Die Sportlergala im Hotel Bachmair Wiessach in Kreuth: Bilder und Zitate
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Die U23-Spieler des TEV Miesbach, mit Trainer Simon Steiner (l.) und Kapitän Samuel Matha (r.), sicherte sich wie schon im Jahr zuvor den Titel als Mannschaft des Jahres.
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Heinrich Lemer, Chef der Sportredaktion des Münchner Merkur, und Lokalsport-Redakteurin Julia Pawlovsky.
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Snowboardcrosser Konstantin Schad aus Fischbachau landete auf Platz zwei.
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Experte beim TEV: Sportlicher Leiter Stefan Moser über die Zukunft der Teams.
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Gäste der Sportlergala.
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Die U23-Spieler des TEV Miesbach im Interview.
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Radsportlerin Lena Ostler holte den Titel im Nachwuchs – ihre Karriere ist nun beendet.
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Radsportlerin Lena Ostler holte den Titel im Nachwuchs – ihre Karriere ist nun beendet.

Nach der Wahl ist vor Olympia

Die Sportlergala 2017: Die Bilder und die witzigsten Zitate

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Die besten Landkreissportler um Vanessa Hinz und Viktoria Rebensburg wurden bei der Gala der Heimatzeitung im Hotel Bachmair Weissach geehrt. Mit dabei auch Ex-Profis wie Markus Wasmeier und Peter Schlickenrieder.

Kreuth – Weiße Tischdecken und Servietten, in einem Glas hellgrüne Nelken und blaue Hortensien, eine Flut von Sonnenstrahlen. Rund die Hälfte der knapp 100 Gäste erschien in Tracht, die andere Hälfte in Anzug und Kleid. Sportredakteurin Julia Pawlovsky eröffnete die 32. Gala mit Worten, die jeder Sportler gerne sagt: „Die Bedingungen könnten nicht besser sein.“

Für den Festabend, der heuer im Hotel Bachmair Weissach in Kreuth stattfand, hatten Wintersportler wie beispielsweise Vanessa Hinz gar den Urlaub verschoben. Ehemalige Stars der Sportszene im Landkreis waren ebenso erschienen wie Bürgermeister, führende Sportfunktionäre und andere bekannte Gesichter. „Ein Familientreffen“, nannte es Schirmherr Landrat Wolfganz Rzehak.

Zu den ruhigen Töne von Knockin’ on heaven’s door – das Unterdarchinger Musikduo Bär und Er gestaltete den Abend –, servierten die Kellner das Essen. Nach Kalbsrücken mit Morchelrahmsoße und einem Dessert zum Niederknien verbreitete sich gespannte Stille im Saal. Die Pokale standen bereit, die Sportler auch. Bevor sie ihre Ehrung jedoch entgegennehmen durften, galt es – was wäre eine Heimatzeitung auch ohne Interviews – noch einige Fragen zu beantworten.

Dass Hinz ihren Urlaub der Gala angepasst hatte, war nicht verwunderlich. Schließlich hatte die Biathletin aus Schliersee das Rennen um den Titel als Sportlerin des Jahres genauso souverän gewonnen, wie sie in der vergangenen Saison die weltweite Biathlonelite hinter sich gelassen hatte. 2300 Stimmen Vorsprung hatte sie auf Rennrodlerin Natalie Geisenberger. „Die Konkurrenz bei der Wahl ist hart“, sagte Hinz mit dem Strahlen einer Siegerin im Gesicht.

Derweil war sie es gewesen, die bisher zu den Sportlerinnen im Landkreis aufgeblickt hatte – besonders zu Vorjahressiegerin Viktoria Rebensburg. „Die Vicky war immer mein Vorbild, schon in der Schule.“ Ihr den Titel zu nehmen, war für Hinz eine ganz besondere Ehre. Hochverdient – das hatten die 4304 eingesendeten Coupons bestätigt. Für Hinz die Krönung einer perfekten Saison. „Ich habe mir selbst nicht so viel Druck gemacht wie in den Jahren zuvor“, erklärte sie ihren Erfolg.

Samuel Matha vom TEV Miesbach: „Ganz schöne Holzhacker“

Von einer perfekten Saison konnte ihre Vorbild-Sportlerin nicht sprechen. Rebensburgs Skirennen im Winter 2016/17 waren geprägt von Stürzen und Verletzungen. „Die Saison ist von vorne bis hinten in die Hose gegangen“, stellte die Kreutherin nun mit einigem Abstand nüchtern fest. Mit dem neuen Trainer der alpinen Frauen beim Deutschen Skiverband, Jürgen Graller, war Rebensburg schon einen Kaffee trinken. „Der macht einen guten Anschein und ist extrem engagiert.“ Die Rennfahrerin schöpft neuen Mut. Im kommenden Weltcup will sie wieder angreifen und vergangene Niederlagen vergessen machen. Und zwar in erster Linie nicht für die anderen. „Wenn ich am Start stehe, fahre ich nur für mich selbst.“

Aktuelles zu den Sportlern lest ihr auf der Facebook-Seite des Lokalsport Landkreis Miesbach.

