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Kraftvoller Doppelstock-Einsatz: Josef Staltmayr (hier e in Foto von einem Rennen aus dem Januar) nahm die 22 Kilometer in klassischer Technik in Angriff. 
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Daumen hoch: Peter Grünebach aus Polling – mit 69 Jahren einer der ältesten Starter – lief die 42 Kilometer Skating in 2:33:17 Stunden. 
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War mit seiner Zeit im Ziel „sehr zufrieden“: Schorsch Hammerstingl aus Oberhausen absolvierte die 42 Kilometer Skating in 2:07:51 Stunden. 
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Schnelles Ehepaar: Silvia Spitzl gewann über die 42 Kilometer Skating in ihrer Altersklasse, Dieter Spitzl wurde unter seinen Altersgenossen starker Neunter.

„48. Ganghoferlauf“

Richtung Burggraben ging richtig die Post ab

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Beim „48. Ganghoferlauf“ in der Leutasch fanden rund 1700 Skilangläufer beste Bedingungen vor. Auch zahlreiche Athleten aus dem Landkreis waren am Start – und zeigten sich bei dem Klassiker in starker Form.

Landkreis

Der Obersöcheringer Martin Blum neigt in der Regel nicht zu Gefühlsausbrüchen, wenn er über seine sportlichen Aktivitäten berichtet. Der Auftritt beim „Ganghoferlauf“ entlockte ihm aber dann doch einige euphorische Worte. „Das war ein sehr schöner Abschluss meiner Saison. Der Schnee war super, die Sonne hat gescheint...“, sagte Blum. Die Leistung, die der 55-Jährige zeigte, war auch aller Ehren wert. Die 20 Kilometer in der freien Technik absolvierte er in 1:01:41 Stunden. Damit war er sogar um zwei Sekunden schneller als der Wildsteiger Georg Niggl, der bei der Reservisten-Meisterschaft im Biathlon in Ruhpolding mit einer der schnellsten Laufzeiten aufgetrumpft hatte (wir berichteten). In der Gesamtwertung landete Blum unter 343 Finishern auf dem 138. Platz. „In der ersten Hälfte des Feldes zu landen, ist nicht schlecht. Damit kann man zufrieden sein“, so Blum. Viele gute Läufer nutzen den Wettbewerb in der Leutasch als Saisonabschluss. „Das Niveau ist im Vergleich zu anderen Rennen schon ein bisserl höher“, so Blum, der in der Leutasch das sechste Rennen des Winters absolvierte.

Eine Extra-Schicht legte der Pollinger Peter Grünebach ein. Der 69-Jährige absolvierte die vier Kilometer von seinem Hotel aus zum Start schon auf Skiern, um danach die 42 Kilometer im freien Stil in Angriff zu nehmen. Im Vorjahr hatte Grünebach mit heftigem Schneefall und einer stumpfe Loipe zu kämpfen gehabt, diesmal lief es für ihn „locker, ohne Sturz und ohne Wehwehchen“. Nach 2:33:17 Stunden überquerte er die Ziellinie, was ihm in seiner Klasse den zwölften Platz bescherte. In der Gesamtwertung ließ er noch rund 30 zum Teil deutlich jüngere Athleten hinter sich. In diesem Winter war Grünebach kaum längere Distanzen gelaufen, hatte aber bei seinen Siegen bei der Wintertriathlon-WM und -EM ordentlich Selbstvertrauen beim Skilanglauf getankt. Nach einer kurzen Erholungspause im Ziel machte ihm der vier Kilometer lange Rückweg zum Hotel „sogar wieder richtig Spaß“.

Ebenfalls auf der 42 Kilometer-Strecke im freien Stil waren Silvia und Dieter Spitzl aus Bernried in Aktion. „Talabwärts nach Burggraben ging richtig die Post ab, da der Schnee hart und eisig war“, berichtete Silvia Spitzl. Im weiteren Verlauf talaufwärts „musste man schauen, dass man eine Gruppe erwischt, da der Gegenwind die Fahrt nicht einfach machte“. Beide fanden passende Mitstreiter. Silvia Spitzl (Jg. 1960) konnte an den beiden knackigen Anstiegen am Skatingzentrum hinauf nach Muggenmoos mehrere Frauen distanzieren. Sie überquerte nach 2:03:18 Stunden die Ziellinie, wurde starke Gesamtzehnte unter 59 Finisherinnen und gewann ihre Altersklasse. Dieter Spitzl (Jg. 1958) absolvierte die Strecke in 1:56:19 Stunden. Im Gesamtfeld schaffte er es damit ins vordere Drittel. In seiner Altersklasse wurde der Bernrieder Neunter unter 39 Platzierten. Beide erlebten „ein gutes Rennen und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, teilte Silvia Spitzl mit. Gleiches galt für den Oberhausener Schorsch Hammerstingl (Jg. 1964), der mit einer Zeit von 2:07:51 Stunden gestoppt wurde. Unter 350 Männern belegte er den 197. Rang. Die Platzierung „geht in Ordnung“, sagte der Oberhausener, der beileibe kein schlechter Skilangläufer ist. „Da sieht man, wie stark das Teilnehmerfeld besetzt ist“, so sein Fazit.

Den „Ganghoferlauf“ im klassischen Stil absolvierte Josef Staltmayr. Der 52-Jährige aus Pähl freute sich über „optimale Verhältnisse“. Das Waxen der Ski – gerade im klassischen Bereich immer eine heikle Angelegenheit – „hat auch gut geklappt“. Auf seinen schmalen Brettln war Staltmayr flott unterwegs, die 22 Kilometer absolvierte er in 1:30:58 Stunden. In der Gesamtwertung belegte er unter 142 Athleten den 82. Platz, in seiner Altersklasse wurde er Elfter. Staltmayr ging das Rennen „bewusst langsamer an“, wie er sagte. Eine weise Taktik, wie sich herausstellte, denn innerhalb der ersten sechs Kilometer wartete der Anstieg hinauf zur Plaikloipe auf die Teilnehmer. Den Kurs bezeichnete Staltmayr als „interessant“: „Es ist keine reine Schieberstrecke.“ Für ihn war e

s in diesem Winter schon der zweite Renneinsatz in der Leutasch. Mitte Januar hatte er am „Kaiser-Maximilian-Lauf“ teilgenommen. Die anspruchsvollen 30 Kilometer, die von Unterleutasch über die Wildmoosalm nach Seefeld führten, lief er damals ebenfalls in der klassischen Technik in 2:07:03 Stunden, was ihm bei den Männern einen Mittelfeldplatz bescherte.

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