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Schnellste über die 10 Kilometer: Claudia Schmidt (hier mit Vater Reiner).
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Der Beste über die 10 Kilometer: Andreas Posch kam nach 36:37 Minuten ins Ziel.
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Zeigt her eure Urkunden: Speziell der Nachwuchs freute sich bei den Siegerehrung. Mit im Bild TSV-Vorsitzender Dieter Pausch. 
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Und los geht die Hatz: Der Nachwuchs war mit besonderem Eifer bei der Sache. Es standen Distanzen von 350 und 800 Metern auf dem Programm.
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Und los geht die Hatz: Der Nachwuchs war mit besonderem Eifer bei der Sache. Es standen Distanzen von 350 und 800 Metern auf dem Programm.
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Der Start zum 10-Kilometer-Rennen, der am Ammerdamm vonstatten ging.
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lea Hötzinger beim Zieleinlauf. Sie gewann bei der U-10 die 800 Meter.
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Stargast: Der deutsche 400-Meter-Meister Johannes Trefz (hier mit Moderator Roland Halmel) schaute auch beim Aulauf vorbei.

Leichtathletik: 83. Weilheimer Aulauf

Aulauf: Sieger überrascht vom eigenen Erfolg

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Gutes Laufwetter, 575 Teilnehmer und eine lockere Atmosphäre: Der 83. Hans-Bayer-Gedächtnislauf des TSV Weilheim in der Au war ein Erfolg. 

Weilheim – Für ihr junges Alter agierte Lea Hötzinger (Jg. 2010) absolut routiniert. Auf der Zielgeraden des 800-Meter-Laufs machte die Läuferin vom TSV Vaterstetten noch kurz einen Schulterblick. Keine Gegnerin in Sicht, alles gut, ein Endspurt war nicht nötig. Souverän gewann Hötzinger den Wettbewerb der U-10-Mädchen in 3:15 Minuten. Lächelnd, mit einer Medaille um den Hals und mit einem stolzen Papa an ihrer Seite verließ sie den Zielbereich. Über die Finisher-Plaketten – heuer erstmals für die Jüngsten ausgegeben – freuten sich auch die, die nicht ganz vorn landeten. Und sie entschädigten manchen der jungen Teilnehmer, die sich mit Seitenstechen oder, weil sie etwas zu forsch ihr Rennen angegangen waren, ins Ziel quälten.

Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Organisatoren von der Leichtathletik-Abteilung um Spartenchef Michael Horstmann. Schon die Zahl der Voranmeldungen lag leicht über der des Vorjahres, „entgegen meinen Ängsten“, so Horstmann. 575 Teilnehmer wurden gezählt. Anders als bei den vergangenen Auflagen war es auch den ganzen Tag über trocken. „Wir müssen uns wohl im Datum vertan haben“, witzelte Olaf Perwitzschky vom Organisationsteam.

Im Hauptwettbewerb, dem Lauf über 10 Kilometer, mit dem der Tag eröffnet wurde, landeten diesmal zwei Athleten vorn, die mit einem Sieg überhaupt nicht gerechnet hatten. Bei den Männern lief der Bad Tölzer Andreas Posch nach 36:37 Minuten als Erster – und ausgiebig jubelnd – über die Ziellinie. „Ich war noch nie bei einer Leichtathletik-Veranstaltung auf dem Treppchen“, sagte der Triathlet des WSV Bad Tölz. Der 25-Jährige freute sich zugleich über eine persönliche Bestzeit. Am Samstag verhinderten muskuläre Probleme einen Start beim „Geretsrieder Stadtlauf“, doch beim Aulauf hatte Posch keine Schwierigkeiten. „Ich bin von Beginn an hohes Tempo gelaufen“, berichtete er. Ab dem Wendepunkt hatte er alle Verfolger abgeschüttelt. Die letzten Kilometer waren noch einmal eine harte Angelegenheit. „Ab Kilometer sieben habe ich mir gedacht: Es reicht“, sagte Posch mit einem Lächeln. Sein nächstes Ziel ist der Bad Tölzer Triathlon am 10. Juni. „Letztes Jahr war ich auf der olympischen Distanz Zweiter, heuer möchte ich Erster werden“, so Posch.

Als Zweiter über die 10 Kilometer kam der Weilheimer Martin Müller (37:04) im Ziel an – und wurde dort von seinen Kindern begrüßt. Er hatte beim „Fubsi-Silvesterlauf“ schon den zweiten Rang belegt. Auf dem dritten Platz landete Nawied Mauhammadi (TSV Peißenberg) in 37:15 Minuten. „Der erste Platz wäre schön gewesen, aber ich bin zufrieden. Bei Kilometer sieben hatte ich Bauchschmerzen, da musste ich etwas langsamer tun“, sagte der 21-Jährige. Am Vatertag ist Mauhammadi übrigens auf dem Weilheimer Volksfest in Aktion – als Boxer des TSV Peißenberg.

Völlig überrascht, dass sie als erste Frau die Ziellinie passiert hatte, war Claudia Schmidt. „Das war eher ein Versehen“, sagte sie lachend. Die 23-Jährige stammt aus Peißenberg, studiert derzeit Lehramt in Augsburg und läuft seit rund drei Jahren. „Ich habe mich ganz spontan zum Aulauf angemeldet“, sagte Schmidt. Eine 47er-Zeit hatte sie angepeilt, am Ende kam sie auf 46:41 Minuten. Das Training absolviert Schmidt zumeist mit ihrem Vater Reiner Schmidt, der aber verletzungsbedingt nicht starten konnte. Als Zuschauer freute er sich natürlich über den Coup der Tochter. Platz zwei bei den Frauen holte sich Carina Gaal (Post SV Weilheim) in 46:57 Minuten; sie gewann damit souverän die W-50-Klasse. Dritte wurde Gabi Müller (Krankenhaus Weilheim), die mit der Zeit von 47:12 Minuten gestoppt wurde.

Das Gros der Teilnehmer hat bei Volksläufen wie dem Wettbewerb in der Au weniger eine gute Platzierung als vielmehr eine gute Zeit im Blick. Und da gelangen einigen schöne persönliche Erfolge. Der Weilheimer Alexander Uehlein (52), der hin und wieder derlei Wettbewerbe absolviert, wollte unter 56 Minuten bleiben, wie er auf dem Weg zum Start verriet. Die Zeit unterbot er deutlich, nach 53:34 Minuten hatte er die 10 Kilometer hinter sich gebracht. Zufrieden mit seiner Leistung war auch Stefan Popp (SV Wielenbach), der nach 43:54 Minuten ankam. Gemeinsam mit seinem Sohn Luis (Jg. 2006) absolvierte er später auch noch die 5 Kilometer; beide liefen diese in 28:01 Minuten.

Einen Besuch stattete auch der Weilheimer Johannes Trefz, amtierender deutscher Meister über die 400 Meter, dem Aulauf ab. Er beantwortete Fragen und beglückwünschte bei diversen Siegerehrungen die Gewinner. Auf der Bühne äußerte er sich auch zu seinen Zielen bei der Heim-EM in Berlin.

Die Staffeln beschlossen den Tag: Bei den Jugendlichen siegte ein Quartett des SV Söchering (Korbinian Soyer, Hannah Schreiber, Magdalena Soyer, Jule Dürr), bei den Erwachsenen der favorisierte TSV Penzberg (Markus Brennauer, Andreas Maier, Michael Speinle, Andreas Kölbl).

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