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Da ist einer aber mal richtig sauer: Darryl Millwood erlebte laut eigener Aussage in Dachau das schlechteste Spiel, seitdem er Trainer in Weilheim ist.

Basketball: 2. Regionalliga

Millwoods schlimmstes Spiel

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Die Basketballer des TSV Weilheim lieferten im Gastspiel bei den Dachau Spurs eine Leistung ab, die ihrem Trainer Darryl MIllwood nicht nur einmal die Zornesröte ins Gesicht trieb.

Weilheim Die Ersten, die die frühere Dachauer Bundesliga-Halle verließen, waren gleichzeitig die frustriertesten. Darryl Millwood und Benedikt Schiebilski, den beiden Trainern des TSV Weilheim, blies eine unangenehme Mischung aus Schnee und Regen entgegen. Der Weg zum Auto war offensichtlich genauso schlimm wie die 40 Minuten Basketball zuvor. Millwood, der Chef-Coach des TSV, wollte nur noch heim. Sein Fazit nach der 70:99 (36:50)-Klatsche fiel entsprechend aus: „Wir hatten keine Struktur in der Offensive und der Defensive. Ich habe es nicht geschafft, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. Die Spieler haben gearbeitet, die wollten. Nach der ersten Halbzeit dachte ich auch noch, wir könnten gewinnen. Dachau war nicht gut, und wir auch nicht. Für alle – Zuschauer, Schiedsrichter und die Teams – war das nicht schön.“ Der Farchanter sagte dann noch einen zweiten Satz mit großer Tragweite, der diesen Abend trefflich beschrieb. „Das war das schlimmste Spiel, seit ich Trainer in Weilheim bin.“ Nur zur Information: Millwood coacht seit über 20 Jahren beim TSV, hat mit diesem Verein einige Aufstiege gefeiert und hunderte, wenn nicht sogar über tausend Partien bestritten.

Auch aus Rücksicht vor unnötig harter Einzelkritik verzichtete der Coach auf eine tiefgründigere Analyse. Er wusste, wie sehr ihn dieses Duell zum Rückrundenstart emotional mitgenommen hatte. Kurz vor Schluss schlug er mit aller Kraft gegen die Holzvorrichtung der Hallenwand. Das knallte so laut, es hörte jeder in der Halle. Genauso aber ist Millwood auch klar, dass dies nur ein Spiel ohne große Auswirkungen auf den Abstiegskampf war. Die nächsten beiden Partien gegen Milbertshofen und Passau sehen die Weilheimer als deutlich wichtiger an. Sie entscheiden, ob sich der Aufsteiger frühzeitig den Klassenerhalt sichert.

Auch wenn der Trainer keine Ausreden zählen ließ, gab es sehr wohl Gründe für die Niederlage, die sich nicht beeinflussen lassen. Der TSV-Kader in Dachau schrumpfte auf sieben Basketballer. Andreas Brem lief sogar angeschlagen auf – er hatte sich beim Uni-Sport das Sprunggelenk verletzt. Aber die Lage bessere sich in den kommenden Wochen, die zur ultimativen Herausforderung für das Mini-Aufgebot werden, nicht, betonte Co-Trainer Schiebilski. Obwohl auch den Dachauern ihr Top-Scorer Cornelius Glück fehlte, boten die „Spurs“ zehn Spieler auf. Diese Breite im Kader half den Hausherren vor allem zum Ende hin. Das Mehr an Personal entschied jedoch nicht das Duell.

Was Können und Talent angeht, trafen in etwa zwei gleich starke Teams aufeinander, die beide eine schwache erste Hälfte zeigten. Schiedsrichter-Beobachter und Regionalliga-Funktionär Hans-Peter Falz fasste passend zusammen: „Typisch zerfahrenes Spiel nach drei Wochen Pause.“ Problem nur aus Weilheimer Sicht: Die „Red Devils“ lagen 36:50 hinten, und das nur, weil die Hausherren den einen oder anderen glücklichen Treffer mehr erzielt hatten.

Es hätte auch viel knapper zugehen können. Erst im dritten Abschnitt knockte der Gastgeber die Weilheimer mit einem Korb nach dem anderen aus. Während die Dachauer weiter und weiter rannten, gab Weilheim auf. Nach Spielende trommelte Schiebilski das Team noch einmal zusammen und stimmte es auf den heißen Tanz nächste Woche gegen Milbertshofen ein. Der direkte Konkurrent ist nach seinem Sieg über Passau in der Tabelle nur noch einen Sieg von den Weilheimern entfernt. 

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