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Gut gefahren ist Viktoria Rebensburg im ersten WM-Abfahrtstraining in Åre.

Start in der WM-Abfahrt

Rebensburg hat Super-G abgehakt

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„Ich habe nach dem Rennen ein Bier getrunken, mich mit meinem Trainer unterhalten, und spätestens am nächsten Tag hat die Welt schon wieder anders ausgeschaut“, sagt Viktoria Rebensburg. Am Sonntag startet die Kreutherin in der WM-Abfahrt.

Åre – Es zeichnet Spitzensportler aus, dass sie Misserfolge schnell abhaken können. Viktoria Rebensburg hat das nach dem für sie äußerst unglücklichen WM-Super-G im schwedischen Åre (Schweden) offenbar geschafft. „Ich habe nach dem Rennen ein Bier getrunken, mich mit meinem Trainer unterhalten, und spätestens am nächsten Tag hat die Welt schon wieder anders ausgeschaut“, sagt Rebensburg kann dabei schon wieder schmunzeln.

Wie berichtet, hatten der Kreutherin am Dienstag zwei Hundertstelsekunden im Super-G auf eine Medaille gefehlt – ein historisch knapper Rückstand. Die nächste Chance auf Edelmetall hat Rebensburg am Sonntag, wenn um 10.30 Uhr die Abfahrt gestartet wird. Die 29-Jährige hat also gar nicht viel Zeit, sich noch länger mit dem Super-G zu beschäftigen. „Das Rennen ist vorbei, es ist Geschichte. Es wäre nur verschwendete Energie, sich über die zwei Hundertstel aufzuregen“, sagt sie. „Ich kann mir keinen Vorwurf machen. Ich habe alles gegeben und meine beste Leistung abgerufen. Ich war wirklich zufrieden, wie ich gefahren bin. Es war einfach eine höhere Macht.“

Auch die Tatsache, dass Rebensburg nun schon zum dritten Mal bei einem Großereignis wenige Hundertstel an einer Medaille vorbeifuhr, beschäftigt sie nicht weiter. „Ich bin seit Beginn meiner Karriere felsenfest davon überzeugt, dass sich so etwas ausgleicht und die Hundertstel irgendwann wieder zurückkommen.“

Vielleicht ja schon in der Abfahrt. Lange war nicht klar, ob Rebensburg überhaupt teilnehmen wird. Die letzte Abfahrt vor der WM, das Rennen in Garmisch-Partenkirchen, hatte sie ausgelassen. Nach Rücksprache mit dem Trainerteam fiel dann die Entscheidung, in Åre zu starten. „Hier ist das erste Training sehr positiv verlaufen und der Super-G ja auch. Ich komme mit dem Schnee und der Strecke wirklich gut klar. Mir taugt es einfach“, sagt Rebensburg, die Ort und Strecke „supercool“ findet. „Deswegen sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es für mich die beste Lösung ist, die WM-Atmosphäre hier aufzusaugen und das Abfahrtsrennen mitzunehmen.“

Zu Beginn des Winters lief es für Rebensburg in der Abfahrt überhaupt nicht rund. Im kanadischen Lake Louise landete die Kreutherin auf dem 16. und 18. Platz. „Ich habe in Cortina ein paar Sachen verändert, das hat dann eigentlich ganz gut funktioniert“, sagt sie. Der fünfte Platz in Cortina d’Ampezzo ist das letzte Ergebnis, das Rebensburg in dieser Saison in der Abfahrt stehen hat.

Für Sonntag erwartet sie ähnliche Bedingungen wie im ersten Training in Åre, als Rebensburg Zehnte wurde. „Es ist wärmer geworden. Es kommt mir entgegen, dass der Schnee nicht mehr so aggressiv ist“, sagt sie. Ein gutes Ergebnis kann Rebensburg in Abfahrten in Åre auch vorweisen. Im vergangenen Winter wurde sie beim Weltcup-Finale Vierte. Auf Rang drei fehlten ... fünf Hundertstel.

cf

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