Hoch in der Luft: Florian Lechner feierte bei den Laax Open in der Schweiz sein Debüt im Weltcup. Dort hatte er, wie sein älterer Bruder Christoph, mit den schwierigen Verhältnissen zu kämpfen.
+
Hoch in der Luft: Florian Lechner feierte bei den Laax Open in der Schweiz sein Debüt im Weltcup. Dort hatte er, wie sein älterer Bruder Christoph, mit den schwierigen Verhältnissen zu kämpfen.

Christoph und Florian Lechner sehen in der Saison auch etwas Positives

Lechner-Brüder trotz Aus zufrieden mit Weltcup in Laax

  • vonSofia Eham
    schließen

Christoph und Florian Lechner vom SC Ostin sind beim Halfpipe-Weltcup in Laax früh ausgeschieden. Zufrieden sind sie trotzdem.

Waakirchen/Laax – Die Halfpipe-Spezialisten haben es in diesem Winter nicht leicht. Denn coronabedingt starten die Halfpipe-Fahrer in diesem Winter nur in einem einzigen Weltcup-Contest. Dieser fand am vergangenen Wochenende im schweizerischen Wintersport-Paradies Laax statt. Ein Austragungsort, auf den sich Christoph und Florian Lechner vom SC Ostin immer wieder besonders freuen:

„Für mich ist das die geilste Pipe, die es auf der Welt gibt“, schwärmt Christoph (20) und sein kleiner Bruder (15) ergänzt: „Dazu ist die Landschaft ein Traum.“

Ganz ideal lief es dann für die beiden Waakirchner im Contest allerdings nicht (wir berichteten). Christoph haderte mit seiner Geschwindigkeit, ihm fehlte der Schwung, um seinen ersten Run so zu beenden, wie er wollte. Beim zweiten bremste ihn zusätzlich der anhaltende, starke Schneefall. Er erwischte eine Landung nicht gut, konnte einen seiner Tricks nicht zu Ende führen und improvisierte: „Es war dann schon cool, dass ich einen improvisierten, nicht trainierten Trick zu Ende gebracht habe“, meint der 20-Jährige. „Trotzdem bin ich enttäuscht – denn mit meinem eigentlich geplanten Run hätte ich es ins Finale geschafft.“ So war für ihn nach dem Halbfinale Schluss.

Ähnlich erging es seinem Bruder Florian, der ebenfalls mit den langsamen Verhältnissen zu kämpfen hatte. Und trotzdem zeigt er sich mit seinem Weltcup-Debüt zufrieden: „Mir ging es eigentlich ganz gut und es war vor allem eine coole Erfahrung, mit der Weltspitze zu fahren“, sagt der 15-Jährige. Er landete in der Endwertung auf dem 30. Platz, sein älterer Bruder auf Platz 19.

Auch WM in China abgesagt

Mit dem Start in den Weltcup ist dieser für diese Saison auch schon wieder vorbei. Denn aktuell sind keine weiteren Contests im Weltcup-Format für diesen Winter mehr geplant. Auch die Weltmeisterschaften in China sind abgesagt. Dass kurzfristig noch ein anderer Austragungsort gefunden wird, wie es etwa bei den Snowboardcrossern mit Idre Fjäll in Schweden gelungen ist, scheint immer unwahrscheinlicher.

Die Lechners sehen in dieser stark verkürzten Saison aber auch etwas Positives: „Es ist natürlich schade, dass es nur diesen einen Contest gab“, sagt Christoph. „Aber dafür können wir in dieser Saison viel mehr trainieren und haben auch die Gelegenheit, neue Tricks zu lernen.“ Den einen oder anderen Start im Europacup möchten die beiden Waakirchner aber noch mitnehmen, um nicht völlig aus dem Contest-Modus zu fallen.

So hat diese Saison vor allem einen großen Sinn und Zweck: sich bestmöglich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Beide wollen ihre Runs stehen und perfektionieren und sich darüber hinaus tricktechnisch noch weiterentwickeln. „Mein Ziel ist, meinen Run in diesem Winter so vorzubereiten, dass ich ihn nächstes Jahr immer lande“, sagt Christoph. Denn im Winter 2021/2022 geht es vor allem um eines: die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare