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Ahmad Mohammadi gelingt Überraschungssieg

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Von: Paul Hopp

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Nawied Mohammadi (links, hier eine Archivaufnahme) verlor sein Duell nur knapp nach Punkten. © EMANUEL GRONAU

Die Boxer des TSV Peißenberg sind begehrt: Der Polizeisportverein Augsburg nahm die Dienste eines Trios beim Auftritt in Traunstein in Anspruch.

Peißenberg – Der Festzeltkampf der Peißenberger Boxer am Pfingstsonntag auf dem Weilheimer Volksfest, in den vergangenen Jahren fester Bestandteil im Wettkampfkalender der Staffel, fiel in diesem Jahr aus. Das heißt aber nicht, dass die Athleten aus der Marktgemeinde an den Pfingstfeiertagen untätig waren. Drei TSV-Boxer traten für den Polizeisportverein (PSV) Augsburg an, der auswärts gegen den BC Traunstein einen Festzelt-Auftritt absolvierte.

TSV-Trainer Robert Reichl war mit den Leistungen seiner Schützlinge auf dem Traunsteiner Volksfest zufrieden – und die Augsburger offenbar auch. „Wir werden eventuell noch einmal eingeladen, wenn die Augsburger demnächst in Nürnberg antreten“, teilte der Coach mit.

Samir Wafa, der normal im Leichtgewicht (bis 60 Kilo) antritt, boxte diesmal in der höheren Halbweltergewichtsklasse (bis 64 Kilo). Sein Gegner, Silvio Colamazza, war zu schwer fürs Leichtgewicht. Eigentlich hätte der Kampf so gar nicht stattfinden können. Doch Wafa „wollte unbedingt boxen“, sagte Reichl. Der 28-Jährige zeigte laut seinem Trainer „einen tollen Fight“, auch wenn er am Ende nach Punkten verlor. Eine Rolle spielte wohl auch, dass Wafa als gläubiger Moslem durch den derzeitigen Ramadan und das dazugehörige Fastengebot nicht im absoluten Vollbesitz seiner Kräfte war.

Ahmad Mohammadi traf im Männer-Weltergewicht (bis 69 Kilo) auf den erfahrenen Luca Sechser, der mehr als doppelt so viel Kämpfe wie der Peißenberger vorweisen kann. Dennoch entschied der TSV-Kämpfer das Duell für sich. Mit genauen Schlägen zwang er Sechser in der zweiten Runde zur Aufgabe. „Er hat wirklich mit Köpfchen geboxt und geschaut, wo sich Lücken in der Deckung auftaten“, berichtete Reichl.

Der dritte Peißenberger, der in Traunstein in den Ring stieg, war Nawied Mohammadi. Er traf im Männer-Mittelgewicht (bis 75 Kilo) auf Kerem Yildirim. Beide Kämpfer kennen sich bereits gut. Nach einer ersten Runde, in der sich beide noch abtasteten, lieferten sie sich einen munteren Kampf, den Mohammadi knapp nach Punkten verlor. Insgesamt verloren die Augsburger den Vergleich vor rund 500 Zuschauern mit 6:18. Doch das Ergebnis war aus Sicht von Reichl Nebensache. „Ich möchte, dass die Burschen gescheit boxen“. Und das hätten sie getan, lobte der Coach.  

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