Künftig in Doppelfunktion: Ernst (Mitte) trainiert seit kurzer Zeit die Starnberger A-Junioren.
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Künftig in Doppelfunktion: Ernst (Mitte) trainiert seit kurzer Zeit die Starnberger A-Junioren.
Er weiß, wie American Football funktioniert: Benedikt Ernst (vorn mit Ball) ist seit Jahren fester Bestandteil im Herrenteam der Starnberg Argonauts.
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Er weiß, wie American Football funktioniert: Benedikt Ernst (vorn mit Ball) ist seit Jahren fester Bestandteil im Herrenteam der Starnberg Argonauts.

American Football: Weilheimer trainiert künftig Nachwuchsteam der Starnberg Argonauts

Benedikt Ernst sucht Spieler jeglicher Statur

  • vonChristian Heinrich
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Er weiß, wie American Football funktioniert. Benedikt Ernst ist seit Jahren Spieler der Starnberg Argonauts - und künftig auch Trainer.

Weilheim/Starnberg Warum man sich als junger Bursche ausgerechnet für American Football entscheiden soll, liegt für Benedikt Ernst auf der Hand. „Die Mädels stehen schon auch drauf“, nennt der Weilheimer aus Erfahrung einen wesentlichen Nebeneffekt. Allerdings bietet diese Sportart auch noch einen anderen Anreiz, sollte man ihn als Jugendlicher bei den Starnberg Argonauts betreiben. Seit Juni betreut der 32-Jährige,der in Weilheim ein Fitness-Studio führt, die A-Junioren des Bayernligisten. „Mir persönlich ist die Entwicklung der Spieler wichtig“, nennt der neue Headcoach, der mit Quirin Schallameier übrigens einen weiteren Weilheimer beerbt, den Eckpfeiler seines Programms.

American Football: Ernst seit Jahren nicht mehr aus dem Team der Argonauts wegzudenken

Für den uramerikanischen Sport haben sich im Oberland immer wieder Liebhaber gefunden. Die Wege ans Stadion am Riedener Weg in Starnberg sind schon seit Generationen ausgetreten, schließlich existiert der Verein bereits seit fast 40 Jahren. Ernst ist einer von denen, die den Argonauts angehören. Seit Jahren ist er aus dem Herrenteam der Starnberger nicht wegzudenken. Doch mittlerweile zählen die Argos nur noch zwei Nachwuchsakteure aus Weilheim und Umgebung. Ernst findet das schade: „Wir können jeden gebrauchen.“ Er stellt klar, dass es beim American Football sowohl für Ranke und Schlanke als auch für Dicke und Schwergewichtige eine Verwendung gibt. Anders als im Fußball, wo ohne die nötige körperliche Gewandtheit fast gar nichts geht, setzt der Football auch auf die schweren Jungs, die in der Offense und Defense Line dafür zuständig sind, den Gegner aufzuhalten oder ihn zu blocken. „Es sind Athleten, die unsere wichtigsten Positionen schützen und Druck auf die anderen aufbauen“, so Ernst.

American Football: Benedikt will Selbstbewusstsein der Korpulenten stärken

Während Burschen mit der Statur eines Türstehers in den USA an den Colleges und in den Klubs in hohen Ehren stehen, müssen sie in Deutschland schon in jungen Jahren oft den Spott ihrer Kameraden über sich ergehen lassen, da sie im Sportunterricht einfach keine Disziplin finden, wo sie ihre Vorzüge zur Geltung bringen können. „Ich möchte gerade auch solchen Leuten ein Training bieten, das sie weiterbringen kann“, so Ernst. Der Weilheimer sieht seine Aufgabe darin, vor allem das Selbstbewusstsein der Korpulenten dadurch zu stärken, dass er ihnen zeigt, wie unentbehrlich sie für sein Team sind.

American Football: Für eine neue Mannschaft benötigt Benedikt etwa 20 Spieler

Bei seinen Trainingseinheiten am Dienstag (18.30 bis 20 Uhr) setzt der Inhaber der Football-B-Lizenz zurzeit auf die Grundlagen. „Ich fange bei den Basics an“, stellt er klar, Neueinsteiger können bei ihm sofort ohne große Kenntnisse mitmachen. Aussortiert nach Abwehr und Angriff, wie beim Fußball üblich, wird bei ihm erst einmal nicht. „Ich zeige verschiedene Positionen“, sagt Ernst. er bietet im Training stets neue Aufgabenfelder zum Kennenlernen an. Das Ziel ist es, eine neue Mannschaft aufzubauen, die gemeinsam durch dick und dünn geht. Um die 20 Recken versammelt Ernst im Training um sich. Gern dürfen es noch ein paar mehr sein. In seinem Auto sind theoretisch noch ein paar Plätze frei.

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