Sie werfen weiter in der Bezirksliga: Weilheims Zweite (in roten Trikots) hat nach einer Spielentscheidung des Verbands am grünen Tisch gegen den Mitkonkurrenten Geretsried den Abstieg doch noch abgewendet.
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Sie werfen weiter in der Bezirksliga: Weilheims Zweite (in roten Trikots) hat nach einer Spielentscheidung des Verbands am grünen Tisch gegen den Mitkonkurrenten Geretsried den Abstieg doch noch abgewendet.

Basketball

Weilheims Bezirksliga-Mannschaft freut sich über Entscheidung am grünen Tisch

  • vonRoland Halmel
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Die am Ende abgebrochene Saison in der Bezirksliga verlief für die Basketballer des TSV Weilheim II unerfreulich. Am Ende durfte sich die Reserve des Regionalligisten dennoch freuen.

Weilheim – Sowohl die erste Männer-Mannschaft des TSV Weilheim in der 2. Regionalliga als auch die TSV-Zweite in der Bezirksliga mussten in der abgebrochenen Saison 2019/20 um den Klassenerhalt zittern. Beide Teams kamen aber letztlich doch noch um den Abstieg herum.

Bei der ersten Garnitur stand dies schon recht schnell nach dem vorzeitigen Saisonendes fest. Die TSV-Reserve, die als Vorletzter der Bezirksliga den Weg zurück in die Bezirksklasse hätte antreten müssen, bekam den erlösenden Anruf vom Verband erst Anfang Juni. Darin wurde den Weilheimer Verantwortlichen mitgeteilt, dass sie in der Bezirksliga bleiben dürfen, weil dem direkten Konkurrenten TuS Geretsried am grünen Tisch ein Sieg aberkannt wurde – und der TuS dadurch in der Tabelle hinter die Weilheimer rutschte. „Das war der schnellste Wiederaufstieg in der Teamgeschichte“, war Martin Fernholz, Spielertrainer der TSV-Reserve, dann auch wieder zu Scherzen aufgelegt.

Basketball: Wegen zahlreicher personeller Veränderungen musste Weilheim seinen Spielstil ändern

Davor hatte gute Laune bei den Männern der TSV-Zweiten, die binnen drei Spielzeiten von der Kreisklasse in die Bezirksliga marschiert waren, eher selten geherrscht. „Wir hatten viele personelle Änderungen und mussten deshalb auch den Spielstil ändern“, sagt Fernholz. Einige junge und schnelle Spieler wie Anselm Legl, Manu Hecht oder Alex Heiß konnten berufsbedingt nur unregelmäßig spielen. Tilman Legl (erzielte vergangene Saison 23,7 Punkte pro Spiel) und Tim Kranke (11,2) standen wegen ihres Studiums nicht mehr zur Verfügung, Matthias Modrok (20,1) rückte in die erste Mannschaft auf.

Die Lücken füllten die Weilheimer mit einem Mix aus alten Bekannten (Flo Willkomm, Flo Wiedenmann, Christoph Jungwirth, Werner Hellebrandt) und Perspektivspielern (Vitus Hirschberg, Moritz Steier, Laurenz Carl, Niklas Weinreich). Lediglich Hansi Klein, Michi Erler und Fernholz selbst blieben als Konstante aus der vorangegangenen Saison übrig. „Wir hatten jetzt plötzlich einige ,Big Men’ im Team, eine Schwäche, mit der wir die letzten Jahre gelernt hatten zu leben“, so Fernholz, der jetzt mehrere groß gewachsene Center im Aufgebot hatte.

Basketball: Nach gutem Start folgten Verletzungspech und eine Niederlagenserie

Der Saisonstart mit vier Siegen in fünf Partien verlief zunächst sehr vielversprechend. Vier Niederlagen in Folge vor der Weihnachtspause dämpften die Euphorie jedoch merklich. Zum Start ins Jahr 2020 ereilte die Kreisstädter dann auch noch großes Verletzungspech. Vier Spieler fielen über längere Zeit aus, zudem musste Wiedenmann berufsbedingt aufhören. Mit ein paar weiteren Rückkehrern und talentierten Jugendspieler wie Arian Culum schafften es die Weilheimer immerhin, die Personallage zu entspannen. „Allerdings hat es uns an Beständigkeit gefehlt, wodurch wir einige enge Spiele, die wir in den letzten Jahren noch gewannen, verloren haben“, berichtete Fernholz. Der Heimsieg gegen München Ost II in der letzten Partie vor dem Saisonabbruch, reichte nicht mehr, um den vorletzten Platz zu verlassen.

Basketball: Zwei Monate stand Weilheim als Absteiger fest, dann kam der unerwartete Klassenerhalt

Zwei Monate stand die TSV-Reserve als Absteiger fest, ehe die Mitteilung des Verbands für den unerwarteten Klassenerhalt sorgte. „Da war ein ordentliches Quäntchen Glück dabei, aber das ist ein wichtiger Schritt für die Abteilung, da wir so den nachrückenden Jugendspielern eine Bandbreite an Möglichkeiten im Seniorenbereich anbieten können“, freut sich Fernholz, der für die kommende Saison aufgrund der Rückkehr einiger Langzeitverletzter und der Weiterentwicklung der Jugendspieler sehr zuversichtlich ist. „Wir brennen alle darauf, wieder in die Halle zu dürfen, mit der Saisonvorbereitung anzufangen und die nächste Saison anzugehen“, so Fernholz. Er hofft, dass die durch Corona bedingten Einschränkungen langsam weniger werden und die Korbjagd in gewohnter Weise losgehen kann.

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