damit ihren WM-Titel in der Abfahrt, schon 2017 in St. Moritz (Schweiz) hatte sie Gold gewonnen. Silber ging an die Schweizerin Corinne Suter, die nach Bronze im Super-G ihre zweite WM-Medaille in Åre holte.

Für Rebensburg bleibt noch eine Chance auf Edelmetall – ihre größte. Am Donnerstag, 14. Februar, startet sie in ihrer Spezialdisziplin Riesenslalom, in der sie Gold und Bronze bei Olympia, WM-Silber und dazu 14 Weltcup-Siege geholt hat.

cf

Auch interessant

Kommentare