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Nun soll der EM-Titel her: Sybille Wiedenmann siegte mit der SG München bei der Ü-50-DM in Heidelberg. 
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Nicht nur beim Freiwurf hochkonzentriert: Florian Willkomm (46) gewann mit dem TSV Rosenheim die Ü-35-DM.

Basketball

Wiedenmann fährt als deutsche Meisterin zur EM

Bei der Basketball-DM der Senioren haben Florian Willkomm und Sybille Wiedenmann mit ihren Teams den Titel geholt. Für Wiedenmann geht‘s nun zur EM.

Weilheim – Sie wollten die Revanche und sie ist ihnen auch gelungen: Im vergangenen Jahr hatten sich Sybille Wiedenmann (52) und ihre Kolleginnen von der SG München bei der deutschen Meisterschaft der Ü-50-Frauen noch mit dem zweiten Platz hinter den „Nord-Süd Baskets“ zufrieden geben müssen. Doch diesmal drehten sie in der Neuauflage des Endspiels den Spieß um. Mit 27:20 setzten sich die Münchenerinnen durch. Den Großteil der Punkte für die SG erzielte Uli Hessenauer, die früher zusammen mit Wiedenmann in der Bundesliga-Mannschaft des TSV Weilheim spielte. Der Sieg war für Wiedenmann und Hessenauer eine gelungene Generalprobe für die Senioren-Europameisterschaft, die an diesem Wochenende in Maribor (Slowenien) beginnt.

Wiedenmann geht mit einem klaren Ziel in die EM: „Wir wollen natürlich gewinnen, was denn sonst?“ 2013 hatte die Weilheimerin (übrigens zusammen mit Hessenauer) in Thessaloniki die Ü-45-WM gewonnen. Und 2015 gewann Wiedenmann mit den Ü-45-Frauen in Orlando WM-Silber.

In Maribor tritt die Mannschaft unter dem Namen „Germany Team Valdo“ an. Es ist eine Erinnerung an Sybille Wiedenmanns im vergangenen Jahr verstorbene Schwester Sanne Morf (ebenfalls Bundesliga-Basketballspielerin); „Valdo“ war deren Lieblingsgetränk. In der Vorrundengruppe B, die am Samstag beginnt, bekommen es die deutschen Frauen mit der italienischen Mannschafte „Highlander Pesaro“ und den finnischen „Flying Finns“ zu tun. Die Italienerinnen waren ehemals „die führende italienische Mannschaft“ sagt Wiedenmann. Im Europacup feierten die Frauen aus Pesaro diverse Triumphe. „Das wird sicher ein interessantes Duell“, sagt die Weilheimerin. Es komme freilich darauf an, wer bei den Italienerinnen in der Mannschaft steht. Finnland ist in Sachen „Basketball“ zwar nicht unbedingt eine Top-Nation, doch zu unterschätzen sind die „Flying Finns“ keineswegs. „Das sind harte Fighterinnen“, sagt Wiedenmann. Um in die Play-offs zu kommen, ist der erste oder zweite Platz nötig.

Zur EM wäre auch Florian Willkomm eingeladen gewesen. Doch er musste seine Teilnahme in Maribor absagen: „Das hätte ich weder beruflich noch privat untergebracht“. Wie Wiedenmann holte sich der Weilheimer jüngst einen deutschen Meistertitel, und zwar mit der Ü-35-Mannschaft des TSV Rosenheim. Bei der Ü-45-DM hatte er mit den Rosenheimern noch deutlich das Podest verpasst (wir berichteten), doch mit der jüngeren Garnitur lief es deutlich besser. „Im Gegensatz zum Ü-45-Turnier konnten wir diesmal in Bestbesetzung antreten“, sagte Willkomm. Vor allem die beiden ehemaligen Bundesligaspieler in den Reihen der Rosenheimer, Jan Jagla und Steffen Hamann, waren das große Plus im Team. Willkomm war mit 46 Jahren ältester Spieler im Kader. „Mit zwei echten Bundesliga-Ikonen zusammenzuspielen, das war schon ziemlich cool“, sagte der Weilheimer.

In Wiesbaden standen Partien mit verkürzter Spielzeit von 4 x 7 Minuten auf dem Programm. Im Finale der beiden Gruppenersten trafen die Rosenheimer auf den TSV Ansbach, auf den sie bereits in der Qualifikation im April getroffen waren. Willkomm und seine Mitstreiter ließen den Mittelfranken, die nur im ersten Durchgang ansatzweise mithalten konnten, letztlich keine Chance. Mit 75:40 feierten die Rosenheimer einen klaren Sieg, bei dem die Statistik sieben Punkte für den Weilheimer aufwies. „Ich hatte zwar eine andere Rolle als in der Ü-45, bin aber als Teamsenior natürlich sehr glücklich über meine erste deutsche Meisterschaft“, sagte er.

In der Vorrunde trafen die Rosenheimer auf den gastgebenden BC Wiesbaden, den SV Hagen Haspe 70 und den SV Rist Wedel. Im ersten Spiel gegen den BCW erwischten die Rosenheimer einen Start nach Maß und lagen nach dem ersten Viertel mit 28:10 vorn. Zum 87:43-Sieg steuerte Willkomm 16 Punkte bei. „Die beiden folgenden Spiele waren deutlich härter“, sagte der Center. Gegen Hagen (62:34) und Wedel (45:37) setzten sich die Rosenheimer allerdings auch durch.

Text: Roland Halmel/Paul Hopp

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