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Ganz oben: Christoph Lechner vom SC Ostin gewinnt die Europacup-Gesamtwertung.

Snowboard: Freestyle

Christoph Lechner holt Gesamtsieg im Europacup

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Der Waakirchner Christoph Lechner fährt auf der Halfpipe seine beste Saison. Der 17-Jährige holt sich neben dem Gesamtsieg im Europacup auch  die Deutsche Vizemeisterschaft.

Waakirchen – Christoph Lechner, Freestyle Snowboarder auf der Halfpipe vom SC Ostin, blickt auf eine äußerst erfolgreiche Saison zurück. So erfolgreich, dass er gar nicht genau sagen kann, was das größte Highlight von allen war. „Die Europacups“, meint der 17-Jährige dann nach kurzer Überlegung doch.

Denn die liefen für ihn wie aus dem Bilderbuch. Den Anfang machten drei Bewerbe in der Schweiz: In Crans-Montana wurde Lechner Fünfter, bevor er in Davos mit einem dritten Platz sein erstes Stockerl im Europacup einfuhr. Ebenfalls Dritter wurde er in Laax, ehe er im österreichischen Kühtai noch einen drauf setzte: Seine Wertung reichte für den zweiten Rang, nur geschlagen vom deutschen Olympia-Teilnehmer Johannes Höpfl (SC Passau).

Für den ersten Europacup-Sieg reichte es in diesem Winter also noch nicht, doch die kontinuierlich guten Leistungen des Waakirchners sicherten ihm Platz eins in der Europacup-Gesamtwertung. Und nicht nur das: Durch den Bewerb in Kühtai sicherte sich Lechner außerdem den Titel des Deutschen Vizemeisters auf der Halfpipe sowie die Deutsche Meisterschaft in der Rookie-Wertung (U18). Damit nicht genug der Freude für Familie Lechner: Auch Christophs jüngerer Bruder Florian (12) gewann in Kühtai in seiner Altersklasse.

Ganz oben: Christoph Lechner vom SC Ostin gewinnt die Euro pacup-Gesamtwertung.

So viel also zum erfolgreichen Europacup. Doch die Saison begann für Christoph Lechner deutlich früher. Schon im September vergangenen Jahres startete er in Cardrona (Neuseeland) im Weltcup. Dort, genauso wie bei seinem zweiten Weltcup-Start in Laax, fuhr er einen 28. Rang ein. Passable Platzierungen, doch wichtiger sind für ihn die Erfahrungen. „Im Weltcup ist die Konkurrenz größer, und man sieht, wie die anderen so drauf sind“, erzählt er. „Außerdem war ich deutlich aufgeregter als im Europacup und kann lernen, in Zukunft besser damit umzugehen.“

Das könnte er sogar schon bald brauchen. Denn sein Gesamtsieg im Europacup sichert Lechner für die kommende Saison einen festen Startplatz auf der Weltcuptour. Doch bis dahin dauert es noch ein Weilchen. Vorerst stehen noch ein paar letzte Trainingseinheiten auf dem Programm. Und dann muss Lechner das Board für ein paar Wochen mit der Schulbank tauschen – ein Gedanke, bei dem die Vorfreude des 17-Jährigen auf den nächsten Winter schon wieder steigen dürfte.

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