Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

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Traumhafte Gegend, herrliches Wetter: Tina Steinl auf der Kaunertaler Gletscherstraße.
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Traumhafte Gegend, herrliches Wetter: Tina Steinl auf der Kaunertaler Gletscherstraße.

Tina und Gerhard Steinl mit großem Ziel

Gemeinsam beim Ultra-Radrennen: Ehepaar will 600 Kilometer in 24 Stunden zurücklegen

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Radfahren ist ihre Leidenschaft, sagt Tina Steinl. Sie und ihr Mann Gerhard sind dabei nicht nur ausdauernd, sondern auch schnell. Das wollen sie heuer in Österreich zeigen - bei ihrem ersten Ultrarennen.

Deutenhausen – So schlimm die Coronakrise auch gewesen sein mag, so hat sie vor allem Individualsportlern mehr Zeit für ihr Hobby beschert – sollte man meinen. „Aber wer sich auf Rennen vorbereitet, der braucht strukturiertes und gutes Training“, sagt Gerhard Steinl. Und gutes Training ist für den 53-jährigen Radsportler aus Deutenhausen nur möglich, wenn er sich entsprechend darauf konzentrieren kann und „die Umstände es zulassen“. Das war bei Gerhard Steinl und Tina Steinl (früher Hien), die seit etwa einem Jahr seine Ehefrau ist, jedoch nicht der Fall.

Corona-Pandemie: Radfahren rückte in den Hintergrund

Durch das Corona-Virus, das starke Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben zur Folge hatte, wurden auch die beiden Deutenhausener bei der Ausübung ihres Hobbys – Tina Steinl spricht gar von „Leidenschaft“ – stark ausgebremst. Eine unklare Situation am Arbeitsplatz, keine Trainingslager, Rennabsagen – da rückte das Radfahren „doch sehr in den Hintergrund“, sagt Gerhard Steinl.

Kurzer Zwischenstopp: Gerhard Steinl am Weißsee in etwa 2400 Meter Höhe.

Mittlerweile aber blickt das Ehepaar wieder zuversichtlich in die Zukunft. „Das Jahr ist noch nicht vorüber“, sagt Tina Steinl. Zwar haben sie und ihr Gatte bis jetzt noch keinen einzigen Wettbewerb bestritten, da sämtliche Veranstaltungen abgesagt wurden, doch das soll sich schon bald ändern. Im September will das Ehepaar sein erstes Ultrarennen bestreiten. Beim „Race Around Niederösterreich“ (RAN) müssen sie dann 600 Kilometer und 6000 Höhenmeter auf dem Rennrad innerhalb von 24 Stunden, unterstützt von einem so genannten Pace Car (Sicherheitsfahrzeug), bewältigen. Starten werden die Steinls als „Team ORBEA Germany“ im Zweier-Mixedwettbewerb.

Ausgiebiges Training im Sommer

Für ein derart forderndes Rennen bedarf es einer entsprechenden Vorbereitung. Den Sommer wollen Tina und Gerhard Steinl zum ausgiebigen Training nutzen. An den Wochenenden stehen lange Strecken auf dem Programm. Vor Kurzem erst war das Duo auf der Kaunertaler Gletscherstraße in Tirol unterwegs, bei der es bis auf 2750 Meter an den Fuß des Gletschers ging. Eine andere Tour führte von der eigenen Haustür in die Eng im Karwendelgebirge. Hin und zurück sind das etwa 200 Kilometer. Die Strecke legten sie in etwa sieben Stunden, also mit einem Schnitt von etwa 30 Stundenkilometern zurück. Unter der Woche wollen die beiden „eher kurze und harte Trainingseinheiten absolvieren“, so Gerhard Steinl, die in der Regel auf den Hohen Peißenberg – „unseren Hausberg“ – führen werden.

Durch die mittlerweile aufgehobenen Reisewarnungen für die angrenzenden Länder wie Österreich und Italien ist es den beiden Deutenhausenern auch wieder möglich, die restlichen Wochen bis zu ihrem Ultrarennen mit zwei kürzeren Trainingslagern am Gardasee und in der Emilia Romagna zu planen, „um uns dort intensiv auf die Mammutaufgabe im September vorbereiten zu können“, so Tina Steinl.

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