Auf sich gestellt war lange Zeit auch der Sieger bei den Männern. Zum ersten Mal bei der Wahl dabei und gleich abgeräumt – Langläufer Lucas Bögl aus Holzkirchen kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. „Endlich habe ich es wieder in den Kader geschafft“, sagte Bögl, der lange Zeit allein trainieren musste. Peter Schlickenrieder, Olympia-Zweiter auf der Sprintstrecken, hatte für die ARD einige von Bögls Rennen kommentiert. „Das war brutal“, sagte er. „Da ist mit mir beim Kommentieren echt der Gaul durchgegangen.“

Eine solche Ausdrucksweise beherrschte auch Samuel Matha von der U23 des TEV Miesbach. Über den Gegner aus Germering, der den Miesbachern heuer den Titel als Bayerischer Meister weggeschnappt hatte, sagte er: „Das waren ganz schöne Holzhacker.“ Weil es bei der Sportlergala ja aber um die Erfolge von 2016 gegangen war, war es für die Nachwuchs-Cracks kein Problem gewesen, den Titel der Mannschaft des Jahres ein zweites Mal in Folge zu holen.

Radfahrerin Lena Ostler: Zum Abschluss der Karriere Titel geholt

Ob es wohl einen Hattrick geben wird, fragte sich Stefan Moser, Sportlicher Leiter des TEV. Im TuS Holzkirchen, der am morgigen Samstag in die Fußball-Bayernliga aufsteigen kann, sieht er einen großen Konkurrenten. Außerdem: Vermutlich startet das U23-Team in der kommenden Saison im Seniorenbereich – und da werden noch ganz andere Gegner warten.

Einen zweiten Titel wird wohl auch Lena Ostler nicht holen. Die Radsportlerin der Équipe vélo Oberland hat ihre Karriere nämlich an den Nagel gehängt und arbeitet nun bei der Polizei. Ein bisserl schwer falle ihr die Entscheidung im Nachhinein schon. „Vor allem jetzt wo ich sehe, wo die Kolleginnen überall in der Welt herumfahren.“ Sozusagen als „Preis für ihr Lebenswerk“ (Pawlovsky) erhielt die 18-jährige Ostler nun die Auszeichnung als Nachwuchs-Sportlerin des Jahres. Ob sie sich vielleicht doch noch einmal hinter sportliche Ziele klemmt, ließ Ostler ein wenig offen.

Zumindest die Wintersportler haben ein Ziel, und zwar alle dasselbe: Olympia 2018 in Pyeongchang. Eltern und Fans beschlossen an der Sportlergala, als Oberland-Team in Südkorea zu jubeln. Auch Schlickenrieder will sich anschließen. Er sagte in Richtung Bögl: „Wenn ich für die ARD nicht kommentiere, dann tobe ich mit deiner Mama an der Strecke.“

Sportstars wortwörtlich: Die besten Zitate des Abends

„Du bist ja gerade mitten in der Produktion einer Nachwuchssportlerin.“ Landrat Wolfgang Rzehak zu Sportreferentin Sabine Kirchmair, die bald in Mutterschutz gehen wird.

„Ich habe mehr Verletzungen als der Marco Reus Tattoos.“ Snowboardcrosser Konstantin Schad, zwei Bandscheibenvorfälle, ein Gesichtsbruch.

„Von den Norwegern lass ich mir sicher nicht die Lederhose ausziehen.“ Langläufer Lucas Bögl über das 50-Kilometer-Rennen in Lahti, bei dem er lange an der Spitze dabei war und letztlich 18. wurde.

„Wenn man meine Medaillen einschmelzen würde, hätte ich schon einen goldenen Toilettensitz.“ Schwimmer Ludwig Huber über die Anzahl seiner Erfolge, die sich anders kaum noch zählen lassen.

„Ich bin ganz gerne am Schliersee und lass’ mich da herrichten. Aber zu oft muss es jetzt auch nicht sein.“ Victoria Rebensburg mit Blick auf Physiotherapeut Martin Auracher vom Osteozentrum.

„Dass sie sich das mit ihrem Bauch noch antut.“ Sportredakteurin Julia Pawlovky erfreut über den Besuch der hochschwangeren landkreis-sportreferentin Sabine Kirchmair.

„Ich habe Glück gehabt, dass ich eine gute Stelle bei der Polizei abgrätschen konnte.“ Radfahrerin Lena Ostler über das Ende ihrer Leistungssport-Karriere.

„Schöner vom Feiern her, oder was?“ TEV-Spieler Samuel Matha auf die Frage, ob welcher Titel schöner war: Bayerischer Meister 2015 oder 2016.

„Zehn Kilometer laufen ist nicht so mein Ding. Bei den Leichtathleten sind die Sprinter immer die faulen Säcke.“ Sprinterin Antonia Pflüger.

„Das ist doch einfach bloß anstrengend. Deswegen bin ich Sprinter geworden.“ Olympia-Zweiter im Langlauf, Peter Schlickenrieder, über das 50-Kilometer-Rennen.

„Ich fühle mich oben wohler als unten.“ Bachmair Weissach-Chef Korbinian Kohler über sein Outfit, Jeans und Trachtenjanker. Wegen Umbauarbeiten im Hotel muss er momentan ständig die Kleidung wechseln.

„Du magst also zu den Alpinen kommen und mal was Gscheit’s machen? Subba!“ Markus Wasmeier zu Biathletin Vanessa Hinz, Nachdem Sportredakteurin Julia Pawlovsky Versehentlich Vitoria Rebensburg mit „Vanessa“ angesprochen hatte.

nip

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