1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Weilheim

Abschlussschwäche wird Raisting II auch im Schicksalsspiel zum Verhängnis

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Raistinger Tristesse nach dem Abpfiff: Die Spieler waren nach der Niederlage und dem damit besiegelten Abstieg entsprechend enttäuscht.
Raistinger Tristesse nach dem Abpfiff: Die Spieler waren nach der Niederlage und dem damit besiegelten Abstieg entsprechend enttäuscht. © Ralf Ruder

Nix wurde es mit dem Befreiungsschlag im allerletzten Saisonspiel: Der SV Raisting II konnte auch gegen die SG Oberau/Farchant ein wiederkehrendes Manko nicht beseitigen.

Huglfing – Den Schlusspfiff nahm Thomas Müller, Trainer des SV Raisting II, absolut regungslos, mit verschränkten Armen und versteinertem Gesichtsausdruck zur Kenntnis. Mit dem Befreiungsschlag im allerletzten Spiel der Saison war es nichts geworden.

Durch die 0:3-Niederlage im Relegationsspiel in Huglfing gegen die SG Oberau/Farchant ist der Abstieg in die A-Klasse besiegelt. In diesen Gefilden bewegte sich die zweite Mannschaft schon seit weit mehr als 20 Jahren nicht mehr – der SVR II war lange Jahre Stammgast in der Kreisliga, in der Saison 2009/2010 spielte das Team gar in der Bezirksliga.

„Ich hätte gern mein letztes Spiel gewonnen“, sagte Müller. Er sprang im Herbst als Interimstrainer ein, wird die zweite Mannschaft nicht weiter coachen. Abgestiegen „sind wir nicht heute“, so Müller. Er verwies auf zahlreiche Partien während der Saison, in denen der Kreisklassist teils unglücklich, teils leichtfertig Punkte aus der Hand gab. Das gestrige Relegationsduell „war das dritte Zuckerl“, so Müller. In der Runde davor hatte der SVR in zwei Partien gegen den SV Söchering die Chance, zog aber den Kürzeren. Einmal mehr war der SVR ersatzgeschwächt, noch am Nachmittag musste Müller Absagen von Spielern hinnehmen.

Raisting II vergibt drei gute Chancen, dann trifft plötzlich die SG

Zum Verhängnis wurde den Raistingern einmal mehr mangelnde Chancenverwertung. In der ersten halben Stunde vergab der SVR drei gute Möglichkeiten. Den Schuss von Justin Steeg nach einem weiten Diagonalpass parierte SG-Torwart John Keen (14.). Danach schoss Zeno Schwab in aussichtsreicher Position drüber (17.). Und schließlich scheiterte Steeg ein weiteres Mal, als er mit einem Kopfball den Torhüter überwand, der Ball aber auch am Kasten vorbeiflog (32.). Die SG war da konsequenter: Der eingewechselte Christoph Lössl erzielte nach einem Alleingang das 1:0 (42.). Der Gegentreffer passte zum derzeitigen Negativlauf: „Da hat einmal ein bisserl die Zuordnung gefehlt“, so Müller – und schon schlug es ein.

In der zweiten Hälfte versuchte der SVR, Druck aufzubauen und hatte auch viel Ballbesitz, der Ertrag war aber überschaubar. Je ein gefährlicher Schuss von Matthias Schelle (48.) und von Steeg (62.) – das war’s. Auf der Gegenseite setzte SG-Spieler Lössl den Ball an die Latte (79.). Wenig später erzielte Paul Colorio im Nachsetzen das 2:0 (82.). Raisting kämpfte, mehr als ein Schuss von Ludwig Huber, den der Torwart stark parierte (88.), sprang nicht heraus. In der Nachspielzeit traf Dominik Korthals zum Endstand.

Für die zahlreichen jungen Spieler im Kader sei der Abstieg bitter, so Müller. Abteilungsleiter Florian Heinrizi versuchte noch auf dem Platz, die Spieler wieder aufzurichten: Der Abstieg „ist kein Weltuntergang“.

Statistik:
SG Oberau/Farchant 3
SV Raisting II 0
SV Raisting II: Kölbl – Ahn, Matz, Hammer, Steeg, Schappele, Schelle, Ernesto, Bureik, Hassan, Schwab/eingewechselt: Hammer, Thiele, Huber. Tore: 1:0 (42.) Lössl, 2:0 (82.) Colorio, 3:0 (90.+2) D. Korthals. Gelbe Karten: Oberau/Farchant 3, Raisting 2. Schiedsrichter: Önder Kücük. Zuschauer: 253.

Auch interessant

Kommentare