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Sie vertraten Weilheim sehr gut bei der WM: die Weilheimer Sybille Wiedenmann und Florian Willkomm.
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Da kommt Freude auf: Florian Willkomm bejubelt den dritten Platz des deutschen Ü45-Herrenteams bei der WM im finnischen Espoo.

Basketball: Senioren-Weltmeisterschaft in Finnland

Florian Willkomm lässt sich auch von Hexenschuss nicht aufhalten

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Obwohl er sich einen Hexenschuss zuzog, lief es für Florian Willkomm aus Weilheim bei der Senioren-WM in Finnland sehr gut. Noch besser lief es für Sybille Wiedenmann.

Weilheim – Der Wettbewerb heißt offiziell FIMBA World Maxibasketball Championships. Dabei ermitteln Spieler und Spielerinnen ab 35 Jahren in verschiedenen Altersklassen ihre Weltmeister. Mit dabei waren auch Sybille Wiedenmann und Florian Willkomm vom TSV Weilheim. Beide werden die Titelkämpfe im finnischen Espoo in sehr guter Erinnerung behalten. Wiedenmann holte sich mit der deutschen Damen der Ü 50 Gold, Willkomm mit der Herren der Ü45-Auswahl Bronze.

Basketball: Sybille Wiedenmann und deutsches Ü50-Frauenteam marschieren locker durch die Vorrunde

Das Frauenteam um Wiedenmann bekam es in der Vorrunde mit drei Teams aus Südamerika zu tun. „Wir haben hart mit ihnen gerungen, konnten uns aber letztlich aufgrund der Größenvorteile durchsetzen“, berichtete die 53-Jährige nach den Siegen gegen Ecuador (67:26), Chile (98:35) und Kolumbien B (48:27). Im Viertelfinale ließen die deutschen Damen auch der A-Vertretung Kolumbiens beim 74:39 nicht den Hauch einer Chance. Auch im Halbfinale war der Erfolg des deutschen Teams „völlig ungefährdet“, so Wiedenmann nach dem 50:23 gegen Großbritannien.

Basketball: Sybille Wiedenmann und das deutsche Team müssen im Finale alle Kräfte mobilisieren

Im Finale traf die deutsche Frauen-Auswahl auf Estland, das im Halbfinale die Dominikanische Republik ausgeschaltet hatte. „Das war wie in den letzten Jahren ein heißer Fight, und nach sechs Spielen in acht Tagen mussten wir alle Kräfte mobilisieren,“ sagte Wiedenmann. Letztlich hatte sie mit ihrem Team aufgrund einer starken Abwehrleistung mit 46:42 (20:14) die Nase vorn. „Der Jubel war danach riesig“ berichtete Wiedenmann, die sich über ihren zweiten WM-Titel freute. Den ersten hatte sie 2013 in Thesssaloniki mit der Ü45 gewonnen.

Basketball: Florian Willkomm zieht sich im Spiel gegen Spanien einen Hexenschuss zu

Auch die deutschen Ü45-Herren mit Florian Willkomm (47) in ihren Reihen ließen in der Vorrunde – im Gegensatz zur vergangenen WM in Italien – nichts anbrennen. Mit Kolumbien (97:36) und Spanien (114:46) hatten die Deutschen keinerlei Probleme. „Das waren zwei echte Aufbaugegner“, urteilte Willkomm, der sich in der Spanien-Partie allerdings schon im ersten Viertel eine Hexenschuss zuzog. „Danach konnte ich nicht mehr so agieren, wie ich mir das vorgestellt hatte. Dennoch habe ich den weiteren Spielen die Zähne zusammengebissen und versucht, das Team bestmöglich zu unterstützen“, berichtete Willkomm.

Basketball: Florian Willkomm und das deutsche Ü45-Herrenteam mit hartem Kampf im Achtelfinale

Im Achtelfinale erwischten die deutschen Ü45-Herren mit Estland dann einen Gegner ganz anderen Kalibers. „Vielleicht der richtige Gegner zum richtigen Zeitpunkt, um ordentlich in Fahrt zu kommen“, so Willkomm nach dem hart erkämpften 62:57-Erfolg, zu dem er zehn Punkte beisteuerte. Im Viertelfinale trafen die Deutschen auf die Ukraine um den ehemalige Euro-League-Spieler Oleksii Poltoratskyi. „Den konnten wir mit einer harter Manndeckung gut in Schach halten“, berichtete Willkomm nach dem 73:67-Sieg gegen die Osteuropäer. Sieben Punkte gingen auf das Konto des 47-jährigen Weilheimers.

Basketball: Florian Willkomm und das deutsche Team verlieren im Halbfinale gegen Serbien

Im Halbfinale gegen Serbien, dem dritten Spiel in drei Tagen, bekam Willkomm zunehmend Probleme mit dem Rücken. Er konzentrierte sich deshalb auf die Abwehrarbeit. „Bis zur 38. Minute haben wir noch am Finale geschnuppert“, sagte der Weilheimer. Aus einem Unentschieden machten die Serben dann vor allem durch Drei-Punkte-Würfe noch einen Sieg. Letztlich mussten sich die Deutschen dem späteren Weltmeister mit 64:72 geschlagen geben.

Basketball: Florian Willkomm und das deutsche Team gewinnen Spiel um Platz drei

Im Spiel um Platz drei ging es gegen Russland. Willkomm und seine Teamkollegen lagen in dieser Partie ständig in Front. Im dritten Viertel führten sie bereits mit 13 Zählern, ehe die Russen zur Aufholjagd ansetzten. Drei Minuten vor dem Ende war der Vorsprung bis auf einen einzigen Punkt geschrumpft. Mit einem halben Dutzend verwandelter Freiwürfe machten die Deutschen dann den 85:81 (50:41)- Erfolg und Rang drei aber perfekt. „Eine Medaille zu gewinnen, ist einfach geil“, so Willkomm, der sechs Punkte erzielte.

Basketball: Willkomm und Wiedenmann ziehen eine rundherum positive Bilanz

Sein Resümee fiel nicht nur des sportlichen Erfolges wegen überaus positiv aus: „In Finnland, einem phantastischen und weltoffenen Land, gab es wieder viele tolle Eindrücke, und ich bin sehr stolz, dabei gewesen zu sein.“ Diesem Urteil schloss sich auch Sybille Wiedenmann an: Die WM mit 83 Damen- und 160 Herrenteams aus allen Kontinenten „war wieder ein tolles Erlebnis“. Auch der Austragungsort Espoo in direkter Nachbarschaft zu Helsinki „hat uns sehr überzeugt, nicht zuletzt weil man dort Mobilität mit U-Bahn und Bussen in Kombination mit einem Radverleih sicherstellt und das Auto in den Hintergrund gerät“.

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