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Starter beim 50. Ganghoferlauf: Hans-Peter und Marianne Grünebach aus Polling waren schon in den Vorjahren regelmäßig in der Leutasch dabei. 
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Hatten Spaß auf der Loipe: (v.l.) Hermine Osterried war über die 20 Kilometer Skating Schnellste ihrer Klasse. Zufrieden mit seiner Zeit war Valentin Hägl aus Weilheim. In der Mitte Theresa Geihe, eine Freundin aus München.
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Schnell unterwegs: Silvia Spitzl (rechts) aus Bernried gewann über die 42 Kilometer Skating ihre Altersklasse.

Ski Nordisch

Ganghoferlauf mit Sonne und Schneefall: Zwei Klassensiege beim Jubiläum

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Eine Rekord-Beteiligung wurde beim 50. Ganghoferlauf verzeichnet. Mit dabei waren auch Skilangläufer aus dem Landkreis. Zwei Frauen landeten in ihren Klassen ganz vorn.

Leutasch – Zum Jubiläum gab es eine Rekord-Beteiligung: 1933 Frauen und Männer nahmen am „50. Ganghoferlauf“ in der Leutasch teil. Das Wetter pendelte zwischen Schneefall und strahlendem Sonnenschein, was das Wachsen nicht ganz einfach machte. Zahlreiche Athleten aus dem Landkreis zeigten auf verschiedene Distanzen beachtliche Leistungen – und feierten sogar Klassensiege.

Zu denjenigen, die in ihrer Kategorie ganz vorn landete, gehörte Silvia Spitzl (Jg. 1960). Die Bernriederin absolvierte die 42 Kilometer Skating in 2:21:28,3 Stunden. Auf die Zweitplatzierte hatte sie damit über zehn Minuten Vorsprung. Unter insgesamt 89 Finisherinnen belegte sie den 23. Rang. „Der Lauf war zwar teilweise zäh. Ingesamt hat es aber viel Spaß gemacht und es war ein schöner Tag“, so lautete Spitzls Fazit. Ein Lob richtete sie auch in Richtung der Organisatoren: Die „haben ganze Arbeit geleistet“.

Ganghoferlauf: Schneefall vor dem Skating-Rennen

Beim Warten auf den Startschuss setzte Schneefall ein. Durch die hintereinander skatenden Läufer „entstand in der Mitte der Loipe eine glasige Spur, auf der man gut gleiten konnte“, so Spitzl. Überholen war ihr zufolge allerdings schwierig, da der außerhalb dieser Spur liegende Neuschnee die Loipe sehr langsam machte. Nach einigen Überholvorgängen beschloss die Bernriederin, hinter einer ganzen Gruppe von Läufern zu bleiben, „um Kräfte zu sparen“. Nach der Wende in Unterleutasch bekamen es die Teilnehmer auch noch mit (Gegen-)Wind zu tun. Spitzls Taktik ging jedenfalls auf, ab dem kleinen Anstieg auf der Lehnerwiese „konnte ich immer wieder überholen“. So auch am letzten Anstieg zum Alpenbad, als sie noch zwei Läuferinnen distanzierte. Einziger Wermutstropfen: Ehemann Dieter konnte heuer nicht starten.

Einen Klassensieg feierte auch Hermine Osterried (Jg. 1964) vom BSV Sparkasse Oberland in Weilheim. Die Ausdauersportlerin lief die 20 Kilometer Skating 1:15:33,0 Stunden. Von der Zweitplatzierten trennten sie gerade einmal 2,5 Sekunden. Unter 145 Frauen, die auf der Distanz ins Ziel kamen, landete Osterried auf dem 45. Rang.

Arbeitskollege Valentin Hägl (Jg. 1993), der auch dem Betriebssportverein der Sparkasse angehört, nahm die 25 Kilometer in klassischer Technik in Angriff. Dort überquerte er nach 1:40:21,4 Stunden die Ziellinie, was ihm in seiner Altersklasse, aus der Gesamtsieger Moritz Waidelich (SC Enzklösterle/1:11:30,2) kam, den 18. Platz bescherte. „Die Strecke war sehr anspruchsvoll“, berichtete Hägl. „Ich bin super-zufrieden.“ Für ihn und Osterried galt: „Wir hatten bestens gewachste Ski.“ Hägl nahm erstmals am Ganghoferlauf teil. Regelmäßig startet der Weilheimer bei der alljährlichen deutschen Sparkassen-Meisterschaft im Skilanglauf. In diesem Jahr belegte er in Oberhof über die 10 Kilometer in der freien Technik in seiner Klasse den dritten Platz (37:45) und wurde in der klassischen Technik über 3 Kilometer (11:13) Vierter.

Ganghoferlauf: Grünebach Fünfter in EM-Wertung

Immer fleißig bei Skilanglauf-Rennen unterwegs ist der Peißenberger Hans Steigenberger (Jg. 1959). Die 20 Kilometer im Skating-Stil lief das Mitglied der „Lauffreunde Pfaffenwinkel“ in 1:29:32,9 Stunden. Damit landete er in seiner Altersklasse auf dem 20. Platz. Ebenfalls die 20 Kilometer in der freien Technik absolvierte die Pollingerin Marianne Grünebach (Jg. 1954). Sie absolvierte diese Distanz zum ersten Mal. Bei den Wintertriathlons, an denen sie seit einigen Jahren teilnimmt, sind die Strecken deutlich kürzer. Grünebach bewältigte die technisch kniffligen Abstiege und Abfahrten ohne Sturz und lief nach 1:46:29,5 Stunden ins Ziel – als Vierte ihrer Klasse.

Ehemann Hans-Peter Grünebach (Jg. 1948) ging zusammen mit den Triathleten Claudia Bregulla-Linke (Utting) und Werner Nußbaumer (Kempten) als „Mixed Team Erdinger Alkoholfrei“ in der Wertung zur Ski-Marathon-EM über die 42 Kilometer Skating ins Rennen. Die Marathondistanz spulte der Pollinger Multisportler „ohne Beschwerden und sturzfrei“ ab. Mit der Zeit von 2:56:19,9 Stunden war Grünebach nicht ganz zufrieden, hatte aber dafür eine Erklärung. Er habe es seiner „persönlichen Wetterprognose zu verdanken“ gehabt. Das aufgetragene Kaltwachs war die falsche Wahl. „Macht nichts“, so lautete das Fazit des Pollingers. In der EM-Einzelwertung wurde er in seiner Klasse Fünfter. Die Zeitdifferenz zu den ersten drei „zeigt, wie man es besser machen kann“. In der Mannschaftswertung landeten Grünebach und seine Mitstreiter auf Rang elf. Hätte es eine Mixed-Wertung gegeben, dann wäre das Trio Zweiter geworden.

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Fasziniert vom Skating-Stil - Silvia und Dieter Spitzl sind begeisterte Skilangläufer - und bei Volksläufen im Alpenraum erfolgreich.

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